LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Schwachstelle in der Verifikationslogik hat eine Cross-Chain-Bridge von Coreum offenbar massiv ausgenutzt. Am 9. August verlor der Dienst binnen 97 Minuten nahezu 200.000 XRP. Der Angriff zielte nicht auf das XRP Ledger selbst, sondern darauf, wie eingehende Deposits als Grundlage für Auszahlungen bestätigt wurden. Coreum hat die Bridge nach dem Vorfall bis zur Reparatur ausgesetzt.

Coreum-Bridge verliert 200.000 XRP in 97 Minuten – Angriffsweg über fehlende Deposit-Prüfung
Coreum-Bridge verliert 200.000 XRP in 97 Minuten – Angriffsweg über fehlende Deposit-Prüfung (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Innerhalb von nur 97 Minuten ist bei einer Cross-Chain-Bridge von Coreum nahe an den 200.000 XRP-Marke ein Großteil der gehaltenen Mittel abhandengekommen. Laut On-Chain-Auswertung lag der Bridge-Bestand kurz vor dem Vorfall bei etwa 200.410 XRP und sank anschließend auf lediglich 493,5 XRP. Entscheidend dabei: Der Vorfall richtet sich gegen die Zwischenebene der Token-Übertragung, nicht gegen die Konsens- oder Protokollmechanik des XRP Ledgers. Für Betreiber und Entwickler ist das ein vertrautes Muster aus der Bridge-Historie – sobald die “Brücke” eine falsche Eingabe als Grundlage für Zahlungen akzeptiert, kann ein Angreifer das Verhalten der Smart-Contract-Logik oder der Off-Chain-Verifikationsschicht ausnutzen, ohne dass das zugrunde liegende Blockchain-Netz kompromittiert wird.

Technisch betrachtet verbindet eine Cross-Chain-Bridge zwei unabhängige Blockchains, die nicht direkt miteinander “sprechen” können. In diesem konkreten Modell konnten Nutzer XRP auf dem XRP Ledger ver- oder sperren und erhielten auf dem Coreum-Netz entsprechend äquivalente Tokens. Die Bridge nutzt dabei Relayer beziehungsweise Knoten, die beide Ketten beobachten und Auszahlungen erst dann freigeben, wenn ein Deposit als echt gilt. Genau hier setzt die Lücke an: Laut der beschriebenen Analyse bestätigte die Software Deposits nicht vollständig anhand der erwarteten Zieladresse der Bridge. Es fehlte eine Prüfung, dass eine Zahlung tatsächlich an die Bridge selbst gesendet wurde. Damit reichte es aus, dass der Angreifer interne Abläufe so triggern konnte, dass seine eigenen Wallet-Transfers als Deposits “durchgingen”, obwohl die semantische Zuordnung nicht stimmte.

Beim Abfluss lässt sich der Ablauf zeitlich recht präzise rekonstruieren: Start war um 19:16 UTC, am Ende um 20:53 UTC. In dieser Spanne verschickte das Bridge-Konto 94 Zahlungen mit zusammen etwa 199.916,3 XRP an zwei neu angelegte Wallets. Auffällig ist zudem, dass jede Übertragung über eine gültige Autorisierung verfügte: Eine Gruppe von Relayern und Knoten signierte die Zahlungen, wobei 17 von 28 Schlüsseln für die Freigabe erforderlich waren. Das unterstreicht einen wichtigen Engineering-Punkt: Der Signing-Mechanismus funktionierte korrekt nach Spezifikation. Problematisch war nicht die Kryptografie, sondern die Datenbasis, auf der die Signaturaktion letztlich “beruhte” – falsche Evidenz erzeugte korrekte Entsperrungen.

