NÜRNBERG/DÜSSELDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Umfrage im Auftrag der Jobseite Indeed zeigt: Die Mehrheit der Beschäftigten würde mehr arbeiten, wenn Gehalt, Flexibilität und steuerliche Vorteile stimmen. Laut Appinio gaben mehr als die Hälfte der 1.000 Befragten an, Überstunden zu leisten – knapp 20 Prozent sogar dauerhaft. Gleichzeitig empfindet jeder Zweite die politische Debatte um längere Arbeitszeiten als demotivierend.

Die Diskussion um längere Arbeitszeiten berührt in Deutschland offenbar direkt den Alltag vieler Beschäftigter. Eine Untersuchung des Instituts Appinio im Auftrag der Jobseite Indeed kommt zu einem klaren Muster: Die Mehrheit der Erwerbstätigen wäre grundsätzlich bereit, mehr zu arbeiten, sofern die Rahmenbedingungen passen. Entscheidender als die reine Forderung nach mehr Stunden ist dabei, was Beschäftigte dafür konkret zurückbekommen. Genau an dieser Stelle setzt die Umfrage an und verschiebt den Fokus von der Wochenarbeitszeit hin zu Anreizen, Arbeitsorganisation und messbarer Entlastung.
In den Ergebnissen steckt gleichzeitig ein spürbarer Zielkonflikt zwischen politischem Signal und individueller Motivation. Denn nach den Angaben zur Befragung gaben mehr als die Hälfte der 1.000 Beschäftigten an, Überstunden leisten zu wollen. Knapp 20 Prozent dieser Gruppe nennen sogar eine dauerhafte Bereitschaft. Erschwerend kommt hinzu, dass bereits fast drei Viertel der Befragten mehr arbeiten als es im Arbeitsvertrag vorgesehen ist – die Debatte betrifft also nicht nur theoretische Mehrarbeit, sondern bereits gelebte Praxis in Unternehmen.
Wer nicht noch zusätzlich arbeiten möchte, begründet das laut Untersuchung vor allem mit privaten und gesundheitlichen Grenzen: Privatleben und eigene Gesundheit werden ebenso genannt wie fehlende finanzielle Anreize und familiäre Verpflichtungen. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass „mehr Zeit“ als Hebel nur dann funktioniert, wenn sich der Zusatzaufwand spürbar lohnt. Als besonders wirksame Faktoren nennen die Befragten ein attraktiveres Grundgehalt, steuerliche Privilegien, flexiblere Arbeitszeiten sowie Bonuszahlungen. Gerade diese Mischung deutet darauf hin, dass Beschäftigte nicht nur finanzielle Kompensation erwarten, sondern auch Kontrollmöglichkeiten über Arbeitszeit und Planbarkeit.
Im Arbeitsalltag stoßen diese Erwartungen jedoch offenbar häufig an operative Grenzen. Indeed hebt als Hauptbremsfaktor akuten Personalmangel hervor, gefolgt von unnötiger Bürokratie und langsamen Prozessen. Dazu kommen unklare Zielvorgaben, eine mangelhafte Führung sowie zu viele Besprechungen und veraltete Technik. Das ist aus Techniksicht relevant, weil viele dieser Faktoren weniger mit „Arbeitszeit“ im engeren Sinn zu tun haben, sondern mit Durchlaufzeiten, Systemlatenz und Reibungsverlusten im Tagesgeschäft. Wenn Prozesse warten müssen, lässt sich Mehrarbeit kurzfristig zwar ausgleichen, aber sie verbessert selten die Produktivität pro Stunde nachhaltig.
Damit wird auch verständlich, warum die politische Debatte selbst belastet. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, durch die Diskussion um längere Arbeitszeiten demotiviert zu sein; ein Drittel fühlt sich dagegen angespornt. Doch für die Bewertung zählt die Gewichtung: „Diese [Erhöhung der Wirtschaftsleistung] kann durch Investitionen in Infrastruktur und Technologie – auch im Bereich Künstliche Intelligenz – und Entbürokratisierung erhöht werden. Im besten Falle werden Mitarbeitende hierdurch von zeitintensiven Routineaufgaben entlastet und ihre Motivation sowie Arbeitszufriedenheit steigen.“ sagt Virginia Sondergeld, Indeed-Expertin. Die Aussage macht deutlich, dass Produktivität als Gegenmodell zur „Stundenlogik“ gedacht ist – also als Ergebnis von besserer Organisation, digitaler Unterstützung und weniger Verwaltung.
Technisch betrachtet berührt das eine typische Engstelle in Unternehmen: Routineaufgaben und dokumentengetriebene Workflows fressen Zeit, während echte Wertschöpfung häufig an Entscheidungen, Kreativität und Abstimmung hängt. Wenn KI-gestützte Assistenzsysteme etwa bei der Text- und Datenaufbereitung, bei der Suche in Wissensbeständen oder beim Zusammenfassen von Informationen unterstützen können, sinkt der Anteil von Tätigkeiten, die keine klare geschäftliche Wirkung erzeugen. Gleichzeitig bleibt die Voraussetzung praktisch dieselbe, die die Umfrage auf der Personalseite beschreibt: Erst wenn Prozesse schneller, Ziele klarer und Führung verlässlicher werden, lässt sich zusätzliche Arbeitszeit ohne Überlastung in reale Leistung umwandeln. So wird aus „mehr arbeiten“ eher „besser arbeiten“.
Für Arbeitgeber und HR-Verantwortliche leiten sich daraus zwei Konsequenzen ab. Erstens braucht eine Debatte über längere Arbeitszeiten einen Vergütungs- und Flexibilitätsrahmen, der von Beschäftigten als gerecht und nachvollziehbar erlebt wird – ansonsten bleibt Bereitschaft ein theoretisches Versprechen. Zweitens entscheidet die Prozessrealität: Personalmangel, Bürokratie und langsame Abläufe schneiden die Wirkung von Anreizen ab. Wer Produktivität steigern will, muss daher zugleich in Infrastruktur, Technologie und Entbürokratisierung investieren und die Zusammenarbeit im Team so strukturieren, dass Besprechungen und veraltete Tools nicht zum Taktgeber werden. Genau dort liegt der praktische Anschluss an KI-Entwicklung: nicht als Schlagwort, sondern als Hebel gegen Routineaufwand und Wartezeiten.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Umfrage: Beschäftigte wollen länger arbeiten – aber nur mit passenden Anreizen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Umfrage: Beschäftigte wollen länger arbeiten – aber nur mit passenden Anreizen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Umfrage: Beschäftigte wollen länger arbeiten – aber nur mit passenden Anreizen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!