LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Auswertung der Deep-Space-Kommunikation zeigt, dass Beobachter entlang der Erde-Mars-Achse deutlich häufiger in den direkten Funkkegel der NASA geraten wären. Für einen engen Winkelbereich lag der gemessene Duty Cycle im Mittel bei 77 Prozent über den analysierten Zeitraum. Entscheidend ist dabei nicht „Empfang als Zufall“, sondern die Geometrie: Routinebetrieb bei Mars-Missionen bringt Signale in wiederkehrende Himmelsrichtungen. Die Studie liefert damit einen datenbasierten Suchansatz für KI-Entdeckungen statt einer pauschalen Hoffnung auf Funk-Leaks.

Wie Mars-Missionen die KI-Detektion von Signalen aus dem All wahrscheinlicher machen
Wie Mars-Missionen die KI-Detektion von Signalen aus dem All wahrscheinlicher machen (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Dass es keine Abstimmung gab, wer „die Erde“ den Sternen zeigen soll, ist in der Praxis ohnehin der Normalfall: Raumfahrtkommandos werden primär für die Zielmission geplant. Genau deshalb wirkt die neue Analyse so greifbar. Sie rekonstruiert, wohin die stärkeren Deep-Space-Uplinks der NASA zwischen 1. Januar 2005 und 31. Dezember 2024 tatsächlich „im Himmel“ zeigen würden, wenn ein ferner Beobachter punktgenau dort säße, wo Erde und Mars am Firmament in einer bestimmten Ausrichtung stehen. Statt einer fiktiven Nachricht an die Galaxie ergibt sich ein wiederkehrendes Muster aus dem Alltag der Erkundung.

Der zentrale Wert aus der Headline, 77 Prozent, klingt nach einer Detektionsgarantie, ist aber streng als Duty Cycle für einen ganz konkreten Himmelsabschnitt zu verstehen. Die Autoren betonen: Es geht nicht um die Wahrscheinlichkeit, dass außerirdische Zivilisationen Erde „gehört“ haben, und es sagt auch nichts über die Existenz solcher Zivilisationen. Gemeint ist vielmehr, wie oft ein hypothetischer Beobachter in einer schmalen Geometrie zwischen Erde, Mars und dem Ziel-Himmelspunkt innerhalb eines Uplink-Strahls der Deep-Space-Antennen gelegen hätte. Die Studie ordnet damit die Idee von „Funk-Leaks“ von vagem Rauschen zu einer messbaren, zeitabhängigen Verteilung.

Technisch steht dahinter das Deep Space Network (DSN), ein Verbund großer Radioteleskope an Standorten wie Goldstone in Kalifornien, bei Madrid in Spanien und in der Nähe von Canberra in Australien. Die Platzierung rund 120 Grad in der Länge sorgt dafür, dass eine Antenne übernehmen kann, sobald eine andere unter den Horizont eines Raumschiffs fällt. Für den Uplink konzentriert jede DSN-Antenne die Sendeenergie in einen engen Kegel, dessen Öffnungswinkel jedoch nicht „punktgenau“ ist. In der Untersuchung werden die 70-Meter-Schüsseln für S Band und X Band mit Halbwertsbreiten von etwa 0,128 Grad bzw. 0,038 Grad angegeben, also mit einigen Bogenminuten Spannweite. Für ein Raumschiff ist das Zentrum gerade groß genug, um Kommandos zuverlässig zurückzugewinnen – doch der Großteil des Wellenfelds läuft am Ziel vorbei weiter und behält im Wesentlichen seine Richtung bei; Mars „weiß“ also nicht, dass die Strahlrichtung auf ihn ausgerichtet war.

Aus der Geometrie wird dann die Statistik. Rekonstruiert wurde der Outbound-Pfad der Uplinks anhand öffentlich einsehbarer DSN-Zeitpläne, Zuordnung der Zielcodes zu Missionen, Trajektorien aus JPLs Horizons-System und Korrekturen für die Lichtlaufzeit. So entsteht eine Karte, die in Einheiten von ein Bogensekunde breiten Zellen erfasst, wie lange einzelne Richtungen mit tiefer Raumfahrtkommunikation „beleuchtet“ waren. Dabei wurden Ka-band-Uplinks ausgeschlossen, weil die Sendeleistung unter 1 Kilowatt lag und nur wenige Antennen diesen Betrieb abdeckten; außerdem blieben Low-Earth-orbit-Kommunikationen außerhalb. Für die eigentliche Aussage ist entscheidend: Es geht um stärkere Deep-Space-Uplinks in S- und X-Band, nicht um jede künstliche Funkemission, die die Erde je ausgesendet hat.

