LONDON (IT BOLTWISE) – NVIDIA will die Unterstützung von DLSS 5 schrittweise auch auf die GeForce RTX 40-Serie ausweiten. Zunächst optimiert der Hersteller DLSS 5 weiter für die GeForce RTX 50-Serie, bevor er die offiziellen Radeon-ähnlichen Abdeckung für ältere Grafikkarten nachzieht. Laut eigenen Angaben hat NVIDIA die Rechenanforderungen und die Performance von DLSS 5 bereits spürbar verbessert und nennt dafür eine 5X-Steigerung seit der Ankündigung im März. Für Anwender bedeutet das: Mehr Planungssicherheit, aber zunächst bleibt DLSS 5 auf RTX 50 konzentriert.

DLSS 5 kommt auch für GeForce RTX 40 – NVIDIA plant Schritt-für-Schritt-Optimierung
DLSS 5 kommt auch für GeForce RTX 40 – NVIDIA plant Schritt-für-Schritt-Optimierung (Foto: IT BOLTWISE)
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Was sich für viele Gamer zunächst nach „DLSS 5 nur für die neue Generation“ anhörte, bekommt kurz vor dem Rollout eine spürbare Wendung: NVIDIA kündigt an, dass die GeForce RTX 40-Serie ebenfalls eine offizielle Unterstützung für DLSS 5 erhalten soll. Der Zeitpunkt bleibt dabei bewusst gestaffelt. Zuerst steht die weitere Optimierung für die GeForce RTX 50-Serie mit Updates im Vordergrund, erst nachdem die Performance dort „voller abgestimmt“ ist, will NVIDIA die Unterstützung auf RTX 40 ausweiten. Genau dieser Abstand zwischen aktueller und älterer Hardware ist in der Praxis oft der eigentliche Knackpunkt – weniger die Grundfähigkeit eines Modells, sondern die Frage, wie stabil und effizient es auf unterschiedlichen Tensor-/AI-Bereichen läuft.

Technisch wird DLSS 5 als das rechenintensivste Modell beschrieben, das NVIDIA bislang vorgestellt hat. Der Hersteller ordnet das Modell außerdem in einen größeren Entwicklungskontext ein: Seit der ersten Ankündigung im März habe man demnach eine 5X-Performance-Steigerung erreicht und plane weitere Verbesserungen. Zusätzlich nennt NVIDIA den Fokus auf die GeForce RTX 50-Serie und spricht von „model updates“ später in diesem Herbst. Für die RTX-40-Nutzer heißt das nicht zwangsläufig, dass die Karten die KI-Rechenlast nicht bewältigen könnten, aber es deutet darauf hin, dass das Feintuning für die neue Plattform zuerst erfolgen soll. Gerade bei KI-gestützter Bildrekonstruktion und Neural Rendering ist die Abstimmung zwischen Modell, Laufzeit und Hardware-Optimierungen entscheidend, damit Latenz, Bildqualität und Stabilität zusammenpassen.

In den bisherigen Tests, die im Kontext der offiziellen DLSS-5-Unterstützung genannt werden, spielt neben den Bildvergleichen auch der Energieverbrauch eine Rolle. Das ist für das Thema „RTX 40 vs. RTX 50“ relevant, weil sich Modelloptimierungen häufig nicht nur in höheren FPS niederschlagen, sondern auch in Effizienz: Wenn die Rechenlast pro Frame sinkt oder sich besser über die AI-Engines verteilt, wird das thermische Budget weniger zum limitierenden Faktor. Laut NVIDIA unterstützt aktuell jedoch vor allem die aktuelle Generation die Form des Neural Rendering, die im Rahmen von DLSS 5 betrachtet wird. Die Entscheidung, erst die RTX 50-Serie „auszuschärfen“ und dann die offizielle Breite auf RTX 40 zu erweitern, wirkt deshalb wie ein klassischer Ressourcen-Shift: Erst die Plattform-Hauptschiene optimieren, dann die Kompatibilität erweitern.

