LONDON (IT BOLTWISE) – Marcel Abel, seit über 25 Jahren bei JLL in Deutschland, verstärkt künftig den Hochschulrat der EBZ Business School (FH). Der Geschäftsführer und Head of Leasing Advisory Germany bringt Expertise aus Gewerbeimmobilien, Vermietung und Immobilienberatung in das strategische Beratungsgremium ein. Die EBZ will damit den Dialog zwischen Studium, Forschung und Praxis weiter verdichten. Abel sieht die Berufung als Rückbindung an seine eigene Ausbildung am EBZ und betont den hohen Stellenwert von Wissenschaft und Praxis.

Die EBZ Business School (FH) baut ihr strategisches Beratungsgremium aus und setzt dabei bewusst auf einen weiteren Praxisakteur aus der Immobilienbranche: Marcel Abel, Geschäftsführer bei JLL Germany und Head of Leasing Advisory Germany, wird künftig Mitglied des Hochschulrats. Für eine Hochschule ist so eine Personalie mehr als ein formaler Rollenwechsel, weil der Hochschulrat die Hochschule bei ihrer strategischen Weiterentwicklung begleitet und Impulse aus unterschiedlichen Perspektiven aufnimmt. In der konkreten Zusammensetzung liegt der Fokus auf Themenfeldern wie Gewerbeimmobilien, Vermietung und Immobilienberatung – also genau den Bereichen, in denen eine Marktpraxis typischerweise sehr schnell neue Anforderungen in Curricula und Forschungsfragen übersetzt.
Abel ist seit über 25 Jahren für JLL tätig und verantwortet in Deutschland nicht nur die Geschäftsführung, sondern auch den Bereich Leasing Advisory. Damit verbindet er zwei Ebenen, die in der Unternehmenspraxis selten gleichzeitig stark ausgeprägt sind: Beratungskompetenz entlang des gesamten Vermietungsprozesses und operative Steuerung eines Standorts. Hinzu kommt, dass er den Standort Düsseldorf verantwortet. Gerade diese Kombination dürfte für den Hochschulrat relevant sein, weil der gewerbliche Immobilienmarkt in Deutschland stark segmentiert ist – von der Bürovermietung über Handelsimmobilien bis hin zu Logistik- und Mixed-Use-Modellen. Wer in solchen Umfeldern berät, arbeitet zwangsläufig an Schnittstellen aus Marktanalyse, Vertragslogik und Risikoabwägung, und genau diese Verzahnung lässt sich oft in Studienprojekte und Transferformate übertragen.
Der Hochschulrat selbst ist bei der EBZ als Gremium darauf ausgerichtet, die Hochschule strategisch weiterzuentwickeln und Perspektiven aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in die Arbeit einzubinden. Dass die EBZ hier explizit eine Führungskraft aus einem international agierenden Beratungsunternehmen adressiert, wirkt wie ein Signal für Kontinuität: Statt nur einzelne Gastbeiträge einzusammeln, soll die strategische Richtung regelmäßig mit der Praxis rückgekoppelt werden. Gleichzeitig macht das die Personalie auch für Studierende greifbar, weil Themen wie Vermietungsstrategien, Standortentwicklung oder die Struktur von Immobilienberatungsprojekten nicht nur theoretisch erklärt, sondern aus realen Entscheidungsprozessen heraus diskutiert werden können.
Auch inhaltlich ordnet Abel seine Ernennung in einen persönlichen Kontext ein: Er bezeichnet die Aufgabe als einen „Kreis, der sich schließt“, weil er seine Ausbildung am EBZ absolviert hat. Diese Aussage passt zur in der Meldung beschriebenen Grundidee, dass Wissenschaft und Praxis bereits während der Ausbildungszeit ein Markenzeichen gewesen seien und heute noch wichtiger seien. Für die Hochschulstrategie ist das insofern bedeutsam, als Transfer nicht nur bedeutet, dass Unternehmen sich an Veranstaltungen beteiligen, sondern dass Forschungs- und Lehrinhalte so gestaltet werden, dass sie reale Problemstellungen adressieren. In der Immobilienwirtschaft heißt das in der Praxis häufig: bessere Übertragung von Daten und Marktbeobachtung in belastbare Entscheidungen, und damit auch die Frage, wie Methoden aus Forschung in Beratungsvorhaben nutzbar werden.
Die Einbindung von Praxisexpertise ist zudem deshalb spannend, weil der Immobiliensektor gerade unter Veränderungsdruck steht – etwa durch neue Nutzeranforderungen, differenzierte Nachfragestrukturen und den Wandel von Standortkonzepten. Die EBZ hebt in der Berufungsbegründung das weitreichende Netzwerk sowie die strategische Kompetenz Abels hervor, insbesondere im Bereich großer Gewerbeimmobilien. Für den Hochschulrat kann das heißen, dass sich Beratungsschwerpunkte stärker in Richtung langfristiger Modelle entwickeln, in denen nicht nur einzelne Mietverhältnisse betrachtet werden, sondern die Logik von Portfolios und Projektpipelines. Dabei ist JLL als weltweit tätiges Immobilienberatungsunternehmen mit über 111.000 Mitarbeitenden in mehr als 80 Ländern und an über 300 Standorten ein Beispiel dafür, wie heterogen Märkte sind und wie wichtig deshalb universell anschlussfähige Transfermechanismen für die Ausbildung sein können.
Für die EBZ Business School eröffnet diese Ergänzung des Hochschulrats vor allem die Chance, strategische Fragen noch konsequenter mit dem Alltag in der Vermietungs- und Beratungsarbeit zu koppeln. Wenn Studiengänge, Forschungsprojekte und Transferaktivitäten in kontinuierlichem Dialog mit führenden Persönlichkeiten aus der Immobilienwirtschaft stehen, sinkt die Distanz zwischen Lehrbuchwissen und Marktlogik. Gleichzeitig bleibt die Zusammensetzung eines Hochschulgremiums ein kontinuierlicher Aushandlungsprozess: Der Nutzen entsteht dann, wenn aus der Erfahrung einzelner Marktrollen konkrete Impulse werden – zum Beispiel in Form von Projektaufgaben, Kooperationen oder der Weiterentwicklung von Lehrformaten. Genau darauf zielt die Meldung ab, indem sie die Expertise aus der Immobilienwirtschaft nicht als Randnotiz, sondern als strukturellen Bestandteil der Hochschularbeit positioniert.
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