LONDON (IT BOLTWISE) – Trotz der Probleme um den Hedgefonds von Leopold Aschenbrenner bleiben über 5.000 Anleger in einer von deren öffentlichen Aktienbeständen abgeleiteten Strategie investiert. Die Plattform Autopilot setzte laut Angaben ihres CEOs auf eine Portfolio-Kopie ohne Hebel und ohne Short-Positionen, wodurch das Risikoprofil gegenüber klassischen Hedgefonds spürbar anders ausfällt. Von der Aschenbrenner-Strategie flossen zwischen dem Start im März und Anfang der Vorwoche rund 32 Millionen US-Dollar hinein, wobei etwa 3 bis 5 Millionen US-Dollar abgezogen wurden. Das verbleibende Volumen von rund 28 Millionen US-Dollar hängt damit weiterhin stark an der nächsten Veröffentlichung der 13F-Daten.

Die Schlagzeilen um den Hedgefonds von Leopold Aschenbrenner haben vor allem eines gezeigt: Sobald ein bekannter Investor öffentlich in bestimmte Aktien geht, können sich daraus sehr schnell Nachahmerströme entwickeln. Selbst nachdem es bei Aschenbrenners Fonds zu einer starken Marktspannung kam, die als „nahezu implodiert“ beschrieben wird, verweigert eine große Gruppe von Anlegern das Aussteigen nicht. Laut Angaben des Autopilot-CEO Brian Schardt hält eine Community von mehr als 5.000 Investoren weiterhin ein Portfolio, das Aschenbrenners öffentlich offengelegte Bestände spiegelt. Entscheidend ist dabei nicht nur das Anlegerverhalten, sondern auch die technische Ausgestaltung: Autopilot setzt auf eine Nachbildung, die nach eigenen Angaben ohne Hebel und ohne Short-Positionen arbeitet.
Autopilot adressiert genau dieses „Autopilot“-Bedürfnis: Anleger können in Strategien investieren, deren Zusammensetzung aus öffentlich verfügbaren Wertpapierinformationen abgeleitet wird. Im Fall der Aschenbrenner-Strategie sollen zwischen dem Start im März und Anfang der Vorwoche etwa 32 Millionen US-Dollar in die Strategie geflossen sein. Gleichzeitig wurden Schardts Aussagen zufolge zwischenzeitlich rund 3 bis 5 Millionen US-Dollar Kapital abgezogen, während rund 28 Millionen US-Dollar bei den genannten mehr als 5.000 Investoren verblieben. Ein zentraler Punkt für das Risikoverständnis: Die Plattform aktualisiert die Portfolios nur, wenn neue Informationen vorliegen, und sie versucht nicht, kurzfristige Marktbewegungen mit häufigen Trades zu handeln, sondern übersetzt Offenlegungen in eine replizierte Exponierung.
Technisch betrachtet entsteht die Portfoliologik aus der Kombination zweier Bausteine: Erstens werden die veröffentlichten Aktienbestände als Basis genommen, zweitens wird die daraus resultierende „Stock Exposure“ mithilfe von Call-Optionen geschätzt. Die entscheidende Sicherheitsstufe gegenüber klassischen Hedgefonds ist dabei der Verzicht auf Leverage, also auf das künstliche Erhöhen der Positionsgröße über Fremdfinanzierung oder komplexe Strukturierungen. In der Darstellung von Schardt wird genau dieses Merkmal als Unterschied herausgestellt: „Ours is not leveraged“ bedeutet für Anleger im Kern, dass das Portfolio nicht dieselbe Art von Risiko nimmt, die einen Fonds wie Situational Awareness offenbar stark unter Druck gesetzt hat. Dass das die Performance-Trajektorie beeinflusst, sieht man an den genannten Bewegungen: Die Autopilot-Strategie war nach eigenen Angaben von ihrem Tiefpunkt weg um 35% gestiegen, während sie im Juli noch einmal deutlich unter Druck stand, aber weniger stark als das angesprochene Vorbild.
