LONDON (IT BOLTWISE) – Apple bringt mit den AirPods 5 eine neue Generation in den Handel, bei der Active Noise Cancellation (ANC) nun in beiden Modellen Standard ist. Der Einstiegspreis liegt bei 129 US-Dollar, während die 149-US-Dollar-Variante zusätzlich einen Wireless-Charging-Case sowie eine Bedienfunktion am Stiel mitbringt. Gleichzeitig bleibt vieles technisch identisch, darunter H2-Audiochip, Bluetooth 5.3 sowie Funktionen wie Adaptive EQ und Personalized Spatial Audio. Entscheidend ist für Käufer vor allem, ob und wie stark sie von ANC, Transparenzmodus und längerer Akkulaufzeit profitieren.

AirPods 5 vs. AirPods 4: Welche Generation lohnt sich wirklich?
AirPods 5 vs. AirPods 4: Welche Generation lohnt sich wirklich? (Foto: IT BOLTWISE)
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Beim Kauf von Apples AirPods stellt sich aktuell weniger die Frage nach „besser“ oder „schlechter“, sondern nach dem richtigen Paket aus Funktionen und Laufzeit. Apple hat laut den verfügbaren Angaben die AirPods 5 am 9. September in die Produktlinie geschoben und damit beide AirPods-4-Modelle ersetzt. Übrig bleiben für Interessenten zwei praktische Entscheidungen: Greift man zu den AirPods 5, bei denen die Geräuschunterdrückung (ANC) nun auch im Einstiegsmodell enthalten ist, oder nutzt man Rabatte auf die AirPods 4, bei denen ANC erst in einer teureren Variante überhaupt verfügbar war.

Was viele Käufer zunächst überrascht: Trotz der Generationssprünge sehen die neuen und die alten Ohrhörer optisch und vom Grunddesign her sehr ähnlich aus. Apple nennt für beide Generationen identische Maße und Gewichte, nämlich 4,3 Gramm pro Earbud sowie 30,2×18,3×18,1mm. Wichtig für den Alltag ist außerdem die Bauform: Die AirPods 4 wie auch die AirPods 5 sind als Open-Ear-Headsets ausgelegt und verwenden keine Silikon-Ohrpassstücke, die den Gehörgang abdichten könnten. Daraus folgt, dass externe Geräusche nicht „wegkapselt“ werden, sondern über die Software-Funktionalität (insbesondere ANC in den passenden Modellen) und über die Signalverarbeitung reduziert werden.

Technisch ist die Basis zudem auffällig konsistent. In beiden Generationen steckt Apples H2-Audiochip, die Funkanbindung läuft über Bluetooth 5.3, und auf dem Stiel sitzt ein Force-Sensor für Wiedergabe sowie Anrufe. Auch das Schnellladen bleibt gleich gelagert: Fünf Minuten im Case sollen etwa eine weitere Stunde Musik ermöglichen. Ebenso deckt sich die Feature-Landschaft in großen Teilen, darunter Personalized Spatial Audio mit dynamischem Head-Tracking, Adaptive EQ, Voice Isolation, Dual-Beamforming-Mikrofone sowie das Automatic Switching zwischen Apple-Geräten. Bei Einstellungen, die ab Werk aus sind, bleibt die Empfehlung in der Praxis gleich: Wer sie einmal aktiviert, erhält auf beiden Generationen denselben Kernnutzen.

Auch die Software-Erfahrung spielt beim Vergleich eine ähnliche Rolle. Apple nennt hands-free Zugriff auf Siri KI für alle AirPods, und Live Translation wird über die gesamte AirPods-Linie hinweg bereitgestellt. Für den konkreten Zeithorizont ist zudem relevant, dass diese Funktionen mit iOS 27 kommen und Apple das Update am 14. September veröffentlicht. Für Käufer bedeutet das: Selbst wenn man heute noch AirPods 4 aus dem Handel mitnimmt, sperrt einen das nicht von der neuesten Earbud-Software – zumindest solange die unterstützten Funktionen auf der eigenen Geräte- und iOS-Seite verfügbar sind.

Der eigentliche Unterschied liegt bei AirPods 5 klar im Bereich der aktiven Geräuschunterdrückung und in einigen Folgeeffekten. Apple positioniert ANC bei den AirPods 4 über zwei Modelle: Wer die aktive Geräuschunterdrückung will, muss zur 179-US-Dollar-Variante greifen. Die günstigere AirPods-4-Variante für 129 US-Dollar kommt hingegen ohne ANC, ohne Transparenzmodus, ohne Adaptive Audio und ohne Conversation Awareness. Genau diese Lücke schließt Apple bei den AirPods 5: Beide AirPods-5-Modelle enthalten die genannten Funktionen vollständig, inklusive Transparenz und den erweiterten Audio-Profileigenschaften. Zusätzlich nennt Apple eine Reduktion von bis zu 50% mehr Geräuschen gegenüber AirPods 4 mit ANC; das wird als bis zu 1,5-mal bessere Geräuschunterdrückung beschrieben. Als technische Ursache nennt Apple verbessertes computational audio, das aus der AirPods-Pro-Reihe „ausgeliehen“ worden sei, und genau daraus leitet Apple auch die nächste Generation Adaptive EQ sowie eine natürlichere Transparenzmodus-Funktion ab.

Daneben bewegt Apple zwei weitere Parameter, die man in der Kaufentscheidung nicht unterschätzen sollte: Robustheit und Akkulaufzeit. Bei der Wasser- und Staubbeständigkeit bleiben die AirPods 4 mit IP54 im Bereich für Schweiß und Wasser, während beide AirPods-5-Modelle auf IP57 anheben. Damit steigt die Toleranz in Situationen, in denen etwa Sport, Regen oder Schmutz häufiger vorkommen. Noch stärker differenziert sich die Laufzeit je nach AirPods-5-Modell. Für die AirPods 4 mit ANC nennt Apple bis zu vier Stunden mit aktiver Geräuschunterdrückung und 20 Stunden insgesamt mit dem Case – die 129-US-Dollar-AirPods-5-Variante übernimmt laut Angaben exakt diese Zahlen. Verbesserungen kommen beim 149-US-Dollar-Modell: Hier sind bis zu fünf Stunden mit ANC und 22 Stunden insgesamt mit Case möglich, weil Apple den Akku redesigned haben will. Auffällig ist außerdem die Bedienung: Das teurere Modell erhält einen Force-Sensor mit „Volume Swipe“, also eine Wischgeste am Stiel zum Lautstärkewechsel, die es bei einem offenen AirPod-Design laut Apple so zuvor noch nicht gegeben habe.

Für die konkrete Kaufberatung ergibt sich damit ein relativ klarer Default. AirPods 5 bieten laut den vorliegenden Angaben mehrere Verbesserungen gegenüber der vorherigen Generation und kosten zudem 30 US-Dollar weniger als das AirPods-4-Modell mit ANC beim Launch. Deshalb spricht für die meisten Nutzer am meisten für AirPods 5, insbesondere weil ANC, Transparenz und die Audio-Features damit nicht an die höhere Preisklasse gekoppelt sind. Selbst wenn AirPods 4 im Abverkauf noch günstiger zu haben sind – im Text wird etwa ein Rabatt auf 99 US-Dollar für die Basisvariante sowie eine Reduktion der ANC-Variante von 179 auf 149 US-Dollar genannt – bleibt die Funktionsdifferenz entscheidend. Die AirPods-4-Basis spart zwar 30 US-Dollar gegenüber den 129 US-Dollar der AirPods 5, verzichtet jedoch auf ANC, Transparenzmodus, Adaptive Audio, Conversation Awareness und auch auf die bessere Wasserbeständigkeit. Bei einem Vergleich mit den teureren Modellen zeigt sich das Muster besonders deutlich: Selbst wenn AirPods 4 mit ANC zum gleichen Preis wie das 149-US-Dollar-AirPods-5-Modell auftauchen, liefern AirPods 5 in den genannten Punkten mehr, etwa bei Akkulaufzeit, Wasserbeständigkeit und den neuen Stiel-Bedienoptionen.

AirPods 4 machen daher vor allem dann Sinn, wenn zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Erstens verzichtet man dauerhaft auf ANC und die Transparenz- und Gesprächsbezogenen Audio-Features. Zweitens muss der Preis langfristig stark fallen, etwa in konkreten Sale-Phasen wie Prime Big Deals Days oder Black Friday. Wer dagegen eher ein „einmal kaufen, lange nutzen“-Setup sucht, bekommt mit AirPods 5 eine modernere Funktionsabdeckung bei zugleich besserer Robustheit und – zumindest beim 149-US-Dollar-Modell – einer spürbar längeren Laufzeit. Das ist bei True-Wireless-Kopfhörern nicht nur Komfort, sondern auch ein praktischer Faktor: Je länger die Kombination aus Earbud-Akku und Case ausreicht, desto seltener braucht man unterwegs eine Aufladung, was im Alltag häufig stärker auffällt als einzelne Detailfeatures.

Unterm Strich verschiebt AirPods 5 die Vergleichslogik: Früher musste man für ANC tiefer in die Preisschublade greifen, jetzt ist ANC Bestandteil des Basismodells. Für Technik-affine Käufer ist das besonders relevant, weil ANC und Transparenz nicht nur „Nice to have“ sind, sondern stark die Art bestimmen, wie man mit dem Headset im Straßenverkehr, im Büro oder in öffentlichen Verkehrsmitteln interagiert. Wenn du also neue AirPods suchst und nicht explizit auf die älteren Varianten festgelegt bist, sprechen die im Vergleich genannten Messwerte und Feature-Differenzen klar für AirPods 5 – und zwar nicht nur wegen des Preises, sondern wegen des Gesamtpakets aus Audioverarbeitung, Laufzeit und Schutzklasse.


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