PHILADELPHIA / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Universität von Pennsylvania wurde Ziel eines Cyberangriffs durch die berüchtigte Hackergruppe ShinyHunters. Diese hat das Canvas-System der Universität lahmgelegt und droht mit der Veröffentlichung sensibler Daten, sollte kein Lösegeld gezahlt werden. Der Angriff fällt in die Prüfungszeit und betrifft nicht nur Penn, sondern auch andere Institutionen, die Canvas nutzen.

Die Universität von Pennsylvania sieht sich derzeit mit einem schwerwiegenden Cyberangriff konfrontiert, der das Canvas-System der Hochschule lahmgelegt hat. Verantwortlich für diesen Angriff ist die Hackergruppe ShinyHunters, die in der Vergangenheit bereits durch großangelegte Datenlecks auf sich aufmerksam gemacht hat. Die Gruppe hat die Universität erpresst und droht, sensible Daten zu veröffentlichen, sollte kein Lösegeld gezahlt werden.
Der Angriff erfolgte zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Prüfungsphase gerade begonnen hat. Studierende und Lehrkräfte sind gleichermaßen betroffen, da der Zugang zu wichtigen Lehrmaterialien und Prüfungsunterlagen unterbrochen ist. Die Hacker fordern, dass die betroffenen Universitäten bis zum 12. Mai Kontakt aufnehmen, um eine Veröffentlichung der Daten zu verhindern.
ShinyHunters hat bereits in der Vergangenheit Instructure, das Unternehmen hinter Canvas, ins Visier genommen. Die Hacker behaupten, dass Instructure nicht alle Sicherheitslücken geschlossen habe, was zu diesem erneuten Angriff führte. Die Universität von Pennsylvania arbeitet derzeit eng mit Instructure und den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Vorfall zu untersuchen und den Zugang zu Canvas schnellstmöglich wiederherzustellen.
Der Vorfall hat nicht nur Auswirkungen auf Penn, sondern auch auf zahlreiche andere Institutionen, die Canvas nutzen. ShinyHunters hat eine Liste von fast 9.000 betroffenen Einrichtungen veröffentlicht, darunter alle acht Ivy-League-Universitäten. Die gestohlenen Daten umfassen E-Mails, Namen, Penn-ID-Nummern und Kursanmeldungen von über 300.000 Penn-Angehörigen.
Dieser Angriff ist nicht der erste seiner Art. Bereits im Herbst 2025 hatte ShinyHunters die Universität von Pennsylvania ins Visier genommen und tausende interne Dokumente veröffentlicht. Damals hatte die Universität ein Lösegeld von einer Million Dollar nicht gezahlt, was zu weiteren Datenveröffentlichungen führte. Die aktuelle Situation verdeutlicht die anhaltende Bedrohung durch Cyberkriminalität und die Notwendigkeit, die Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich zu verbessern.
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