LONDON (IT BOLTWISE) – Ein faltbares iPhone der dritten Generation soll offenbar frühestens 2028 mit leicht größeren Displays innen und außen kommen. Die Roadmap geht dabei zwei weitere Generationen über das erste Faltmodell hinaus, das noch vor 2028 erwartet wird. Für die Erstauflage nennt der Bericht ein ultradünnes Design, Touch ID statt Face ID sowie den A20-Chip und ein C2-Modem. Außerdem wird ein Preis um oder über 2.000 US-Dollar in den Raum gestellt.

Der nächste Schritt in Apples Falt-iPhone-Strategie wirkt weniger wie ein reines Facelift und mehr wie eine klare Design-Iteration: Laut Mark Gurman steht bereits die dritte Generation eines faltbaren iPhones auf dem Plan. Das Zeitfenster wird dabei frühestens mit 2028 beschrieben, während das erste Modell in den kommenden Monaten bereits als „iPhone Ultra“ mit einem deutlich schlankeren Aufbau umrissen wird. Für Technik-Entscheider ist diese zeitliche Staffelung spannend, weil sie zeigt, dass Apple den Formfaktor nicht nur testet, sondern den Produktzyklus systematisch nachzieht und dabei die Display-Architektur und das Interaktionskonzept weiterentwickeln will.
Gurman zufolge erhält das erste faltbare iPhone in diesem Jahr seinen ersten „wirklich revolutionären“ Designwechsel. Konkret nennt der Bericht für diese erste Generation ein ultradünnes Design, Touch ID statt Face ID, den A20-Chip sowie ein C2-Modem; als Preis werden Beträge um oder oberhalb von 2.000 US-Dollar erwartet. Technisch ist Touch ID in diesem Kontext mehr als ein Feature-Refresh: Gerade bei faltbaren Geräten hängt die Bedienlogik stark davon ab, wo Sensorfläche und Mechanik zusammenfinden. Wenn Apple Touch ID in den frühen Revisionen priorisiert, deutet das auf eine frühe Stabilisierung von Positionierung, Integrationsaufwand und Zuverlässigkeit hin, statt auf ein späteres „Nachrüsten“ zu warten.
Die eigentliche Neuerung, die der dritten Generation zugeschrieben wird, betrifft die Displaygrößen: Für innen und außen sollen die Displays leicht größer ausfallen als bei den Vorgängern. Gurman nennt allerdings keine exakten Bildschirmmaße. Als Referenz dient die Erwartung, dass das erste faltbare iPhone mit einem 7,8-Zoll-Inner-Display und einem 5,5-Zoll-Cover-Display an den Start geht; jede Steigerung würde also auf diesen Grundwerten aufbauen. Für Entwickler und Produktteams in Ökosystemen wie App-Design oder Mobile-UX bedeutet das: Bereits jetzt lohnen sich Layout-Strategien, die Variationen in Aktionsbereichen und Skalierungslogik berücksichtigen, statt starr auf eine einzelne Auflösung/Canvas-Größe zu optimieren.
Auch der Entwicklungsfahrplan zeigt den Charakter als langfristiges Roadmap-Projekt: Neben der dritten Generation soll es laut Darstellung noch zwei weitere Generationen geben, die nach dem ersten faltbaren iPhone folgen. Für die zweite Generation wird 2027 als spätestes Zeitfenster genannt, für die dritte frühestens 2028. Zusätzlich wird berichtet, dass die zweite Generation bereits grünes Licht für die Entwicklung bekommen habe: Der Weibo-Leaker „Digital Chat Station“ soll dabei gesagt haben, dass das Projekt „iPhone Ultra 2“ formell genehmigt ist und voraussichtlich das Display-Design der ersten Generation übernimmt. Das ist aus Engineering-Sicht plausibel, weil Display-Module bei faltbaren Geräten oft der teuerste und riskanteste Teil der Lieferkette sind; eine Weiterverwendung reduziert Qualifikationsaufwand, während Apple gleichzeitig die mechanische und systemseitige Reife steigert.
Der Marktkontext dürfte Apples Taktgefühl zusätzlich erklären: Faltmodelle sind zwar in einer Nische gestartet, aber der Wettbewerb zwingt Anbieter zu mehreren Iterationszyklen, um die Mischung aus Haltbarkeit, Gewicht, Bedienkomfort und Software-Integration zu verbessern. Wenn das erste faltbare iPhone als Ultra-Variante positioniert wird und dafür Preise von 2.000 US-Dollar oder mehr im Raum stehen, erwartet der Markt eine sehr überzeugende Kombination aus Haptik, Leistung und durchdachter Interaktion. Gleichzeitig wird bei den frühen Generationen ein klarer Kompromissfokus erkennbar: Touch ID statt Face ID deutet auf pragmatische Sensor- und Platzierungsentscheidungen hin, während der A20-Chip und das C2-Modem auf eine solide Plattform für anspruchsvolle Nutzerlasten und Konnektivität abzielen.
Für Unternehmen, die Apps oder Plattformdienste auf solche Geräte ausrichten, verschiebt sich damit die Planungslogik: Statt „Ein neues Modell kommt irgendwann“ rückt ein mehrjährige Harmonisierungspfad in den Vordergrund, bei dem Displaygrößen, Bedienflächen und Sensorpositionen als iterative Parameter behandelt werden müssen. Teams sollten daher ihre Responsive-Strategien für unterschiedliche Faltstellungen, also Innen- und Außenansicht, nicht nur anhand eines einzigen Zielbildschirms testen, sondern Varianten simulieren, die „leicht größere“ Diagonalen abdecken. Neben der UX spielt auch die technische Performance eine Rolle: Wenn Apple frühzeitig mit einer neuen Chipspezifikation und einem zugehörigen Modem-Stack startet, können Funktionen wie Echtzeit-Interaktionen, Medienverarbeitung oder KI-gestützte Assistenz stärker genutzt werden, ohne dass Apps dauerhaft auf konservative Ressourcenlimits setzen müssen.
Offen bleibt trotz der konkreten Eckdaten vor allem die Frage, wie stark sich der Nutzen des dritten Design-Schritts im Alltag spürbar verbessert. Größere Displays klingen zunächst nach einfacher Spezifikation, doch bei faltbaren Geräten hängt der Mehrwert oft davon ab, wie sich die Faltkante auf Interface-Elemente, Gestenbereiche und Lesbarkeit auswirkt. Genau deshalb lohnt es sich, den nächsten Produktzyklus nicht nur als Hardware-Upgrade zu betrachten, sondern als Signal: Apple macht die Display- und Interaktionsarchitektur zu einem wiederholbaren Entwicklungsstrang. Wenn die zweite Generation zudem laut Bericht eher auf Wiederverwendung statt „großem Sprung“ setzt, wirkt das wie eine bewusste Aufteilung in Risikoarme Komponenten und gezielt angegangene Design-Umbrüche.
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