LONDON (IT BOLTWISE) – Bitcoin startet in eine konfliktträchtige Phase: Die BIP-110-Aktivierung läuft bereits, doch die Miner-Unterstützung bleibt mit 2,53 Prozent weit unter der Schwelle von 55 Prozent. Parallel sorgt ein Coldcard-Hardware-Wallet-Fehler für gemeldete Verluste von rund 130 Millionen US-Dollar, ausgelöst durch eine geschwächte Zufallszahlengenerierung. Weitere Sicherheitsprobleme treffen zudem BTCPay-Server, wo Angreifer Lightning-Knoten vollständig leeren konnten. Trotz der Belastung zeigen US-Spot-Bitcoin-ETFs hohe Nettozuflüsse und stützen den Kurs.

Das Bitcoin-Ökosystem steht aktuell nicht nur wegen eines Kurscharts unter Druck, sondern auch wegen einer technischen Weggabelung, die das Netzwerk in den kommenden Wochen spürbar beschäftigen dürfte. Der Auslöser ist die Aktivierung der Signalisierungsphase für einen als BIP-110 bezeichneten Soft-Fork: Mit dem Erreichen von Block 961.632 hat die Community den Startschuss für die Entscheidungslogik gesetzt. Doch schon früh deutet sich ein Spannungsverhältnis zwischen Befürwortern und Gegnern an, weil die Miner-Unterstützung zunächst lediglich 2,53 Prozent beträgt und damit deutlich unter der für die Zustimmung erforderlichen Schwelle von 55 Prozent liegt.
Technisch betrachtet heißt das: Die Mehrheit kann den geänderten Regeln zunächst nicht folgen, wodurch kurz nach dem Start eine Minderheitskette der BIP-110-Befürworter hinter die Hauptkette zurückfällt. Damit entsteht ein Zustand, in dem verschiedene Client-Versionen und Interpretationen der Protokollregeln näher zusammenrücken, aber nicht gleich laufen. Laut dem beschriebenen Update geht es um Einschnitte bei bestimmten Skript-Regeln sowie um Taproot-Funktionen für ein Jahr. Gerade diese Mischung aus Skript-Restriktion und Taproot-Bezug erklärt, warum namhafte Akteure wie Michael Saylor oder Adam Back öffentlich Widerstand signalisiert haben und warum ein reiner „Abwarten“-Ansatz für viele Stakeholder zu kurz greift.
Für die Planungssicherheit ist vor allem das Signalisierungsfenster relevant: Es bleibt bis Block 965.664 offen und entspricht damit etwa vier Wochen. Das ist genug Zeit, um Unterstützung nachträglich zu erhöhen, aber auch lang genug, damit Unsicherheit zu einem Faktor wird, der nicht nur Entwickler, sondern auch Infrastrukturbetreiber in ihrer Roadmap bremst. Als Gegenstrategie wird in der Quelle der sogenannte User Activated Soft Fork (UASF) genannt, der Änderungen notfalls auch ohne breite Miner-Zustimmung durchsetzen soll. Genau hier liegt das Risiko einer zusätzlichen Belastung: Wenn UASF-Mechaniken und die tatsächliche Signalisierung durch Miner nicht sauber zusammenpassen, können technische Inkompatibilitäten zwischen Clients in den Vordergrund rücken, etwa bei der gleichzeitigen Umsetzung von Regeländerungen.
Während die Fork-Debatte also eher die logische Schicht von Bitcoin betrifft, treffen Sicherheitsvorfälle die Praxis-Ebene: Zwei Ereignisse werden parallel als Vertrauensbruch beschrieben. Medienberichten zufolge konnte eine kritische Schwachstelle im BTCPay-Server am Samstag Angreifern ermöglichen, Lightning-Knoten vollständig zu leeren. Betroffen werden unter anderem Citadel21 und die Foundation genannt; Nutzer sollten laut Aufruf ihre Server auf Version 2.4.2 aktualisieren oder offline nehmen. Wichtig ist die Abgrenzung: On-Chain-Guthaben sollen von diesem konkreten Exploit nach den Angaben der Bitcoin Red Teams nicht betroffen gewesen sein.
Noch gravierender wirkt dagegen der Coldcard-Hack. Galaxy Research beziffert die Verluste auf rund 130 Millionen US-Dollar, entsprechend etwa 2.055 BTC. Die Ursache liegt dem Bericht zufolge nicht in einem einzelnen Bedienfehler, sondern in einem Programmier-/Kryptografieproblem: Ein Fehler in einer kryptografischen Bibliothek schwächte die Zufallszahlengenerierung, sodass Angreifer private Schlüssel leichter erraten konnten. Der Fehler betrifft Firmware-Versionen ab 4.0.0. Besonders belastend ist die symbolische Dimension: Coldcard gilt im Markt als sicherheitsorientierte Hardware-Wallet-Klasse, und genau deshalb kann selbst ein Firmware-bezogener kryptografischer Bug die Diskussion über Verwahrmodelle digitaler Assets neu anheizen – von „selbst verwahren“ bis hin zu hybriden Ansätzen, die Zuständigkeiten und Bedrohungsmodelle strenger trennen.
Ungeachtet dieser Nachrichtenlage bleibt das institutionelle Interesse laut Quelle hoch. Zwischen dem 3. und 7. August verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse in Höhe von 853,5 Millionen US-Dollar – das beste Ergebnis seit Mitte April. Wieder besonders stark trat der BlackRock-Fonds IBIT auf, der 693 Millionen US-Dollar und damit etwa 81 Prozent der gesamten Zuflüsse auf sich vereinte. In Summe kommen die kumulierten Nettozuflüsse aller US-Spot-ETFs damit auf 52,18 Milliarden US-Dollar. Damit bekommt der Markt einen Puffer: Wenn Händler kurzfristig auf technische Risiken reagieren, können kontinuierliche ETF-Käufe oft Liquidität liefern, die Abverkäufe abfedert und Volatilität zeitweise „glättet“.
Auch makroökonomisch bleibt das Umfeld unruhig. Laut Bericht verarbeitet der Markt schwache US-Wirtschaftsdaten, wobei die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Juli überraschend um 23.000 sank. In Kombination mit der Fork- und Sicherheitsdynamik erklärt das, warum sich Bitcoin trotz der Belastungen noch oberhalb wichtiger kurzfristiger Marken behauptet. Aktuell notiert die Kryptowährung bei 64.749,00 USD. Mit einem Abstand von 2,24 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt zeige sich erste Stabilisierung nach den jüngsten Abverkaufsphasen, gleichzeitig bleibt die Distanz zum im Oktober erreichten 52-Wochen-Hoch mit minus 48,69 Prozent groß – ein Hinweis darauf, dass der Markt derzeit eher seitwärts tendiert als einen nachhaltigen Trend nach oben zu etablieren.
Für Unternehmen und Betreiber von Krypto-Infrastruktur ist die Kombination aus BIP-110-Unsicherheit und konkreten Sicherheitsmeldungen besonders lehrreich. Wer Wallets, Zahlungsdienste oder Abstimmungsprozesse betreibt, muss nicht nur Patches einplanen, sondern auch die Protokolllage beobachten: Ein Soft-Fork ist keine abstrakte Debatte, sondern kann die Kompatibilität von Clients, Indexern und Monitoring-Setups beeinflussen. Gleichzeitig zeigt der BTCPay-Vorfall, wie schnell serverseitige Schwachstellen die Verfügbarkeit von Lightning-Komponenten kompromittieren können. Und der Coldcard-Fall macht klar, dass selbst in vermeintlich sicheren Hardware-Setups die Qualität zentraler kryptografischer Bibliotheken über Erfolg oder Misserfolg mitentscheidet. In den kommenden Wochen wird sich deshalb entscheiden, ob technischer Konflikt und Sicherheitslage parallel eskalieren – oder ob ETF-getriebene Nachfrage und saubere Migrationen die Stabilität zurück in den Vordergrund rücken.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin kurz vor Fork-Knackpunkt: Coldcard-Hack mit 130 Millionen US-Dollar" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin kurz vor Fork-Knackpunkt: Coldcard-Hack mit 130 Millionen US-Dollar" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin kurz vor Fork-Knackpunkt: Coldcard-Hack mit 130 Millionen US-Dollar« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!