LAS VEGAS / LONDON (IT BOLTWISE) – TensorWave, ein Cloud-Startup aus Las Vegas, hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über 350 Millionen US-Dollar abgeschlossen und setzt dabei bewusst auf AMD-Hardware statt NVIDIA-GPUs. Die Begründung: Die Abhängigkeit vom marktbeherrschenden Anbieter bremse Wettbewerb und Optionen für Unternehmen, gerade wenn Engpässe bei Leistung, Stromversorgung und Speicher dramatisch werden. Technisch treibt das Startup die Nutzbarkeit von AMDs ROCm-Software voran, um Inferenz-Workloads „plug-and-play“ betreiben zu können. Damit will TensorWave seine Rechenzentren schnell skalieren und mittelfristig eine Kapazität von bis zu 2 Gigawatt aufbauen.

TensorWave macht in einer Phase Druck, in der viele KI-Teams faktisch nur eine Rechnung kennen: NVIDIA-GPUs. Das 28-jährige Startup, das Rechenleistung als Service bereitstellt, hat seine Series-B-Runde abgeschlossen und dabei 350 Millionen US-Dollar eingesammelt, angeführt von AMD und dem Hedgefonds Magnetar Capital. Die Bewertung nach der Platzierung liegt bei 1,55 Milliarden US-Dollar – fast eine Vervierfachung gegenüber der vorherigen Runde vor etwa einem Jahr. Statt auf NVIDIA zu setzen, nutzt das Unternehmen ausschließlich Hardware und Software von Advanced Micro Devices. Damit positioniert sich TensorWave als Gegenentwurf zu einer Situation, in der Lieferketten, Ökosysteme und Programmierschnittstellen stark von einem Anbieter geprägt sind.
Der Kern der Strategie ist nicht nur „anderer Chip“, sondern ein kontrollierbarer Betriebs-Stack für das, was in der Praxis inzwischen den Löwenanteil an KI-Auslastung ausmacht: Inferenz. Trainingsläufe sind teuer und ressourcenintensiv, doch für viele Produkte entscheidet die Reaktionszeit im laufenden Betrieb – etwa bei Chatbots, Suchanwendungen oder Assistenzsystemen in Unternehmen. TensorWave betreibt bereits drei Rechenzentren in Pennsylvania, Arizona und Florida, in denen es rund 10.000 GPUs einsetzt. Die verfügbare Rechenleistung entspricht dabei 14 Megawatt elektrischer Kapazität. Operativ verläuft der Aufbau über angemietete Rechenzentrumsflächen (Shells), die mit AMD-gestalteten Systemen gefüllt werden.
Technisch spannend ist, dass TensorWave die Umstellung auf den Softwarepfad von AMD aktiv mit gestaltet. Im Zentrum steht ROCm, AMDs Plattform für GPU-Beschleunigung und Programmierschnittstellen. In der Vergangenheit wurde ROCm teils als fehleranfällig und schwerer zu handhaben beschrieben als NVIDIAs etabliertes CUDA-Ökosystem. Genau diese Reibung versucht TensorWave zu reduzieren, indem es in Zusammenarbeit mit AMD an Stabilität und Nutzerfreundlichkeit arbeitet. Aus Unternehmenssicht ist das Ziel erreicht: Inferenz-Workloads sollen heute weitgehend „plug-and-play“ laufen. Für Unternehmen bedeutet das einen deutlich geringeren Migrationsaufwand, wenn bestehende Pipelines, Frameworks und Betriebssystem-Setups auf einen heterogenen GPU-Fuhrpark umgestellt werden müssen.
Am Markt ist das Timing scharf: Der KI-Boom hat Engpässe verschärft – nicht nur bei GPUs selbst, sondern entlang der gesamten Infrastrukturkette. Besonders kritisch wirken laut Branchenrealität Bottlenecks bei Strombereitstellung, Speicherbausteinen und teilweise auch bei Lieferzeiten für Komponenten der Energie- und Kühltechnik. In diesem Umfeld wird die Frage nach Lieferanten-Sicherheit zu einer strategischen Risikoentscheidung. TensorWave adressiert das, indem es laut eigenen Angaben Mietverträge für insgesamt 500 Megawatt Kapazität abgeschlossen hat, ein Großteil davon jedoch in Rechenzentren, die noch im Aufbau sind. Innerhalb des kommenden Jahres peilt das Startup an, insgesamt auf bis zu 2 Gigawatt zu skalieren – flankiert durch Investitionen in Generatoren, Chiller, kritische Stromversorgung und Transformatoren.
