GENDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Chemiepark Gendorf öffnet seine Tore für industrielle Deeptech-Startups und bietet maßgeschneiderte Infrastruktur und Dienstleistungen an. Mit Unterstützung des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger soll Gendorf zum Dreh- und Angelpunkt für Zukunftstechnologien werden. Junge Unternehmen wie Tozero und Pruvia planen bereits innovative Projekte im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft.

Der Chemiepark Gendorf hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, ein führender Hub für industrielle Deeptech-Startups zu werden. Mit einem speziell zugeschnittenen Angebot an Infrastruktur und Dienstleistungen will der Standort junge Technologieunternehmen dabei unterstützen, ihre innovativen Ideen schneller in die industrielle Produktion zu überführen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte bei der Eröffnung des neuen „Home of Bavarian Deeptech“, dass Gendorf ein wichtiger Innovationsstandort sei, der ideale Bedingungen für Startups und Scaleups biete.
Im Mittelpunkt der Initiative steht die 3500 Quadratmeter große Fläche „Base One“, die speziell für Pilotanlagen konzipiert wurde. Hier sind bereits alle notwendigen Versorgungsleitungen verlegt, um einen schnellen Produktionsstart zu ermöglichen. Ergänzt wird das Angebot durch ein modernes Gebäude mit Büros, Kollaborations- und Meeting-Zonen sowie Sozialbereichen. Diese Infrastruktur soll es den Startups ermöglichen, sich voll auf ihre technologischen Entwicklungen zu konzentrieren, während Infraserv Gendorf sie bei Genehmigungen und operativen Fragen unterstützt.
Ein Beispiel für die innovative Nutzung des Chemieparks ist das Münchener Deeptech-Startup Tozero, das in Gendorf das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien plant. Auch das Scaleup Pruvia aus Fürth hat große Pläne: Es will Europas größte Anlage für thermochemisches Recycling errichten. Diese Projekte sind Teil einer größeren Strategie, mit der Gendorf Startups anziehen will, die mit ihren Technologien ganze Branchen verändern können, insbesondere in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Biotechnologie.
Ein weiteres vielversprechendes Unternehmen, das sich für eine Ansiedlung in Gendorf interessiert, ist das Deeptech-Startup Caphenia. Dieses Unternehmen hat eine neue Technologie zur Herstellung von Synthesegas für die erneuerbare Kraftstoffproduktion entwickelt. Nach der Fertigstellung einer Pilotanlage im Industriepark Höchst sucht Caphenia nun den Standort für seine erste vollintegrierte Produktionsanlage für Sustainable Aviation Fuels (SAF). Gendorf konnte sich in einer Vormachbarkeitsstudie gegen 17 andere Standorte durchsetzen, was die strategische Ausrichtung auf nachhaltige und innovative Lösungen unterstreicht.
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