Der Markt macht den Kontext für solche Kopierstrategien allerdings besonders anspruchsvoll. Im Juli traf die von vielen KI-nahe Infrastrukturwerten geprägte Portfoliostruktur laut Angaben besonders stark auf Volatilität, die auch durch Nervosität an asiatischen Märkten befeuert wurde. Selbst große Cloud-Anbieter gerieten zeitweise unter Abgabedruck, weil Investoren ihre Erwartungen an das Tempo und die Höhe der KI-Ausgaben neu bewerteten. In diesem Umfeld wurden Aschenbrenners Probleme publik: Nach mehreren Wochen mit starken Verlusten und Margin Calls von Bankpartnern musste er Teile seiner öffentlich gehandelten Bestände verkaufen – und zwar mit einem Abschlag, der in der Berichterstattung mit 10% zum Verkaufspreis beziffert wird. Für Kopierer ist genau diese Phase doppelt relevant: Wer die Positionen hält, sieht später häufig eine Gegenbewegung, wenn andere Marktteilnehmer die Preisrelationen neu einordnen.
Für den konkreten Autopilot-Portfoliostapel werden dabei 14 Aktien genannt, wobei der größte Block mit etwa 30% auf neocloud Nebius entfallen soll; weitere zentrale Positionen sind unter anderem Coreweave und Bloom Energy, jeweils mit rund 12% Gewicht. Der Rest verteilt sich auf ähnliche KI-Infrastrukturwerte – also Unternehmen, die in der Wahrnehmung vieler Marktteilnehmer entweder Rechenzentrums- oder Hardware-nahen Nutzen stiften. Dass die gleichen Aktien nach einer bestimmten Nachricht wieder zulegten, erklärt sich aus der Mechanik des Vergleichsportfolios: Nachdem bekannt geworden war, dass Citadel das Portfolio gekauft hat, stiegen die genannten Titel im Kurs, was denjenigen half, die in der Autopilot-Variante investiert geblieben waren. Damit wird sichtbar, wie stark ein Copy-Ansatz von Liquidität, Marktstimmung und den Handlungszwängen des Original-Investors abhängen kann, auch wenn das Kopiermodell selbst keine Hebel einsetzt.
Ein weiterer Hebel für die weitere Verbreitung ist die Datenquelle hinter der Strategie. Autopilot folgt den Bewegungen in 13F-Reports, also den vierteljährlichen Offenlegungen vieler US-Aktienpositionen, die etwa 45 Tage nach Quartalsende veröffentlicht werden. Das bedeutet, dass Nachbildungen bei Aschenbrenner und beim Vergleichsbezug Situational Awareness nicht in Echtzeit entstehen, sondern in klaren Aktualitätsfenstern. Genau deshalb bleibt das Timing rund um die nächste Veröffentlichung so wichtig: Die nächste 13F-Freigabe wird in der Quelle für den 14. August genannt und dürfte absehbar erneut zu verstärkter Aufmerksamkeit führen. Wer solche Kopierprodukte einsetzt, sollte das als Teil des Operating-Modells verstehen: Die Strategie „lebt“ nicht vom täglichen Newsfeed, sondern von den Offenlegungstakten.
Für den praktischen Einsatz ist schließlich interessant, wie Autopilot mit dem Ende oder der Pause einer Vorlage umgeht. Schardts Aussagen zufolge plant die Plattform, die Kopie der Fondsstruktur fortzuführen, solange der zugrunde liegende Fonds weiter handelt. Für den Fall, dass der Fonds komplett geschlossen würde, arbeitet Autopilot jedoch fallweise und nicht nach einem festen Automatismus. Ein Beispiel: Der größte Fonds von Autopilot, der ein Tracker basierend auf den Aktiengeschäften von Representative Nancy Pelosi abbildet, soll nach deren früherer Pensionierung in einen allgemeinen Tracker für Politiker-Trades umgewandelt werden, weil dann die Handelsaktivitäten nicht mehr öffentlich einsehbar wären. Daneben deutet die Quelle auch an, dass künftig neue Marktzugänge entstehen könnten, etwa wenn weitere KI-Schwergewichte an die öffentlichen Märkte gehen und dadurch Investments indirekt über solche Offenlegungs- und Optionsmechaniken für Kopierer verfügbar würden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "5.000 Anleger kopieren weiter Aschenbrenners Trades – ohne Hebel" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "5.000 Anleger kopieren weiter Aschenbrenners Trades – ohne Hebel" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »5.000 Anleger kopieren weiter Aschenbrenners Trades – ohne Hebel« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!