Die Verteilung zeigt ein auffälliges Zentrum um Mars. Für Blicklinien innerhalb von zwei Bogenminuten um den Planeten lag der mittlere Duty Cycle bei 77 Prozent, was rechnerisch etwa 9,4 Monate Übertragungszeit pro Jahr entspricht; zwischen zwei und drei Bogenminuten fiel er auf rund 58 Prozent ab, und jenseits von drei Bogenminuten nimmt er deutlich schneller ab. Im Vergleich wurde der Bereich innerhalb zweier Bogenminuten um Mars etwa 400.000-mal häufiger illuminiert als eine zufällige Richtung im ganzen Himmel. Für Alignment-Szenarien, die statt Mars einen anderen Planetenweg betrafen, liegt der entsprechende Duty Cycle-Ansatz bei etwa 12 Prozent und damit weit über dem „random all-sky“-Fall. Das Ganze bleibt jedoch doppelt konditional: Ein Beobachter muss erstens im schmalen „Fortsetzungsstrahl“ entlang der Erde–Mars-Achse sitzen, und zweitens muss er während der Konjunktion – also in genau dieser Ausrichtung über den Analysezeitraum – beobachten.

Warum ausgerechnet Mars in der Statistik dominiert, ist in der Logik der Solar-System-Architektur verankert. Über die Studienjahre kommunizierte die NASA überlappend mit Orbitern, Landern und Rovern in der Marsumgebung; dadurch entstehen mehrfach im Jahr ähnliche Himmelsrichtungen, in denen DSN-Antennen in Routinebetrieb „durchziehen“. Zusätzlich prägt die Flachheit des Sonnensystems die Karte: Die meisten planetaren Bahnen und interplanetaren Strecken verlaufen nahe der Ekliptik. Die Studie findet, dass ein großer Anteil der gesamten DSN-Übertragungszeit innerhalb von fünf Grad entlang dieser Ebene bleibt. Auch die Erde Transit Zone, also die schmale Region, aus der sich der Sonnenübergang der Erde beobachten lässt, zeigt einen deutlich höheren Duty Cycle als die Breite der Zufallsverteilung. Daneben treten Peaks in Richtung der Sonne und weg von ihr auf, was mit Kommunikation zu Raumfahrtsystemen in der Nähe von Sonne–Erde-Lagrangepunkten zusammenhängt.

Für die praktische Suche nach KI-orientierter Technologie ist die nächste Erkenntnis besonders relevant: „Im Beam sein“ ist nicht dasselbe wie „hören und decodieren“. Die Autoren schätzen, dass ein typischer DSN-Uplink mit moderner irdischer Funktechnik aus ungefähr sieben Parsecs (23 Lichtjahre) detektierbar sein könnte – unter der Voraussetzung, dass Empfangsleistung, Frequenzwahl und Beobachtungszeitpunkt passen. Gleichzeitig bleibt das Problem mehrstufig: Interstellare Ausbreitung schwächt Signale, Plasmaeffekte können die Übertragung beeinflussen, und ein Empfänger müsste künstliche Träger sauber von natürlichem und instrumentellem Rauschen trennen. Das eigentliche Decoding einer Kommandostruktur ist eine zusätzliche Hürde. Die Studie leistet deshalb vor allem eines: Sie liefert eine empirische Basis, um aus der Sendelogik anderer Weltanlagen eine zielgerichtete Suchstrategie abzuleiten.

Genau dort setzt auch die methodische Brücke zu SETI an: Nicht „wer könnte zufällig etwas aufgefangen haben?“ steht im Vordergrund, sondern „wo lohnt es sich zu horchen, wenn Technologie zunächst über Kommandonetze und nicht über große interstellare Beacons wächst?“. Die Idee lautet: Wenn eine frühe Raumfahrtnation ein Netzwerk zur Steuerung von Sonden baut, bevor sie gezielt eine interstellare Ansage sendet, dann sollte sich ihre Funkaktivität entlang bestimmter Ebenen und Ausrichtungen verdichten – besonders, wenn Planeten in ähnlichen Bahnebenen umlaufen. Beobachtungslücken lassen sich dann systematisch verkürzen, indem man in Zeitfenstern sucht, in denen Exoplaneten relativ zueinander oder zur Blickrichtung „transitieren“. Eine frühere, zeitlich um Planet-Planet-Okklusionen geclusterte Radioplanung im TRAPPIST-1-Kontext zeigte bereits, wie sehr Alignment-Logik die Suche fokussieren kann; die DSN-Auswertung liefert jetzt dafür ein messbares Template, das zeigt, wie groß der Effekt gegenüber rein zufälligen Zeitpunkten sein kann.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Wie Mars-Missionen die KI-Detektion von Signalen aus dem All wahrscheinlicher machen - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Wie Mars-Missionen die KI-Detektion von Signalen aus dem All wahrscheinlicher machen".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Astronomie Exoplaneten Funk KI Kommunikation Künstliche Intelligenz Luft- Und Raumfahrt Mars Nasa Raumfahrt Raumschiff Seti Space Stern Uplink Welt Weltraum
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Waymo bringt Robotaxis 2027 nach München – und setzt auf KI im EU-Test


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Wie Mars-Missionen die KI-Detektion von Signalen aus dem All wahrscheinlicher machen" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Wie Mars-Missionen die KI-Detektion von Signalen aus dem All wahrscheinlicher machen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Wie Mars-Missionen die KI-Detektion von Signalen aus dem All wahrscheinlicher machen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    708 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs