HOHENFELS / LONDON (IT BOLTWISE) – Quantum Systems hat in Hohenfels ein unbemanntes Aufklärungssystem namens Reliant gezeigt, das in einem Einsatz mehr als zehn Stunden am Stück überwachen können soll. Das senkrecht startende Drohnensystem lässt sich von mehreren Plattformen aus starten, darunter Dächer, Fahrzeuge und Schiffe. Besonders betont wird die bordeigene KI, die auch bei Verbindungsabbrüchen weiter Daten erfassen und für die Auswertung bereitstellen soll. Damit verschiebt sich das Augenmerk in der Aufklärung weg von reiner Flugzeit hin zu belastbarer Erfassung unter Funkbedingungen.

Auf einem Truppenübungsplatz bei Hohenfels wurde ein Drohnensystem präsentiert, das im Kern für lange, ununterbrochene Beobachtung im Konfliktfall ausgelegt ist. Quantum Systems beschreibt Reliant als unbemanntes Aufklärungswerkzeug, das große Bereiche über längere Zeiträume überwachen und die gewonnenen Informationen schnell verfügbar machen soll. Der praktische Anspruch lautet dabei nicht nur „durch die Luft“, sondern auch „durch den Einsatzbetrieb“: Der Hersteller setzt offenbar darauf, dass sich der logistische und operative Aufwand niedrig hält, wenn Aufklärung über Stunden hinweg laufen soll.
Technisch auffällig ist die Kombination aus Flugprofil und Startoptionen. Das System startet senkrecht und kann laut der Vorführung nicht nur aus einem üblichen Startbereich, sondern auch von Dächern, Fahrzeugen oder Schiffen sowie in unwegsamem Gelände aus gestartet werden. Genau diese Flexibilität ist in der operativen Realität relevant, weil sichere Start- und Landezonen selten ideal sind. Für die Einsatzplanung bedeutet das: Statt einer fest vorbereiteten Infrastruktur kann die Mission eher an die verfügbaren Plattformen angepasst werden, während gleichzeitig die Verweildauer im Zielgebiet im Vordergrund steht.
Die längere Durchhaltezeit wird in der Meldung konkretisiert: Reliant soll mehr als zehn Stunden kontinuierlich im Einsatz sein können. Für viele Aufklärungsmissionen ist das ein anderes „Zeitregime“ als bei Systemen, die eher für kurzfristige Blickwinkel oder wiederkehrende kurze Ausfahrten optimiert sind. Längerer Betrieb wirkt sich typischerweise auf mehrere Faktoren aus, etwa auf die Taktung von Datenaufnahme und -übertragung, auf die Wartungsfenster sowie auf die Art, wie Zieländerungen überhaupt erst sichtbar werden. Je länger ein System im Feld bleibt, desto eher lassen sich Veränderungen im Raum beobachten, statt nur Momentaufnahmen zu erhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der bordeigenen KI, die nach Angaben des Herstellers auch dann weiter Informationen erfassen soll, wenn die Verbindung zeitweise abbricht. Dieser Punkt berührt direkt die Robustheit der Datenkette: Wenn Funkstrecken instabil sind oder aus Sicht des Gegners unterbrochen werden, wird ein reines „Send-and-hope“-Prinzip schnell zum Engpass. Bordseitige KI kann in so einem Szenario Aufgaben übernehmen, die normalerweise eine stabile Übertragung erfordern, etwa indem sie Relevanz entscheidet, Ereignisse vorselektiert oder zumindest fortlaufend Daten für späteres Nachladen vorbereitet. Für den Betreiber zählt dabei vor allem, dass die Mission nicht sofort „stehenbleibt“, nur weil die Kommunikation kurz aussetzt.
Industrieseitig ordnet sich Quantum Systems in ein breiteres Ökosystem ein: Das Unternehmen gehört zur Drohnenallianz EU-Ukraine der Europäischen Kommission. Ziel dieser Initiative ist es, die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen beim Entwickeln und beim Einsatz von Drohnen sowie von Systemen zur Drohnenabwehr zu stärken. Gerade bei solchen Allianzen geht es häufig darum, Technologien schneller zu bündeln und Schnittstellen zu standardisieren, damit Fähigkeiten aus verschiedenen Quellen in gemeinsamen Einsatzszenarien nutzbar werden. In der Praxis heißt das: Nicht jede Einheit muss alles neu erfinden, sondern viele Komponenten können aufeinander abgestimmt werden, während die operative Lernkurve aus realen Anforderungen entsteht.
Dass Quantum Systems hier insbesondere im Kontext des Ukraine-Kriegs bekannt geworden ist, unterstreicht den Hintergrund, vor dem solche Systeme bewertet werden. Wenn Drohnen in einem dynamischen Abwehrkrieg eingesetzt werden, werden Eigenschaften wie Ausdauer, Startflexibilität und Datenverfügbarkeit unter Funkstress besonders schnell „im Feld“ getestet. Für europäische Anwender bedeutet das gleichzeitig, dass Beschaffung und Integration nicht bei der reinen Luftplattform enden, sondern bei der Gesamtkette aus Sensorik, KI-Workflow, Funkmanagement und der Fähigkeit zur sicheren Weiterverarbeitung. Unternehmen und Forschungsteams, die in KI-gestützte Auswertung, Edge-Computing und Missionsplanung investieren, profitieren damit indirekt von der Nachfrage nach robusten Betriebsmodellen.
Für die weitere Entwicklung wird entscheidend sein, wie genau „schnell verfügbar“ in der Praxis umgesetzt wird. Das reicht von der Frage, welche Datenformate im Bordbetrieb erzeugt werden, bis zu der Frage, wie die Übergabe an nachgelagerte Systeme abläuft, sobald die Verbindung wieder stabiler wird. Auch die Wechselwirkung zwischen kontinuierlicher Überwachung und KI-basierter Selektion ist zentral: Je mehr Zeit das System am Stück erfasst, desto wichtiger ist es, dass die KI aus der Datenflut handlungsrelevante Ereignisse herausarbeitet. Damit wird Reliant nicht nur an der Flugzeit gemessen, sondern an der Qualität der Informationslage, die am Ende bei den Entscheiderinnen und Entscheiden ankommt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Quantum Systems Reliant: Drohne soll bis zu zehn Stunden überwachen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Quantum Systems Reliant: Drohne soll bis zu zehn Stunden überwachen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Quantum Systems Reliant: Drohne soll bis zu zehn Stunden überwachen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!