WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Trump-Administration plant, dass führende KI-Unternehmen wie OpenAI und Google künftig selbst für die Energiekosten ihrer Rechenzentren aufkommen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass die Strompreise für private Haushalte weiter steigen. Vertreter der betroffenen Unternehmen sollen eine entsprechende Absichtserklärung im Weißen Haus unterzeichnen.

Die Trump-Administration hat angekündigt, dass führende amerikanische KI-Unternehmen wie OpenAI, Google und Microsoft künftig selbst für die Energiekosten ihrer Rechenzentren aufkommen sollen. Diese Maßnahme wurde von Präsident Trump während seiner „State-of-the-Union“-Rede vorgestellt und zielt darauf ab, die steigenden Strompreise für private Haushalte zu stabilisieren. Die Unternehmen sollen eine Absichtserklärung unterzeichnen, die sie verpflichtet, die Energieversorgung ihrer Rechenzentren eigenständig zu sichern.
Der Energiebedarf der KI-Infrastruktur ist enorm und führt sowohl lokal als auch landesweit zu steigenden Strompreisen. Laut der Energy Information Administration stiegen die Strompreise im September 2025 um 7,4 Prozent. Diese Entwicklung wird von Ökonomen als „Rechenzentrenrausch“ bezeichnet, da Energie zu einer der begrenzenden Ressourcen für die Expansion der KI-Unternehmen geworden ist.
Microsoft-CEO Satya Nadella hat bereits im November 2025 darauf hingewiesen, dass es zunehmend herausfordernd wird, die Energieversorgung für Rechenzentren rechtzeitig sicherzustellen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Mega-Deals in der Branche, wie etwa die Abkommen von OpenAI, die Kapazitäten von 26 Gigawatt umfassen. Diese Verträge sind gestaffelt, sodass OpenAI bestimmte Chipmengen erst abnehmen muss, wenn die Rechenkapazitäten bereitstehen.
Um den Energiebedarf zu decken, arbeiten viele Tech-Konzerne an Kooperationen mit Atomkraft-Betreibern und nutzen mobile Kraftwerke wie Gasturbinen auf Lkw. Besonders Elon Musks KI-Firma xAI steht in der Kritik, gegen Umweltauflagen zu verstoßen, indem sie in Mississippi Gasturbinen ohne Genehmigung betreibt. Die Organisation Floodlight kritisiert, dass diese mobilen Anlagen erhebliche Emissionen verursachen und die Anwohner belasten.
Die Diskussion um die Energieversorgung der KI-Unternehmen hat das Potenzial, ein Wahlkampfthema zu werden, insbesondere angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten. Innerhalb der Demokratischen Partei wird diskutiert, inwieweit die Unbeliebtheit der Tech-Konzerne als Wahlkampfthema genutzt werden kann. Die Trump-Administration verteidigt jedoch weiterhin die Interessen der amerikanischen KI-Unternehmen.
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