Wettbewerb kommt dabei nicht nur von NVIDIA selbst, sondern auch von alternativen Infrastruktur-Anbietern. Branchenbeobachter nennen als Gegenpole beispielsweise Cerebras, das großformatige Chips („Platter“-Designs) für schnelles Modell-Running in den Fokus rückt, Majestic Labs AI mit seinem Schwerpunkt auf sehr viel Speicher pro Chip sowie Decart, dessen Software die Umschaltung zwischen Rechen- und Beschleunigungstechnologien erleichtern soll. TensorWaves Ansatz ist allerdings stärker „betrieblich“: Es liefert ein nutzbares Rechenzentrums-Produkt auf Basis eines konsistenten AMD-Stacks. Magnetars Präsident Ross Laser bringt den Punkt auf den Kern: Es gebe einen dringenden Bedarf für Anbieter, die mit hoher Geschwindigkeit liefern, ohne Zuverlässigkeit zu opfern. Damit wirkt TensorWave wie ein Betreiber mit Industrie-Fokus, nicht wie ein reines Chip-Experiment.
Aus Expertensicht ist dabei entscheidend, wie gut AMDs Hardware für Inferenz tatsächlich performt und wie schnell sich Kunden aus dem Trainings-Optimierungsmodus in den Inferenzbetrieb bewegen können. Das Analysehaus SemiAnalysis hat die Instinct-Serie von AMD als eine der besten Plattformen für das Inferenz-„Inferencing“ eingeordnet. AMD vermarktet seine GPUs dabei besonders stark für Workloads, die vor allem Laufzeit, Speicherzugriffe und Durchsatz im Antwortbetrieb optimieren. Für Unternehmen ist das mehr als ein Benchmark: Wenn sich Inferenzkosten und -latenzen über Monate hinweg zuverlässig optimieren lassen, sinken Betriebskosten und es entsteht Planbarkeit. Genau hier kann der Wettbewerb über „Economies of Reliability“ entstehen, nicht nur über theoretische Spitzenleistung.
Bei aller Wachstumsdynamik dürfen jedoch Sicherheits- und Regulierungsaspekte nicht zweitrangig bleiben. Wer KI-Infrastruktur einkauft, entscheidet indirekt mit über Datenflüsse, Zugriffskontrollen und die Angriffsfläche des Betriebs. Inferenz-Services ziehen oft personenbezogene oder geschäftskritische Daten an – von Support-Tickets bis zu internen Dokumenten. Ein verlässlicher Betrieb erfordert deshalb robuste Identity- und Access-Mechanismen, nachvollziehbares Logging, verschlüsselte Datenbewegung und eine klare Trennung von Mandanten. Gerade im Kontext eines heterogenen Hardware-Setups kann es außerdem wichtig sein, dass Treiber- und Laufzeitkomponenten regelmäßig geprüft und gegen bekannte Schwachstellen gepatcht werden. Auch wenn die Meldung primär über Chips spricht, hängt der Enterprise-Erfolg stets daran, dass Sicherheitsprozesse skalieren.
Für die Zukunft deutet TensorWave mehrere Entwicklungsrichtungen an: Erstens wird der Rechenzentrumsaufbau zunehmend in „Kapazitätsprodukte“ überführt, in denen elektrische Leistung, Kühlung und Stromversorgung so geplant werden wie die GPU selbst. Zweitens dürfte der Wettbewerb zwischen CUDA- und ROCm-Ökosystemen enger werden, wenn mehr Anbieter wie TensorWave den Betriebsnutzen nachweisen. Drittens könnten sich Entwicklerteams stärker darauf einstellen müssen, KI-Workloads portabler zu machen – beispielsweise durch Abstraktionsschichten in Frameworks und bessere Inferenz-Optimierung. Wenn die geplanten 2 Gigawatt Realität werden, entsteht ein echter Druck auf Lieferketten und Preisstrukturen. Kurzfristig profitieren vor allem Kunden, die bereits Alternativen evaluieren wollen; langfristig entscheidet sich, ob sich ein breiterer Hardware-Wettbewerb auch auf Betriebssicherheit und Tooling ausweitet.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "TensorWave setzt bei KI-Rechenzentren auf AMD statt NVIDIA" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "TensorWave setzt bei KI-Rechenzentren auf AMD statt NVIDIA" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »TensorWave setzt bei KI-Rechenzentren auf AMD statt NVIDIA« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!