MALIBU / LONDON (IT BOLTWISE) – Seann William Scott stellt sein langjähriges Anwesen „The Vanaya House“ in Malibu zum Verkauf. Für die 1,45 Acres große Residenz werden 17,5 Millionen US-Dollar aufgerufen. Das Haus kombiniert balinesisch inspirierte Architektur mit einer klaren kalifornischen Material- und Lichtsprache. Herzstück sind große Glasflächen, Meerblicke bis zum Pazifik und eine großzügige Außenanlage inklusive Pool im Resort-Stil.

Mit einer Preisansage von 17,5 Millionen US-Dollar macht Seann William Scott den nächsten Schritt in Richtung Verkauf seines Malibu-Anwesens. Im Kern geht es dabei weniger um eine „Showcase-Villa“ für Events als um eine dauerhaft bewohnbare Residenz oberhalb des Zuma Beach, die laut Beschreibung auf Privatsphäre, Meerblick und eine bewusst durchgezogene Gestaltungsidee setzt. Die unter dem Namen „The Vanaya House“ firmierende Immobilie entstand aus einem wiederholten Gestaltungsprinzip: Balinesische Einflüsse wurden nicht als Deko übernommen, sondern in die räumliche Dramaturgie übersetzt, von der Holzdecke bis zu den Blickachsen ins Freie.
Architektonisch fällt vor allem das Erdgeschoss ins Auge, weil es die Innen- und Außenwelt nicht gegeneinander ausspielt. Große Glasflächen rahmen die Vegetation ein, während der Grundriss an mehreren Stellen optisch öffnet: vom Medienraum mit hoch aufragender Holzdecke und freiliegenden Balken bis hin zu Wohn- und Essbereichen, die sich fließend aneinander anschließen. Die Möblierung im Medienraum, etwa das Sofa und zwei Loungesessel, ist auf den Fernseher ausgerichtet, bleibt aber im Materialkonzept eingebunden. Insgesamt wirkt das wie ein konsistentes System aus natürlicher Oberfläche, sichtbarer Konstruktion und ruhigen Übergängen zwischen Funktionen.
Auch die Küche spielt in dieser Logik die Rolle eines Verbindungsstücks. Zentral ist eine lange Insel mit Sitzgelegenheiten für vier Personen, dazu kommen warme Holzschränke, weiße Arbeitsflächen und Glas-Pendelleuchten. Entlang des Umfangs sollen weitere Holzschränke sowie weiße Steinflächen und eine Marmorrückwand die klar definierte Arbeitszone stärken. Gleichzeitig rahmen dunkle Oberschränke Herd und eine übergroße Dunstabzugshaube ein. Dass sich auf der gegenüberliegenden Seite des Hauptgeschosses eine Leselounge anschließt, die sich über eine weite Öffnung direkt auf den Pazifik ausrichtet, sorgt dafür, dass der Blick nicht nur „am Rand“ existiert, sondern als Teil des Alltags fungiert.
Das Layout setzt daneben spürbar auf Höhenstaffelung und Raumtrennung ohne harte Barrieren. Das Hauptwohnzimmer liegt in einem leicht abgesenkten Bereich und ist über ein Glasgeländer vom oberen Niveau getrennt. Schwere Holzbalken rahmen den Raum, während große Glastüren und Fenster den Außenraum sichtbar machen – von Rasen und Pool bis zum Ozean. Damit entsteht ein typischer Premium-Komfort, wie man ihn aus gehobener Küstenarchitektur kennt: innen bleibt es geschützt, aber die Perspektive bleibt offen. Für die Privatsphäre dürfte außerdem die Lage „oberhalb des Zuma Beach“ mit der terrassierten Gartenführung entscheidend sein, weil sie Sichtachsen steuert, statt sie nur zufällig entstehen zu lassen.
Im Obergeschoss setzt sich die Idee aus dem Erdgeschoss fort, nun stärker auf Ruhe und Rückzug. Die Hauptsuite öffnet sich unter einer gewölbten Holzdecke; das Bett ist an einer Wand positioniert, und auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine kleine Sitzecke. Eingebaute Regale und warme Holzelemente greifen die Materialpalette des unteren Geschosses auf. Besonders prägnant ist die Wand aus Glastüren, die direkt auf eine private Terrasse mit Meerblick führt. Diese Terrasse verläuft entlang der Außenseite des Schlafzimmers und soll ungehinderte Ausblicke über den Rasen zum Ozean ermöglichen. Das angrenzende Badezimmer wird mit hellem Stein, Glas und Holzakzenten beschrieben; eine freistehende ovale Badewanne steht mittig zwischen einer horizontal angeordneten, glasumrandeten Dusche und einer langen Spiegelwand.
Die weitere Ausstattung geht über die reine Wohnfläche hinaus und adressiert genau die Nutzungsszenarien, die Käufer bei Malibu-Villen priorisieren: Gäste, Sport und entspannter Outdoor-Alltag. Drei zusätzliche Schlafzimmer verteilen sich im Haus und sollen das Design mit Naturholz, weißem Putz und hellem Licht fortführen. Ein Gästezimmer findet sich unter einer steil geneigten Holzdecke, ein weiteres Zimmer ist mit Meerblick beschrieben, und ein weiteres richtet sich zur Straßenseite. Draußen besteht der Garten aus einer Folge terrassierter Anlagen, ausgerichtet zum Zuma Beach und zum Pazifischen Ozean. Dem Haus am nächsten liegt ein geschwungener Swimmingpool, umgeben von einer großzügigen Steinterrasse mit Lounge-Sitzbereichen und Platz für Mahlzeiten im Freien. Zusätzlich führt eine Rasenfläche in die unteren Gartenbereiche, ergänzt um weitere erwähnte Elemente wie ein Pool im Resort-Stil, ein Tennisplatz in voller Größe, ein Seerosenbecken sowie eine Umfahrung bzw. Einbindung über den Motor Court.
Für die Bewertung der Offerte ist neben dem Preis vor allem der konkrete Zuschnitt interessant: Die Wohnfläche wird mit 4.176 Quadratfuß angegeben, bei einer Grundstücksgröße von 1,45 Acres. Die Immobilie verfügt demnach über fünf Schlafzimmer und fünf Badezimmer. Solche Kennzahlen sind im Markt wichtig, weil sie zusammen mit Lage, Aussicht und Garten-/Outdoor-Komfort darüber entscheiden, ob eine Villa eher als kurzfristige Luxusanlage oder als langfristig nutzbares Zuhause funktioniert. Dass die balinesisch inspirierte Architektur bereits in den Hauptwohnbereichen „manifestiert“ sein soll, spricht dafür, dass hier nicht nur ein einzelnes Design-Detail, sondern eine durchgängige Gestaltungsklammer verkauft wird.
Beim Kaufprozess dürfte außerdem der konkrete Vermarktungsansatz eine Rolle spielen: Für weitere Informationen wird Sam Plouchart von Christie’s International Real Estate SoCal als Ansprechpartner genannt. Für Interessenten heißt das praktisch, dass die Präsentation offenbar stark auf Objektbeschreibung, Grundrisslogik und die räumliche Wirkung großer Glasflächen abzielt – also auf die Details, die im Besichtigungstermin den Unterschied machen. Aus Sicht der Käuferseite ist das relevant, weil bei Immobilien dieser Preisklasse nicht nur die Architektur zählt, sondern auch die Frage, wie der Alltag bei Wetterwechseln, Tageslicht und Privatsphärenerfordernissen abläuft. „The Vanaya House“ wird damit vor allem als orchestrierte Küstenresidenz positioniert: mit klaren Blickachsen, sichtbarer Konstruktion und einem Außenbereich, der den Wert der Lage in eine nutzbare Freizeit- und Begegnungszone übersetzt.
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