LONDON (IT BOLTWISE) – Die Bitcoin-Hashrate bleibt seit 316 Tagen unter ihrem bisherigen Rekord, obwohl sich der Bitcoin-Kurs in den Sommermonaten deutlich erholte. Während das Netzwerk zeitweise nahe am Ziel von zehn Minuten pro Block arbeitet, fällt die Rückkehr von stillgelegter Mining-Kapazität weiterhin schwach aus. Laut Raphael Zagury handelt es sich dabei um Bitcoins ersten länger anhaltenden „economic hashrate bear market“. Der Grund könnte weniger in der Krypto-Logik liegen, sondern darin, dass Rechen- und Stromkapazitäten zunehmend für KI- und HPC-Workloads gebunden werden.

Die anhaltende Schwäche bei der Bitcoin-Hashrate ist in diesem Zyklus auffällig, weil sie nicht mit der klassischen Preisreaktion der Vergangenheit Schritt hält. Laut den im Text genannten Kennzahlen lag die sieben-Tage-Netzwerk-Performance am 31. August bei rund 914 Exahashes pro Sekunde. Das sind etwa 20,6 % unter dem Rekord von 1.151,6 EH/s aus Oktober 2025. Gleichzeitig ist die Zeitspanne ohne neues Hoch mittlerweile die längste in einem Jahrzehnt, nämlich 316 Tage – damit wird die Erwartung erschüttert, dass ein Kursanstieg die Mining-Aktivität zuverlässig zurück in Richtung Bestwerte zieht.
Bemerkenswert ist der Vergleich mit der Korrelation zwischen Kurs und Hashrate über längere Sicht: Der Bitcoin-Preis erholte sich historisch häufig so weit, dass Miner wieder ans Netz gingen, weil der Dollarwert der Blockbelohnungen stieg. In der aktuellen Phase zeigt sich jedoch eine zweite, seltene Abweichung seit 2012: Während der Kurs nach dem Textverlauf vom späten Juni bis zum späten August um 34,9 % zulegte und zwischenzeitlich über 81.000 US-Dollar stieg, sank die Hashrate im selben Zeitraum um 10,1 %. Hinzu kommt, dass die Netzwerkschwierigkeit und die realen Miner-Erträge zwar Entlastungssignale liefern, die physische Rückkehr von Rechenleistung aber langsamer erfolgt als erwartet.
Technisch setzt Bitcoin weiterhin auf ein Ausgleichsmechanismus, der in einer Niedrigphase typischerweise Wirkung zeigt: Fällt die Hashrate, reduziert das Protokoll mittelfristig die Mining-Schwierigkeit, sodass die verbleibenden Miner bei gleichem Block-Subsidy weniger Rechenleistung benötigen. Im Text wird das über konkrete Parameter gestützt: VanEck beziffert die Netzwerk-Hashrate in der Woche bis zum 11. August auf rund 885 EH/s und die Schwierigkeit auf 18,3 % unter dem November-2025-Höchststand. Außerdem verknüpft die Puell-Multiple-Kennzahl die tägliche Dollar-Ausgabe durch neue Bitcoins mit dem Ein-Jahres-Durchschnitt; sie lag im angegebenen Zeitraum im Schnitt bei etwa 0,73 und damit im 16. Perzentil, was ungewöhnlich schwache Miner-Einnahmen signalisiert. Genau diese Gemengelage zwingt in der Praxis dazu, marginale Maschinen abzuschalten, bevor sie dauerhaft im Verlustbereich laufen.
Die Logik der „automatischen“ Gegenbewegung ist auch im Text sichtbar, aber sie erreicht offenbar noch nicht die gleiche Größenordnung wie in früheren Erholungen. Der Schwierigkeits-Adjustmentsignalverlauf wirkt zunächst prozyklisch: Am 8. August stieg die Schwierigkeit laut VanEck um 1 %, als die Hashrate wieder Richtung 925 EH/s wanderte. Am 23. August fiel sie danach um 1,31 % und lieferte erneut Erleichterung. Parallel verbesserte sich das kurzfristige Bild: Bis zum 31. August lag die sieben-Tage-Hashrate laut Hashrate Index bei etwa 915 EH/s (plus 3,3 % gegenüber 886 EH/s eine Woche zuvor), und die Blockankunftszeiten lagen nahezu exakt bei neun Minuten und 56 Sekunden. Auch Hashprice, also die Ertragsgröße pro Recheneinheit, zog an – auf 39,36 US-Dollar pro Petahash pro Sekunde pro Tag gegenüber 34,63 US-Dollar im 30-Tage-Durchschnitt. In einer rein bitcoinimmanenten Betrachtung müsste das ein stärkeres Reaktivieren von Kapazitäten auslösen, doch genau das bleibt aus.
Hier kommt der zentrale neue Hebel ins Spiel: Für manche Betreiber ist die Abschaltung von Mining-Equipment nicht mehr nur eine kurzfristige Pause, die beim nächsten Kursimpuls automatisch endet. Im Text wird beispielhaft IREN genannt, das seine installierte Self-Mining-Kapazität von 50 EH/s (Juni 2025) auf 23,2 EH/s (Juni 2026) reduzierte und die zugehörige Power- und Data-Center-Infrastruktur Richtung „AI Cloud Services“ umleitete. Bereits Ende Juni seien rund 40 MW an AI-Cloud-Kapazität im Betrieb gewesen. Auch TeraWulf verlagert Kapazität in Richtung High-Performance-Computing, wobei im Text 81 MW critical-IT (Stichtag 30. Juni) und 102 MW energized (Juli) bei gleichzeitig 145 MW Legacy-Mining-Kapazität angeführt werden. Der Punkt daran ist nicht, dass Mining verschwindet, sondern dass die freiwerdende Energie und Infrastruktur nicht zwangsläufig „zurückkauft“ werden kann, selbst wenn die Schwierigkeit sinkt.
Damit verändert sich die Wettbewerbsdynamik: Ein Miner, dessen Maschinen abgeschaltet wurden, kann theoretisch wieder einschalten, wenn Hashprice und Blockbelohnungen anziehen. Aber wenn Leistung und Rechenzentrumsressourcen vertraglich oder operativ an langlaufende KI-Kunden gebunden sind, wird die Rückkehr in den Mining-Betrieb deutlich langsamer. Der Text verweist in diesem Kontext auf Riots langfristige Compute-Vereinbarung: Im August wurde eine rund 20-jährige, etwa 9 Milliarden US-Dollar schwere Vereinbarung mit Anthropic genannt. Genau solche Zeithorizonte machen es unwahrscheinlich, dass sich Kapazität kurzfristig wieder in Bitcoin-Hashpower umschichten lässt. Hinzu kommen saisonale Dämpfer und der Betrieb eigener ineffizienter Flotten: Sommerliche Strombegrenzungen, insbesondere in Texas, reduzierten dem Text zufolge das Mining in Phasen hoher Nachfrage. Auch das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teil der Geräte nicht „nur wartet“, sondern dauerhaft umgenutzt wird.
Für die nächste Phase der Hashrate-Erholung entscheidet sich daher, ob Kapazität lediglich „im Leerlauf“ liegt oder ob sie faktisch in andere Workloads gewandert ist. Der Text zeichnet ein differenziertes Bild: MARA meldet im Juni 70,3 EH/s energized hashrate, Bitdeer nennt 76,7 EH/s Self-Mining-Kapazität im Juli, und Riot steigert gleichzeitig Mining-Deployments sowie den Parallelbetrieb von KI-Infrastruktur. IREN wiederum zeigt die Richtung „Conversion“, indem Mining-Kapazität deutlich fällt und AI-Cloud-Kapazität bereits läuft. TeraWulfs Kombination aus energizierten HPC- und Legacy-Mining-Kapazitäten spricht dafür, dass beides koexistieren kann – allerdings nicht zwingend in dem Maß, das für ein schnelles Zurücklaufen auf die späten-2025er Peak-Hashrate nötig wäre. Das Protokoll bleibt dabei grundsätzlich stabil: Schwierigkeit passt sich an, Blöcke kommen nahe am 10-Minuten-Ziel an, und die Rückkehrbewegung ist sichtbar. Die 316-tägige Durststrecke legt jedoch nahe, dass die Antwort auf den aktuellen Abschwung nicht vollständig „im Bitcoin selbst“ liegt, sondern zunehmend außerhalb der bisherigen Preis-Hashrate-Mechanik.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin-Hashrate unter Rekord seit 316 Tagen: KI könnte Erholung der Miner erschweren" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin-Hashrate unter Rekord seit 316 Tagen: KI könnte Erholung der Miner erschweren" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin-Hashrate unter Rekord seit 316 Tagen: KI könnte Erholung der Miner erschweren« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!