SALT LAKE CITY / LONDON (IT BOLTWISE) – Der US-amerikanische Bildungstechnologieanbieter Instructure hat einen Datenverlust durch einen Cyberangriff bestätigt. Die Hackergruppe ShinyHunters hat sich zu dem Angriff bekannt und behauptet, Daten von Millionen von Nutzern gestohlen zu haben.

Instructure, ein führendes Unternehmen im Bereich Bildungstechnologie, hat kürzlich einen erheblichen Datenverlust durch einen Cyberangriff bestätigt. Die berüchtigte Hackergruppe ShinyHunters hat sich zu dem Angriff bekannt und behauptet, sensible Daten von Millionen von Nutzern gestohlen zu haben. Instructure ist vor allem für die Entwicklung von Canvas bekannt, einem weit verbreiteten Lernmanagementsystem, das Schulen, Universitäten und Organisationen bei der Verwaltung von Kursen und Online-Lernen unterstützt.
Der Vorfall wurde am Freitag von Instructure öffentlich gemacht, wobei das Unternehmen erklärte, dass es mit externen Cybersicherheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitet, um den Vorfall zu untersuchen. Am darauffolgenden Samstag gab das Unternehmen ein Update heraus, in dem es bestätigte, dass persönliche Informationen von Nutzern bei dem Angriff offengelegt wurden. Zu den kompromittierten Daten gehören Namen, E-Mail-Adressen und Studentenausweisnummern sowie Nachrichten zwischen Nutzern.
Instructure betonte, dass bisher keine Hinweise darauf vorliegen, dass Passwörter, Geburtsdaten, staatliche Identifikatoren oder Finanzinformationen betroffen sind. Sollte sich dies ändern, werde man die betroffenen Institutionen umgehend informieren. Als Reaktion auf den Vorfall hat Instructure Sicherheitsupdates eingespielt, die Überwachung verstärkt und Anwendungsschlüssel als Vorsichtsmaßnahme rotiert. Kunden müssen den Zugriff auf die API von Instructure neu autorisieren, um neue Anwendungsschlüssel zu erhalten.
Die ShinyHunters-Gruppe hat das Unternehmen auf ihrer Datenleak-Website gelistet und behauptet, dass fast 9.000 Schulen weltweit betroffen sind. Die gestohlenen Daten sollen Informationen von 275 Millionen Personen umfassen, darunter Schüler, Lehrer und andere Mitarbeiter. Die Hackergruppe gibt an, dass die Daten über eine Sicherheitslücke in den Systemen von Instructure erlangt wurden, die inzwischen geschlossen wurde.
Die gestohlenen Daten umfassen angeblich über 240 Millionen Datensätze, die mit Schülern, Lehrern und Mitarbeitern in Verbindung stehen. Laut den Hackern enthalten die Daten Namen, E-Mail-Adressen, eingeschriebene Kurse und private Nachrichten an Lehrer. Die Daten sollen sich über fast 15.000 Institutionen erstrecken, die in verschiedenen geografischen Regionen, darunter Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik, angesiedelt sind. BleepingComputer konnte bisher nicht unabhängig bestätigen, welche Schulen oder wie viele Personen betroffen sind und hat Instructure mit weiteren Fragen zu den Behauptungen der Hacker kontaktiert.
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