Warum war das XRP Ledger selbst nie das Angriffsziel? In der Darstellung heißt es, dass keine privaten Schlüssel kompromittiert wurden und dass die Protokolle des XRP Ledgers unverändert blieben. Damit liegt der Fokus auf einer typischen Schwachstelle in Bridge-Ökosystemen: Die eigentliche Gefahr entsteht oft dort, wo Deposits über mehrere Schritte hinweg interpretiert und nur teilweise validiert werden. Wenn ein Relayer-System Deposit-Events zwar korrekt erkennt, aber nicht die erforderliche Konsistenzprüfung ausführt – etwa Zieladresse, Betrag oder die tatsächliche Auszahlungskette – kann ein Angreifer den “Freigabeautomaten” der Bridge mit Informationen füttern, die formal plausibel wirken. Coreum hat den Bridge-Betrieb nach dem Ereignis ausgesetzt, damit Reparaturen und ein Post-Mortem stattfinden können; ein offizieller Bericht wird in der Zwischenzeit noch erwartet.

Auch die Marktdimension zeigt, wie solche Vorfälle in Krypto-Ökosystemen wirken, obwohl das zugrunde liegende Ledger unangetastet bleibt. XRP fiel am 11. August kurz unter die 1-US-Dollar-Marke und berührte laut Bericht 0,99, bevor es sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder auf etwa 1,01 erholte. Das ist weniger eine Aussage über die langfristige Zahlungsfähigkeit des XRP Ledgers als vielmehr über das Risiko- und Vertrauensempfinden rund um Interoperabilitätskomponenten. Für Unternehmen, die KI-gestützte Prozesse zunehmend mit On-Chain-Daten koppeln – etwa für Treasury-Analytik, On-Chain-Compliance-Workflows oder automatisierte Liquiditätssteuerung – bedeutet das: Nicht nur die Modell- oder Datenqualität zählt, sondern auch die Zuverlässigkeit der Datenflüsse aus solchen Infrastrukturbausteinen.

Historisch betrachtet sind Bridges seit Jahren ein Schwerpunkt von Sicherheitsdiskussionen. Je mehr Logik außerhalb des eigentlichen Konsenssystems liegt – etwa Off-Chain-Relayer, Multi-Sig-Setups oder “Evidenz”-Pipelines, die Eventdaten verarbeiten – desto wichtiger wird die vollständige Spezifikation der Prüfungen. In der Praxis lässt sich das auf konkrete Fragen herunterbrechen: Prüft die Bridge wirklich die Zieladresse? Stimmen Betrag und Zeitpunkt zu den erwarteten Konfigurationen? Wie wird verhindert, dass Transfers nur “als Deposit etikettiert” werden, ohne dass sie den Deposit-Contractpfad korrekt durchlaufen haben? Gerade weil die Signaturfreigabe 17/28-korrekt arbeitet, zeigt der Vorfall, wie schnell Teams bei der Absicherung in den Bereich der “richtigen Schritte mit falschem Input” abrutschen. Für den Markt ist das zugleich eine Chance: Entwickler können Bridge- und Relayer-Architekturen gezielt formalisieren, Tests für Randfälle verschärfen und Beobachtungs- und Verifikationslogik so umbauen, dass Evidenzketten nicht nur signiert, sondern auch vollständig validiert werden.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Coreum-Bridge verliert 200.000 XRP in 97 Minuten – Angriffsweg über fehlende Deposit-Prüfung - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Coreum-Bridge verliert 200.000 XRP in 97 Minuten – Angriffsweg über fehlende Deposit-Prüfung".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Blockchain Bridge Coreum Cross-chain Crypto Cryptocurrencies Deposit KI Krypto Kryptowährung Künstliche Intelligenz Ledger Multi-sig Relayer Verifikation XRP
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

BAG-Urteil zu Betriebsratsseminaren: Pauschale Freistellungsklauseln scheitern


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Coreum-Bridge verliert 200.000 XRP in 97 Minuten – Angriffsweg über fehlende Deposit-Prüfung" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Coreum-Bridge verliert 200.000 XRP in 97 Minuten – Angriffsweg über fehlende Deposit-Prüfung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Coreum-Bridge verliert 200.000 XRP in 97 Minuten – Angriffsweg über fehlende Deposit-Prüfung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    730 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs