LONDON (IT BOLTWISE) – CD Projekt Red stellt am 29. September 2025 ein Remaster von The Witcher 3 bereit, das für bestehende Besitzer als kostenloses Upgrade kommt. Der Release erscheint als verbesserte Version mit überarbeitetem Gameplay, neuen Animationen sowie einem reimaginierten Skill Tree. Parallel dazu liefert „Songs of the Past“ erstmals konkrete Details und nimmt Geralt mit auf einen neuen Kontinent in Letten. Offiziell gezeigt wird außerdem eine neue Kettenwaffe, die optisch an frühere Witcher-Momente anknüpft.

Für alle, die The Witcher 3 ohnehin besitzen, verschiebt sich die nächste Planungsrunde: CD Projekt Red hat ein The Witcher 3 Remastered angekündigt, das am 29. September erscheint und als kostenloses Upgrade für bestehende Eigentümer bereitgestellt wird. Damit verfolgt das Studio einen Ansatz, der weniger nach „Neuverkauf“ klingt, sondern nach einer grundlegenden Aktualisierung des ohnehin bekannten Basisspiels. Besonders relevant ist dabei die Plattformabdeckung: Das Remaster kommt laut Ankündigung erstmals auch auf Switch 2 sowie über Battle.net. Wer das Spiel also nur wegen zusätzlicher Hardware-Wege bislang zurückgestellt hat, bekommt jetzt einen klaren Trigger.
Technisch und spielerisch setzt das Remastered nicht nur auf hübschere Effekte, sondern auf spürbar überarbeitete Systeme. In der Ankündigung heißt es, dass das Remaster mit einem Studio namens Yigsoft co-entwickelt wurde und sowohl visuelle als auch Performance-Verbesserungen liefert. Gleichzeitig wird das Gameplay neu ausgerichtet: Das betrifft ausdrücklich den Kampf, inklusive neuer Finisher, neuer Animationen und einer adaptiven Kamera. Auch die Mobilität im Spiel bekommt Aufmerksamkeit, denn in den gezeigten Trailer-Passagen wird von „enhanced combat“, „improved traversal and movement“ sowie „improved mount handling“ gesprochen. Ergänzt wird das Ganze durch eine neue, flexiblere Auslegung des Skill Trees sowie ein Transmogrification-System, das auf der offiziellen The-Witcher-3-Website als „immersive meditation“ bezeichnet wird.
Wer nur in Richtung Grafik-Updates gedacht hatte, bekommt außerdem einen klaren Hinweis auf den Umfang des Pakets: Zu den genannten Neuerungen kommen nicht nur ein erweitertes Photo-Mode-Feature und Cross-Plattform-Mod-Unterstützung hinzu, sondern auch eine gleichzeitige Neuausrichtung des Zusatzcontent. Die beiden bereits bestehenden Erweiterungen – Blood and Wine sowie Hearts of Stone – sind laut der Ankündigung „free for all owners of the base game“ und damit ebenfalls ohne zusätzlichen Kauf verfügbar. Damit bündelt CD Projekt Red die nächsten Schritte für die Community in einem einheitlichen Moment: Remaster als Fundament, bekannte Erweiterungen als sofortiger Mehrwert, und zusätzlich die lang erwartete Fortsetzung als eigenständige Reise.
Diese Fortsetzung heißt „Songs of the Past“ und erhält erstmals ein echtes, zusammenhängendes Bild. Die Expansion soll 12 Jahre nach Erscheinen des Basisspiels kommen, und der Debüttrailer zeigt dabei vor allem einen neuen Kontinent: Letten. Visuell wird das als bewaldete, von Bewuchs geprägte Fantasy-Landschaft inszeniert, in der Geralt auf einen „warped tree monster“ trifft und dabei auch mit einer zweiten Baumgestalt interagiert, die bereits aus dem Songs-of-the-Past-Artwork bekannt war. Entscheidend ist aber auch das, was Geralt in die Hand bekommt: Die gezeigte Kettenwaffe wirkt optisch wie die Kette, die Ciri in einem Trailer zu The Witcher 4 verwendet. Das Studio stellt in diesem Kontext offenbar eine zusätzliche Verbindung her, denn es wird auch auf „die gleiche Kette“ verwiesen, die Geralt in einem frühen The-Witcher-1-Trailer einsetzt.
Damit verknüpft „Songs of the Past“ nicht nur Schauplatz und Gegner, sondern greift auch Story- bzw. Motivlinien über mehrere Teile hinweg. In der Vorlage wird zudem angedeutet, dass der Moment aus dem Netflix-Franchise bekannt ist und auf frühe Witcher-Kurzgeschichten von Andrzej Sapkowski zurückgreift. Auf der offiziellen Website wird Letten als Dandelions Heimat beschrieben – „steeped in rural tradition and full of buried secrets“ –, während die Expansionstexte insgesamt einen dunklen Kern unter der Oberfläche versprechen: Geralt müsse nie zuvor gesehene Gegner bezwingen, während zugleich das Schicksal des gesamten Landes und auch eine enge Freundschaft auf dem Spiel stehen. Gerade weil Dandelion als Hoffnungsträger einerseits vertraut wirkt, andererseits aber als Treiber für Geheimnisse steht, kann das Setting tonal mehr Spannung tragen als ein reines „neues Gebiet“.
Die zeitliche Nähe von Remaster und Expansion ist zudem mehr als nur ein Release-Timing. The Witcher 3 erschien 2015, und die beiden nachfolgenden Erweiterungen kamen damals relativ zügig: Heart of Stone und Blood and Wine landeten jeweils innerhalb von ungefähr einem Jahr nach dem Basisspiel. Danach hat sich bei CD Projekt Red aber viel verschoben: Das Team arbeitete bekanntlich an Cyberpunk 2077 und kündigte mit The Witcher 4 ein weiteres Witcher-Projekt an, das sich in „full production“ für eine 2028er Veröffentlichung befindet. Damit stellt „Songs of the Past“ auch die Frage, ob das Studio die Mechanik- und Erzähldichte aus dem Witcher-3-Zeitalter zurückholen kann, obwohl viele Köpfe, darunter der Direktor des Witcher-3-Teams, nicht mehr im gleichen Setup arbeiten. Für Fans ist das im Kern die strategische Wette: Wie gut gelingt es, die „Magie“ des Originals wieder fühlbar zu machen – in einer Zeit, in der Prozesse, Teams und Erwartungen deutlich weitergereist sind.
Für die Umsetzung dürfte vor allem relevant sein, wie stark das Remaster die Einstiegshürde senkt. Ein kostenloses Upgrade bedeutet, dass deutlich mehr Spieler im gleichen technischen Stand starten können, bevor „Songs of the Past“ 2027 anrollt. Dazu passen die angekündigten Systemanpassungen wie adaptives Kameraverhalten, neue Combat-Animationen und die überarbeitete Progression. Parallel erweitert Mod-Support plattformübergreifend den Spielraum für Community-Content, was gerade in späten Lebenszyklen älterer Open-World-Titel oft ein starker Hebel ist. Und auch wenn die Expansion selbst erst auf der Bühne konkretisiert werden soll – etwa durch erste Einblicke auf Gamescom in dieser Woche – zeichnet sich jetzt schon ab, dass CD Projekt Red einen Paketansatz verfolgt: Remaster als technischer Anker, kostenlose Klassiker als Sofort-Content, und „Songs of the Past“ als narrative Wiederbelebung, die Letten zur nächsten großen Karte macht.
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