BREMEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Energiekontor setzt den Smart Windfarm Controller (SWFC) ein, um Windparks über Wake-Steering und eine optimierte Gondelausrichtung besser zu steuern. Das System vernetzt die einzelnen Anlagen zu einem koordinierten Gesamtsystem statt Einzelbetrieb. Für die Validierung laufen Messkampagnen, und der Ertragshebel wird mit bis zu zwei Prozent beziffert. Der Controller soll anschließend schrittweise auch in weiteren geeigneten Projekten eingeführt werden.

Die Nachricht klingt zunächst nach einer weiteren Optimierung im Windparkbetrieb. Bei genauerem Blick geht es jedoch um eine Änderung der Betriebslogik: Energiekontor will den Ertrag nicht nur über einzelne Turbinen-Parameter verbessern, sondern über eine systemische Steuerung des gesamten Windparks. Grundlage dafür ist der Smart Windfarm Controller (SWFC), der die Anlagen zu einem koordinierten Gesamtsystem zusammenführt. Statt jede Windenergieanlage unabhängig voneinander laufen zu lassen, wird die Wirkung von Nachlaufströmungen (Wakes) gezielt in die Gesamtbilanz eingerechnet. Für Betreiber ist das relevant, weil sich gerade in dichten Windparklayouts die Strömungsinteraktionen zwischen den Turbinen messbar auf die Energieausbeute auswirken.
Technisch startet der Ansatz mit dem Wake-Steering-Mechanismus. Der SWFC wählt Windenergieanlagen aus, die gerade im Wind stehen, und dreht sie „leicht“ aus der Windrichtung. Dadurch werden die Wakes so umgelenkt, dass nachgelagerte Anlagen mit günstigeren Strömungsbedingungen mehr Strom erzeugen können. Das ist nicht einfach nur eine neue Regelstrategie im Sinne von „optimalen Einstellungen“, sondern eine koordinierte Betriebsführung über mehrere Maschinen hinweg. Gerade Betreiber, die Bestandsanlagen einsetzen und nicht jedes Projekt mit einem vollständigen Repowering verknüpfen können, suchen genau dort nach zusätzlicher Wertschöpfung: Wenn ein Windpark über Jahre eingespielt ist, liefert eine gut parametriserte Parksteuerung oft eher schnelle Skalierung als radikale Hardware-Änderungen.
Ein zweiter Baustein ergänzt das Wake-Steering um die Optimierung der Gondelausrichtung. Dafür nutzt der SWFC Analyseverfahren auf Basis von Betriebs- und Messdaten, namentlich SCADA-Daten. An dieser Stelle zeigt sich, wie stark solche Steuerungssysteme von der Qualität und Granularität der vorhandenen Sensorik abhängen: Die Kalibrierung von Windfahnen kann überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, also von der Messseite her Einfluss auf die nachgelagerte Regelung nehmen. Laut Mitteilung konnte in konzerneigenen Windparks anhand sogenannter Toggle-Tests demonstriert werden, dass sich der Ertrag einzelner Windenergieanlagen durch die Korrektur der Windfahne steigern lässt. In Toggle-Tests wird die Korrektur in kurzen Zeitintervallen aktiviert und deaktiviert, damit die Ertragsdifferenz in einer Validierungsmessung mit nur geringer Unsicherheit bewertet werden kann.
Aus der Kombination beider Effekte leitet Energiekontor einen konkreten Ertragshebel ab: Die kombinierte Anwendung führt zur Steigerung des Parkertrags von bis zu zwei Prozent. Für die Wirtschaftlichkeit ist dabei weniger die Zahl allein entscheidend als die Frage, wie stabil der Effekt über verschiedene Windregime und Betriebszustände hinweg bleibt. Genau deshalb wird der SWFC aktuell in einem unabhängigen Prüf- und Validierungsprozess betrieben. Dabei untersuchen die Verantwortlichen sowohl die technische Auslegung als auch die Auswirkungen auf den Anlagenbetrieb unter realen Bedingungen. Eine solche Vorgehensweise ist im Feld entscheidend, weil Systeme, die mehrere Turbinen koordiniert beeinflussen, typischerweise nicht nur auf dem Prüfstand funktionieren müssen, sondern auch im Dauerbetrieb, bei unterschiedlichen Auslastungen und mit den variierenden Eingangsbedingungen der Umwelt.
Die Praxis kommt aus dem Konzernverbund: Der SWFC wurde zunächst in britischen Windparks mit den Namen Withernwick und Hyndburn eingesetzt. In Withernwick war das System erfolgreich integriert; in Hyndburn wurde es inzwischen vollumfänglich implementiert, einschließlich der Ausstattung sämtlicher zwölf Windenergieanlagen mit der erforderlichen Hardware. Die bisherigen Ergebnisse sollen das Potenzial bestätigen, Energieerträge weiter zu steigern und den Betrieb effizienter zu gestalten. Neben dem technischen Fortschritt ist dieser Schritt auch organisatorisch relevant: Hardware-Integration, Datenanbindung und Betriebsfreigaben sind in der Praxis oft der Engpass, nicht die eigentliche Regelungslogik. Wenn ein System bereits in mehreren Anlagenkomplexen eingesetzt wurde, lässt sich die Einführung in weiteren Projekten in der Regel schneller skalieren, sofern die Voraussetzungen im Layout und bei der Datenverfügbarkeit vergleichbar sind.
Für den Markt ist der Zeitpunkt ebenfalls interessant. Der Schritt von einer erfolgreichen Pilotierung in die schrittweise Ausrollung in „geeignete Windparks“ zeigt, dass Energiekontor den SWFC als wiederholbares Betriebs-Upgrade versteht. Solche Optimierungen werden häufig dann besonders attraktiv, wenn Investitionsbudgets begrenzt sind und gleichzeitig steigende Anforderungen an Effizienz und Ertragsplanbarkeit in der Projektpipeline spürbar werden. In der Mitteilung wird das ausdrücklich gespiegelt: Neben operativen Verbesserungen erwartet Energiekontor auch positive Effekte auf die Wirtschaftlichkeit künftiger Projekte und die Wettbewerbsfähigkeit der Projektpipeline. Aktuell befindet sich der Controller dabei im unabhängigen Validierungsprozess; eine Messkampagne in Withernwick wurde vor wenigen Wochen erfolgreich abgeschlossen, und der Abschluss des Prozesses soll noch in diesem Jahr erfolgen. Damit rückt der Zeitpunkt der Marktreife in greifbare Nähe, weil die Lösung dann nicht nur im internen Betrieb erprobt, sondern unter realen Bedingungen geprüft und validiert ist.
Für Betreiber und Projektentwickler ist der Kern der Botschaft: Smart Windfarm Control verschiebt den Schwerpunkt von „Turbine für Turbine“ hin zu „Park als System“. Das macht den Ansatz nicht automatisch zum Standard für jeden Standort, aber es liefert ein nachvollziehbares Werkzeug, um Mehrerträge aus Bestandsanlagen zu heben. Wenn Windfahnen-Kalibrierung und Wake-Steering gemeinsam wirken, können kleine Stellhebel unter Umständen über die Parkstruktur multipliziert werden. Damit entsteht ein Modell, das sich auch in der Betriebsführung abbilden lässt: Daten aus SCADA fließen nicht nur in Reporting und Monitoring, sondern direkt in Regel- und Optimierungszyklen. Genau diese Kopplung aus Datenanalyse und Steuerung dürfte künftig auch in anderen Optimierungsfeldern im Windanlagenbetrieb an Bedeutung gewinnen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Energiekontor nutzt Smart Windfarm Controller für höhere Windpark-Erträge" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Energiekontor nutzt Smart Windfarm Controller für höhere Windpark-Erträge" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Energiekontor nutzt Smart Windfarm Controller für höhere Windpark-Erträge« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!