Interessant ist dabei auch, warum der Sinneswandel offenbar „kurz vor Veröffentlichung“ kam. In der Quelle wird betont, dass die Unterstützung für die RTX 40-Serie zuvor nicht erwartet wurde – und parallel wird ein möglicher Druckfaktor angedeutet: Ein Leak zu DLSS 5 und die Möglichkeit, es per Mod auch auf älteren Karten auszuführen, könnten NVIDIA dazu bewegt haben, die Pläne zeitlich neu zu justieren. Das erinnert branchenweit an ein bekanntes Muster: Sobald technisch nachweisbare Umgehungen in Umlauf geraten und die Community die Grenzen auslotet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Hersteller nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Verfügbarkeit und „offizielle“ Unterstützung reagieren. Für die Nutzer entsteht dadurch zwar mehr Hoffnung, aber die Spielqualität hängt dennoch davon ab, ob NVIDIA die jeweiligen Modelle und Pipelines ausreichend an die RTX 40-Generation angepasst hat.

Vergleichbar ist die Entwicklung, die im Text für AMD als Referenz genannt wird: Dort habe sich die Unterstützung von FSR 4.1 nach Community-Druck ebenfalls in Richtung älterer Generationen verschoben. Der Unterschied ist jedoch, wie sich die technische Basis unterscheidet. Während NVIDIA mit DLSS 5 ein KI-Modell- und Inferenz-orientiertes Verfahren verfolgt, setzt AMD im Rahmen von FSR je nach Version stärker auf skalierbare, teils weniger hardwareabhängige Rekonstruktionswege. Trotzdem zeigt der AMD-Teil vor allem eins: Hersteller reagieren häufig dann, wenn die Nachfrage klar sichtbar wird – und wenn die Community demonstriert, dass eine Erweiterung technisch plausibel ist. NVIDIA versucht in diesem Fall, den Prozess zu kontrollieren, indem erst die GeForce RTX 50-Serie im Fokus steht und danach eine offizielle Ausdehnung für RTX 40 angekündigt wird.

Für den Markt bedeutet das vor allem eine klare Botschaft an zwei Zielgruppen. Erstens: NVIDIA will die Kaufargumente der GeForce RTX 50-Serie nicht entwerten, denn die anfängliche Optimierung ist explizit auf genau diese Plattform ausgerichtet. Zweitens: Die RTX-40-Besitzer bekommen eine Perspektive, müssen aber akzeptieren, dass die „gleiche“ DLSS-5-Qualität nicht über Nacht für jede Generation identisch ausrollt. Das ist auch wirtschaftlich nachvollziehbar, weil Modellupdates, Testzyklen und Qualitätsabsicherung nicht beliebig parallelisiert werden. In der Praxis werden viele Anwender genau in dieser Phase entscheiden müssen, ob sie DLSS 5 bereits jetzt experimentell über inoffizielle Wege nutzen oder die offizielle Unterstützung abwarten, die im Idealfall besser abgestimmt ist und weniger Risiko für unerwartete Artefakte mit sich bringt.

Unterm Strich zeichnet die Ankündigung ein realistisches Bild: DLSS 5 bleibt zunächst ein Schwerpunkt für die GeForce RTX 50-Serie, inklusive weiterer Modell- und Performance-Updates. Danach folgt die Ausweitung auf die GeForce RTX 40-Serie, sobald die Performance dort „voller abgestimmt“ ist. Für Unternehmen und Entwickler, die KI-basierte Upscaling- und Rendering-Pipelines in Produktszenarien einplanen, ist das ebenfalls ein Hinweis darauf, dass die tatsächliche Portierung weniger an einer einzelnen Kompatibilitätsentscheidung hängt, sondern an fortlaufender Modellpflege und Laufzeitoptimierung. Sobald die offizielle RTX-40-Unterstützung eintrifft, wird der Markt genau darauf schauen, wie sich Qualität, Latenz und Energieverbrauch im Vergleich zur RTX-50-Basis verhalten.


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