ULM / KARLSRUHE / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine gemeinsame Auswertung von Universitätsklinikum Ulm und UNICEF zeigt, dass in Deutschland nur noch 30,9 Prozent „einen Klaps auf den Hintern“ für vertretbar halten. Im Vergleich zu 2016 (44,7 Prozent) ist das ein deutlicher Rückgang. Gleichzeitig warnen Fachleute: Körperliche Strafen sind nicht nur ein kurzfristiges Problem, sondern können psychische und kognitive Risiken nach sich ziehen. Parallel verschärfen sich Belastungen durch Vernachlässigung, schulische Vorfälle und knappe Therapieplätze.

Klaps in der Erziehung: Akzeptanz sinkt auf 30,9 Prozent – Folgen bleiben gravierend
Klaps in der Erziehung: Akzeptanz sinkt auf 30,9 Prozent – Folgen bleiben gravierend (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die gesellschaftliche Einstellung zur körperlichen Bestrafung verändert sich – aber die Realität im Alltag bleibt komplex. Eine Studie des Universitätsklinikums Ulm (UKU) gemeinsam mit UNICEF kommt zu dem Ergebnis, dass nur noch 30,9 Prozent der Deutschen „einen Klaps auf den Hintern“ für vertretbar halten. Noch 2016 lag dieser Wert bei 44,7 Prozent. Befragt wurden 2.530 Personen zwischen Oktober 2024 und Februar 2025. Damit wird nicht nur eine Normverschiebung sichtbar, sondern auch eine Lücke zwischen allgemeiner Zustimmung und dem, was in der Kinderschutz- und Fachdebatte seit Jahren betont wird: Schon Gesten, die als „leicht“ oder „erzieherisch“ eingeordnet werden, können für Kinder beschämend und vertrauensschädigend wirken.

Besonders relevant ist dabei, wie Fachleute den Begriff „Klaps“ einordnen. Der Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert beschreibt körperliche Bestrafung bereits als demütigende Geste, die das Vertrauensverhältnis nachhaltig stören kann. Diese Perspektive passt zur Logik vieler psychologischer Modelle: Kinder lernen nicht nur Verhalten „durch Konsequenzen“, sondern stabilisieren Sicherheit über verlässliche Bindung. Wenn Strafe mit Machtgefällen und körperlicher Komponente verknüpft wird, verschiebt sich der Fokus von Selbststeuerung hin zu Angst- und Abwehrmechanismen. Aus dieser Sicht ist der Rückgang der Akzeptanz zwar ein gutes Signal für den Wertewandel, entbindet aber nicht von der Aufgabe, Eltern und Bezugspersonen Alternativen zur Verhaltenssteuerung nahe zu bringen.

Der Artikel verknüpft die Einstellungsdaten deshalb konsequent mit möglichen Langzeitfolgen. Schäden beschränken sich demnach nicht auf den Moment der Bestrafung, sondern stehen im Verdacht, im späteren Erwachsenenalter mit psychischen Erkrankungen zusammenzuhängen. Auch die kognitive Leistungsfähigkeit soll leiden: Betroffene Kinder entwickeln sich intellektuell schlechter. In der Argumentation taucht zudem ein weiterer Aspekt auf, der in öffentlichen Debatten oft weniger emotional aufgeladen wirkt, aber ähnlich folgenreich sein kann: Vernachlässigung. Experten ordnen sie als Bedrohung der emotionalen Sicherheit ein. Sogar bewusstes Schweigen einer Bezugsperson kann Stressreaktionen auslösen, die in ihrer Wirkung Aggressionen ähneln – ein Hinweis darauf, dass nicht nur „sichtbare“ Gewalt zählt, sondern auch subtile Formen emotionaler Entkopplung.

Wie unterschiedlich gesellschaftliche Rahmenbedingungen solche Risiken verstärken oder abmildern, zeigt der schulische Kontext. Aus Karlsruhe wird ein Fall beschrieben, bei dem Grundschüler im Sommer 2026 gemeinsam die Exkremente eines Mitschülers beseitigen mussten. Pädagogik-Experten und der Landesschülerbeirat kritisierten dies als unzulässige Kollektivbestrafung. Solche Maßnahmen wirken oft wie „praktische Erziehung“, sind aus fachlicher Sicht jedoch eine Form von gruppenbezogenem Druck, der Scham erzeugt und Verantwortlichkeit entkoppelt. Daneben steigt laut Darstellung auch die Zahl rechtsextremer Vorfälle an Schulen: 2023 wurden 38 gemeldete Fälle verzeichnet, 2025 waren es 70. In der Einordnung wird das als Strategie zur Aufweichung gesellschaftlicher Tabus beschrieben – und als zusätzliche Belastung für das soziale Gefüge in Bildungseinrichtungen. Für Kinder bedeutet ein solches Umfeld nicht nur einzelne Ereignisse, sondern chronischen Anpassungsdruck.

Damit rückt auch die Frage in den Vordergrund, ob die Versorgungssysteme Schritt halten. Die psychische Versorgung von Kindern und Jugendlichen bleibt angespannt; zugleich wird ein konkretes Reformsignal aus dem Gesundheitswesen erwähnt: Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz vom Juli 2026 sorgt für Kritik, weil die Deckelung der extrabudgetären Vergütung und der Wegfall von Mindesthonoraren bis zu 30 Prozent der Therapieplätze gefährden könnten. Bereits heute lägen die Wartezeiten bei über 100 Tagen. Das ist nicht nur ein organisatorisches Problem, sondern wirkt wie ein Verstärker für Risiken, die sich bei anhaltendem Stress ohnehin auf Konzentration und Denkprozesse auswirken können. Der Hinweis, dass andere Länder stärker auf dezentrale Zentren für psychische Gesundheit setzen (Tschechien mit 100 geplanten Einrichtungen, 52 bereits in Betrieb), macht deutlich: Ausbaupläne scheitern in der Praxis häufig nicht an Ideen, sondern an Fachkräftemangel und Finanzierungslücken.

Unabhängig davon, ob es um den Übergang von Kindern zu Jugendlichen oder um das weitere Lebensalter geht, zieht der Text eine Linie zu Alltagsinterventionen und dem Umgang mit Belastung. Chronische Stressoren können langfristig die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen; entsprechend werden Methoden zur Stärkung der mentalen Ausdauer als relevant dargestellt. Gleichzeitig wird das Thema „Erziehung und Entwicklung“ über den Schulbereich hinaus erweitert: Auch beim Berufsstart sieht die Darstellung strukturelle Probleme. Eine Bertelsmann-Studie aus 2026 nennt, dass trotz Hochschulreife viele Gymnasiasten eine Ausbildung in Betracht ziehen, während zugleich unbesetzte Ausbildungsplätze (54.400) einer größeren Zahl von Bewerbern ohne passenden Platz (84.000) gegenüberstehen. Der Bildungsforscher Stefan Wolter mahnt, praktische Berufsperspektiven früh zu fördern, um Frustrationserfahrungen beim Übergang in den Arbeitsmarkt zu vermeiden. In der Summe entsteht ein konsistentes Bild: Nicht nur Strafen, sondern auch fehlende Unterstützungssysteme und unsichere Übergänge können Entwicklungsverläufe spürbar beeinflussen.

Für Unternehmen und Verantwortungsträger ist die wichtigste Konsequenz weniger ein moralischer Appell als eine praktische Ableitung. Dort, wo Kinder psychische Hilfe, stabile Betreuung oder pädagogisch saubere Prozesse brauchen, verschieben sich Ziele und Kennzahlen: Wartezeiten, Kapazitäten und die Qualität der Interventionen werden zu Leistungsparametern, nicht zu Nebenbedingungen. Gleichzeitig zeigt der internationale Vergleich, dass Wertewandel messbar sein kann: In den USA sank die Rate körperlicher Bestrafung von 50 Prozent (1993) auf 35 Prozent (2017), wie in JAMA Pediatrics berichtet. Diese Entwicklung spricht dafür, dass Prävention über Zeit wirken kann. Entscheidend bleibt jedoch, die Lücke zwischen Einstellung und Praxis zu schließen – etwa durch Programme zur gewaltfreien Erziehung, durch klare Leitlinien in Schulen und durch ausreichend finanzierte Therapieangebote. Am Ende profitieren davon nicht nur Kinder und Familien, sondern auch das Bildungssystem, das sonst die Folgen von Stress und Überforderung dauerhaft mittragen muss.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik intelligenter Schreibtisch Roboter | für Kinder & Erwachsene, mit Emotionen Interaktionen und Animationen, Spielzeug Unterhaltung Begleiter Haustier Persönlicher Assistent, für mehr Spaß
1.501 Bewertungen
Eilik intelligenter Schreibtisch Roboter | für Kinder & Erwachsene, mit Emotionen Interaktionen und Animationen, Spielzeug Unterhaltung Begleiter Haustier Persönlicher Assistent, für mehr Spaß
  • NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Klaps in der Erziehung: Akzeptanz sinkt auf 30,9 Prozent – Folgen bleiben gravierend - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Klaps in der Erziehung: Akzeptanz sinkt auf 30,9 Prozent – Folgen bleiben gravierend".
Stichwörter AI Akzeptanz Artificial Intelligence Gewalt KI Kindererziehung Kognition Künstliche Intelligenz Prävention Psychische Gesundheit Schulbildung Stress Studie Therapie Unicef Universitätsklinikum Veranlagung Wartezeiten
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Galaxy Z Fold 8 für 599,99 US-Dollar: Deal mit Trade-in und PayPal-Code


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Klaps in der Erziehung: Akzeptanz sinkt auf 30,9 Prozent – Folgen bleiben gravierend" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Klaps in der Erziehung: Akzeptanz sinkt auf 30,9 Prozent – Folgen bleiben gravierend" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Klaps in der Erziehung: Akzeptanz sinkt auf 30,9 Prozent – Folgen bleiben gravierend« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    3.321 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs