LONDON (IT BOLTWISE) – Miles & More Meilen lassen sich laut einer detaillierten Übersicht auch ohne eigene Ausgaben aufbauen. Im Fokus stehen App-Registrierungen, ausgewählte Kreditkarten-Modelle und zeitlich klug geplante Depoteröffnungen. Dazu kommen Payback-Aktionen wie Newsletter-Anmeldungen, App-Challenges und Gewinnspiele. Entscheidend ist dabei weniger das „Sparen“ als die richtige Kombination aus Boni und Umwandlungsaktionen.

Dass Vielfliegerprogramme Meilen vorrangig gegen Umsatz vergeben, ist die Regel. Im Alltag heißt das: Wer nicht zahlt oder reist, sieht lange Zeit kaum Punkte. Gleichzeitig existieren bei Miles & More aber Mechaniken, die ein „Meilensammeln ohne Flug und ohne direkte Kaufhandlung“ ermöglichen sollen. Die vorgestellten Wege setzen meist bei Onboarding-Boni an, bei denen für Registrierungen oder bestimmte Aktionen kleine Meilenmengen ausgelöst werden, oder sie nutzen Partner-Programme wie Payback, die Punkte im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen übertragen können.
Besonders schnell geht das über die Miles-&-More-App selbst: Laut der Quelle werden für den erstmaligen Download und die anschließende Registrierung 500 Meilen ausgelöst. Praktisch ist dabei weniger der einmalige Startbonus als der Effekt, dass sich das Konto über die App laufend verwalten lässt und damit auch Transferaktionen oder Status-Mechaniken im Blick bleiben. Wer Meilen systematisch ansammeln will, kann diese „App-Basis“ daher als niedrige Einstiegshürde verstehen, bevor er auf weitere, punktstärkere Hebel wechselt.
Ein zweiter Ansatz kommt über die Lufthansa-Gruppe mit der Uptrip App, die im Frühjahr 2023 eine eigene Sammelmechanik für Flüge über nicht-fungible Tokens (NFTs) eingeführt haben soll. Neben einer Airline- bzw. Flugzeugdarstellung gibt es laut Beschreibung auch Zuordnungen für Start- und Zielflughafen beziehungsweise Städte, deren Zusammenstellung als Kollektion bewertet wird. Die Quelle nennt als mögliche Prämienbreite unter anderem 500 Meilen, aber auch Statuspunkte bis hin zu einem FTL Status; die höchste genannte Meilenprämie liegt bei 2.000 Prämienmeilen. Ergänzend heißt es, dass allein durch die Anmeldung in der App bereits 500 Meilen gesammelt werden können.
Für viele ist der größte Hebel dennoch das Bezahlen mit Kreditkarte – allerdings mit einer klaren Bedingung: Die Karte soll für ohnehin geplante Ausgaben genutzt werden, der offene Betrag rechtzeitig ausgeglichen werden und Konditionen wie Jahresgebühren oder mögliche Sollzinsen müssen berücksichtigt werden. Besonders prominent wird in der Übersicht die Payback American Express Kreditkarte als dauerhaft kostenlose Option genannt, bei der laut Quelle dauerhaft „gratis“ Meilen bzw. Miles-&-More-Werte über die Kombination aus Payback-Punkten und dem Umwandlungsprozess anfallen. Die Umwandlung soll im direkten Verhältnis 1:1 erfolgen, zusätzlich gibt es in der Regel zweimal im Jahr Transferaktionen mit 25 Prozent Bonus auf die Payback Punkte. Wer gezielt sammelt, kann damit aus dem gleichen Ausgabenprofil eine höhere Meilenausbeute herausholen, ohne erneut in weitere Programme einzusteigen.
Daneben taucht auch das Thema „kostenlos durch Alltagsausgaben“ über spezielle Meilenkarten auf. So wird die Miles & More MyFlex Credit Card beschrieben, die demnach 1 Meile pro zwei Euro Kartenumsatz vergibt, ohne dass eine Jahresgebühr erhoben werden soll. Gleichzeitig warnt die Quelle vor dem zugrunde liegenden Teilzahlungsmodell: Um Zinskosten zu vermeiden, sollte der offene Kartenbetrag möglichst vollständig beglichen werden, weil ansonsten der Wert der Meilen schnell „aufgefressen“ werden kann. Auch bei anderen Kreditkarten wird derselbe Grundsatz betont: Wer Jahresgebühren oder Einführungsrabatte nur kurzfristig nutzt, muss exakt kalkulieren, welche Netto-Kosten über das Jahr entstehen und ob die Meilen daraus den Aufwand rechtfertigen.
Komplettiert wird das Bild durch Depoteröffnungen, bei denen in der Vergangenheit laut Quelle teils bis zu 5.000 Meilen (oder mehr) als Bonus genannt wurden. Diese Boni sind jedoch mit einem technischen und organisatorischen Aspekt verbunden: Bei Depots, die ein neues Bankkonto einschließen, wird eine SCHUFA-Abfrage ausgelöst. Wer mehrere Aktionen gleichzeitig bündelt, riskiert dadurch einen schlechteren SCHUFA-Score; die Quelle empfiehlt daher, nicht zu viele Schritte parallel anzustoßen. Ein weiterer Punkt, der in solchen Konto- und Depotaktionen häufig übersehen werde, ist laut Beschreibung: Im SCHUFA-Score zählen nicht nur Kreditkarten, sondern auch Girokonten, und zwar als Anfragen und Abschlüsse der vergangenen zwölf Monate. Außerdem wird die zeitliche Logik betont, dass mehrere Abschlüsse innerhalb von 28 Tagen nur einmal zählen – weshalb sich Aktionen offenbar eher „in Blöcken“ statt über den gesamten Zeitraum verteilt rechnen können.
Über Apps, Karten und Depots hinaus listet die Übersicht weitere Punktequellen, die nicht zwingend an laufenden Ausgaben hängen. Dazu gehören Payback-Mechaniken wie „Freunde für Payback werben“, bei denen für geworbene Accounts 2.000 Payback Punkte ausgelöst werden sollen, sowie Newsletter-Aktionen mit bis zu 300 Payback Punkten. Auch Payback-Gewinnspiele und App-Challenges werden genannt, bei denen Nutzer ohne Einkauf zusätzliche Punkte sammeln können, etwa über Coupon-Aktivierungen oder das Ausprobieren bestimmter Funktionen. Abschließend verortet die Quelle die Rentabilität weniger in einzelnen Aktionen als in der Kombination: Wer mehrere Hebel zusammenführt – etwa App-Onboarding plus Payback-Transferbonus plus zeitlich kluge Depoteröffnung – kann insgesamt deutlich höhere Meilenwerte erreichen, als es mit dem „einzelnen“ Einstiegsschritt allein möglich wäre.
Für Interessenten ergibt sich daraus eine Art Strategie: Zuerst die niedrige Eintrittshürde nutzen (App-Registrierungen), anschließend dort nachlegen, wo die Umwandlungslogik besonders effizient ist (Payback-zu-Miles-&-More-Transfers mit Bonus), und schließlich Depoteröffnungen nicht als spontane Einzellösung betrachten, sondern als zeitlich geplanten Prozess im Rahmen der eigenen Bonitätsparameter. Die Quelle beschreibt zudem als Grundprinzip, dass Meilen bei Miles & More zwar oft an Umsätze gekoppelt sind, dass aber Partner-Programme und Onboarding-Aktionen die direkte Ausgabenabhängigkeit reduzieren können. So wird aus einer „Meilen statt Reise“ Idee in der Praxis ein regelbasiertes Set aus Registrierungen, zeitlich getakteten Partneraktionen und sorgfältigem Konditionsmanagement.
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