NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Ripple gewann gegen die US-Börsenaufsicht SEC nicht nur mit juristischer Argumentation, sondern auch dank Aussagen zahlreicher XRP-Holder. John Deaton, der fast 4.000 Anleger als „friend of the court“ unterstützte, beschreibt, wie die Aussagen in das Urteil von Richterin Analisa Torres eingeflossen sind. Während die Firma schon 2024 eine Strafe von 125 Millionen US-Dollar akzeptierte, ist das Verfahren erst 2025 mit dem Verzicht auf Berufungen formell beendet worden. Der Fall liefert zudem einen Bezugspunkt für die heutige Diskussion über Regulierung von Krypto-Marktplattformen in den USA.

Der Ripple-SEC-Streit ist juristisch abgeschlossen, wirkt aber politisch und marktseitig weiter nach. Wie John Deaton schildert, war für den Ausgang des Verfahrens ein scheinbar unspektakulärer Faktor entscheidend: fast 4.000 XRP-Inhaber hätten dem Gericht ihre Sicht übermittelt und damit die Argumentationsbasis verbreitert. Deaton trat dabei als Vertreter dieser Holder im Sinne eines „amicus curiae“ auf und macht geltend, das Gericht habe sich in der abschließenden Begründung auf genau diese Belege gestützt. Damit verschiebt sich der Fokus vom reinen Gesetzes- und Test-Framework hin zur Frage, wie Gerichte tatsächliche Marktverläufe und Anlegerrollen bewerten.
Technisch-juristisch wird der Kern oft über den sogenannten Howey-Test diskutiert, der seit 1946 aus einem US-Entscheidungsfall über Florida-Orangenhaine stammt. Deaton ordnet XRP dabei als „Computer Code“ ein: Code sei für sich genommen keine Sicherheit, auch wenn er in der Praxis wie eine Finanzanlage gehandelt werden könne. Diese Gegenüberstellung zielt auf die zweite Ebene des Howey-Tests: Entscheidend ist, ob Käufer einer Erwartung aus einem „Investment Contract“ folgen, also ob der Vertrieb so strukturiert ist, dass der wirtschaftliche Gehalt die Bewertung als Wertpapier nahelegt. Torres soll diesen Ansatz auf XRP übertragen haben.
Im Urteil, datiert auf den 13. Juli 2023, trennte Richterin Analisa Torres laut Deatons Darstellung die Token-Eigenschaft von der Vertriebsstruktur. XRP selbst wurde nicht als Sicherheit eingeordnet. Gleichzeitig hatte Ripple nach dieser Logik gegen Wertpapierrecht verstoßen, weil laut Fallbezug 728,9 Millionen US-Dollar an direkten Verkäufen an Institutionen unter das Regime fielen. Verkäufe an Alltagskäufer über Börsen spielten hingegen eine andere Rolle. Juristisch ist das eine feine, aber wirkmächtige Differenz: Es sagt weniger über das Asset als Ganzes aus, mehr über die konkrete Vermarktungs- und Käuferstruktur.
Diese Differenzierung passt in die historische Entwicklung der US-Krypto-Rechtslage. In den vergangenen Jahren hat die SEC wiederholt Enforcement-Argumente auf den Howey-Test gestützt und dabei häufig auf die Vermarktung und die Rolle „unternehmerischer Erwartung“ abgestellt. Ripple war dabei einer der prominentesten Dauerbrenner: Der Prozess begann faktisch als Existenzfrage. Wie Deaton im Kontext beschreibt, hätte die Auseinandersetzung das Unternehmen fast „getötet“, weil Ripple Berichten zufolge lieber schließen wollte, als das Risiko eines langwierigen Gerichtsverfahrens weiter zu tragen. Die heutige Bedeutung liegt jedoch nicht in Jubelmeldungen, sondern darin, dass Gerichte damit messbarer entscheiden.
Marktseitig wird der Fall zudem durch den Zeitpunkt und die anschließende Gesetzgebungsdebatte verstärkt. Deatons Darstellung fällt in eine Phase, in der der US-Kongress über sogenannte Crypto-Market-Structure-Regeln nachdenkt. Konkret geht es darum, wie Handelsplätze, Intermediäre und Token-Handel rechtlich eingeordnet werden. Für Unternehmen mit Krypto-nahem Geschäft ist das relevant, weil es die Pfadabhängigkeit von bestehenden Compliance-Programmen verändert: Wer Token-Listings betreibt, braucht klare Kriterien dafür, wann Vertrieb als Wertpapierangebot gilt. In diesem Spannungsfeld wirkt das Ripple-Urteil als Referenz, während andere große Akteure wie Coinbase typischerweise versuchen, ihre Marktregeln eng an den jeweils dominierenden Auslegungen auszurichten.
Für die technische Umsetzung von Compliance in Enterprises ist der „Holder-Faktor“ besonders interessant. Wenn Gerichte tatsächlich Dutzende oder sogar gezielt einzelne Exponate bevorzugt zitieren, verschiebt sich die Aufmerksamkeit von reinen Werbeaussagen hin zu dokumentierter Wahrnehmung im Markt: Welche Nutzungs- und Investitionsmotive werden von Käufern tatsächlich belegt? Für Legal- und Risiko-Teams heißt das, dass Dokumentationsqualität gewinnt. Praktisch bedeutet es, dass Amicus- oder ähnliche Belege, aber auch intern geführte Vertriebsannahmen und Produktkommunikation so aufgebaut werden müssen, dass sie im Streitfall vor Gericht reproduzierbar sind. Gleichzeitig müssen Datenschutz und Einwilligungsfragen sauber adressiert werden, damit Aussagen rechtskonform erhoben wurden.
Der Ausblick für Entwickler und Betreiber liegt damit weniger in der Token-Preisbewegung als in der Frage, wie sich aus Urteilen ein wiederverwendbares Compliance-Modell ableiten lässt. XRP handelte zum Zeitpunkt der Berichterstattung nahe 1,08 US-Dollar und lag innerhalb eines Tages um rund 3% niedriger. Das ist kurzfristig relevant, erklärt aber nicht den strategischen Effekt. Entscheidend ist, dass das Verfahren mit dem Verzicht beider Seiten auf Berufungen im August 2025 formell beendet wurde. Solche Abschlussdaten helfen wiederum, interne Risikobudgets neu zu verteilen, weil Rechtsunsicherheiten seltener als „Dauerlast“ bestehen bleiben. Unternehmen können dann konkreter in Überwachung, Listing-Policies und Governance investieren.
In Summe zeigt der Fall ein Muster, das auch für andere Krypto-Assets und Plattformen bedeutsam sein dürfte: Gerichte gewichten nicht nur juristische Tests, sondern auch die tatsächliche Wirkung von Vertriebswegen auf Käuferentscheidungen. Deatons Kernaussage bleibt dabei simpel, aber stark: Wenn XRP als reiner Code verstanden wird, kann es als Sicherheit nur dann qualifiziert werden, wenn die Vermarktung und der Vertrieb die Howey-Logik erfüllen. Für die nächste Regulierungsrunde in den USA heißt das, dass rechtliche Modelle zunehmend mit empirischen Marktbelegen verknüpft werden könnten. Genau hier liegt die Chance für die Branche: Wer Compliance nicht als reines Dokumentenarchiv betrachtet, sondern als beweisfähige Systematik, erhöht seine Belastbarkeit gegenüber künftigen Verfahren.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Rund 4.000 XRP-Holder als Hebel: Deaton erklärt Ripple-SEC-Sieg vor Gericht" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Rund 4.000 XRP-Holder als Hebel: Deaton erklärt Ripple-SEC-Sieg vor Gericht" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Rund 4.000 XRP-Holder als Hebel: Deaton erklärt Ripple-SEC-Sieg vor Gericht« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!