LONDON (IT BOLTWISE) – LinkedIn verzeichnet einen Rückgang der Einstellungen um 20 % seit 2022, doch die Schuld liegt nicht bei der Künstlichen Intelligenz. Stattdessen werden steigende Zinssätze als Hauptursache genannt. Die Daten des Unternehmens zeigen, dass die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt noch nicht spürbar sind.

LinkedIn, das von Microsoft betriebene professionelle Netzwerk, hat kürzlich einen Rückgang der Einstellungen um etwa 20 % seit dem Jahr 2022 festgestellt. Blake Lawit, der Chief Global Affairs and Legal Officer von LinkedIn, betonte jedoch, dass die Künstliche Intelligenz (KI) nicht der Hauptgrund für diesen Rückgang sei. In einem Interview auf dem World Economy Summit von Semafor erklärte Lawit, dass die Daten von LinkedIn keine signifikanten Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt zeigen.
Lawit führte weiter aus, dass der Rückgang der Einstellungen eher mit den steigenden Zinssätzen zusammenhängt. Diese wirtschaftlichen Faktoren beeinflussen die Einstellungsentscheidungen von Unternehmen stärker als die Einführung von KI-Technologien. Insbesondere in Bereichen wie Kundenservice, Verwaltung und Marketing, wo man die größten Auswirkungen von KI erwarten würde, sind keine signifikanten Veränderungen zu beobachten.
Interessanterweise zeigt die Analyse von LinkedIn, dass der Rückgang der Einstellungen nicht stärker bei jungen Erwachsenen zu beobachten ist, die gerade in den Arbeitsmarkt eintreten, im Vergleich zu Personen, die sich in der Mitte oder am Ende ihrer Karriere befinden. Dies deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt insgesamt von makroökonomischen Faktoren beeinflusst wird, anstatt von technologischen Umwälzungen.
Lawit warnte jedoch davor, dass sich dies in Zukunft ändern könnte. Er wies darauf hin, dass sich die für die Ausübung eines durchschnittlichen Jobs erforderlichen Fähigkeiten in den letzten Jahren um 25 % verändert haben. Mit dem Aufstieg der KI wird erwartet, dass sich diese Zahl bis 2030 auf 70 % erhöhen könnte. Dies bedeutet, dass sich die Anforderungen an Arbeitnehmer kontinuierlich weiterentwickeln werden, selbst wenn sie ihre Position nicht wechseln.
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