BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Verteidigungsminister Boris Pistorius weist Kritik zurück, die Modernisierung der Bundeswehr konzentriere sich zu stark auf veraltete Waffentechnik. Beim Besuch eines Berliner Campus für Verteidigung und Sicherheitstechnologie betont er, dass die Truppe inzwischen etwa die Hälfte ihrer Mittel in neue Technologien und durch neue Technologien gestützte Systeme lenkt. Nur rund die Hälfte fließe demgegenüber in klassisches „Altmetall“ wie Panzer und Schiffe. Gleichzeitig fordert Pistorius mehr Unabhängigkeit von Rivalen außerhalb Europas im digitalen Bereich, in der IT, in der KI sowie in der Chemie.

Pistorius: Bundeswehr modernisiert – Geld in neue KI- und Drohnentechnik
Pistorius: Bundeswehr modernisiert – Geld in neue KI- und Drohnentechnik (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt die Richtung der Modernisierung der Bundeswehr in Berlin offensiv auf den Prüfstand: „Wir sind in der Bundeswehr längst weiter, als da draußen so mancher meint“, sagte der SPD-Politiker beim Besuch eines Campus für Firmen aus den Bereichen Verteidigung und Sicherheitstechnologie. Im Mittelpunkt seiner Argumentation steht dabei eine einfache Aufteilung: Die Truppe gebe inzwischen etwa die Hälfte ihrer Mittel für neue Technologien und für Systeme aus, die durch genau diese Technologien gestützt werden. Damit versucht Pistorius, einen hartnäckigen Vorwurf zu entkräften, der die Aufrüstung vor allem als Investition in klassische Plattformen wie Fahrzeuge und Schiffe beschreibt.

Die zweite Hälfte der Budgetlogik erklärt Pistorius ebenfalls konkret: Nur etwa die Hälfte fließe in das, was Kritiker als „Altmetall“ bezeichnen würden, also etwa in Panzer und Schiffe. Technisch bedeutet das Verschieben der Gewichtung nicht automatisch, dass die Bundeswehr keine großen Systeme mehr beschafft; es heißt aber, dass mehr Mittel in Komponenten, Software-nahe Fähigkeiten und neue Einsatzmuster fließen sollen. Dazu zählen im Kern auch Datenverarbeitung, Sensorik mit besserer Auswertung sowie unterstützende Automatisierung, also typische Bausteine moderner KI-gestützter Führungs- und Einsatzkonzepte.

In diesem Kontext macht Pistorius die Rolle von Start-ups und Ablegern etablierter Unternehmen zum direkten Bestandteil seiner Strategie. Er zeigte sich „sehr, sehr interessiert an Begegnungen mit neuen Start-ups und mit Ablegern etablierter Unternehmen, um neue Ideen kennenzulernen“. Für Unternehmen aus der Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie ist das vor allem deshalb relevant, weil die Beschaffung in der Regel nicht nur über einzelne Produkte entscheidet, sondern über Reifegrade: Schnittstellenfähigkeit, sicherheitsrelevante Integrationsfähigkeit, Verfügbarkeit von Betriebsdaten und die Fähigkeit, schnell von Prototypen in produktiven Betrieb zu wechseln. Gerade beim Thema KI wird der Unterschied zwischen Demo und Einsatzreife häufig an Monitoring, Robustheit gegenüber wechselnden Umgebungen und an der Frage sichtbar, wie Modelle auf Datenänderungen reagieren.

Politisch wird die Debatte dabei nicht nur in Berlin geführt. Mitte des Monats hatte das Kieler Institut für Weltwirtschaft der Bundeswehr vorgeworfen, „falsche Schwerpunkte bei der Aufrüstung zu setzen“. Der Präsident des Instituts, Moritz Schularick, forderte in seinen Aussagen, dass statt in Panzer, Schiffe und Soldaten mehr Geld in Drohnen, KI und Robotik fließen müsse. Seine Kritik läuft damit auf eine Zielkonflikt-Formel hinaus: Wenn ein begrenztes Budget auf mehrere Jahrzehnte verteilt werden muss, entscheiden Prioritäten darüber, welche Fähigkeiten die Streitkräfte zuerst dominieren können.

Aus dieser Perspektive bekommt auch die vielzitierte Summe eine neue Bedeutung: Bis 2030 stünden 700 Milliarden Euro für die Modernisierung der Bundeswehr zur Verfügung. Schularick sagte, statt diese Mittel gezielt in „Waffensysteme der Zukunft“ zu investieren, gehe bei Pistorius ein Großteil des Geldes weiter in Panzer, Fregatten und andere veraltete Technologien. Für Entscheider ist dabei entscheidend, dass solche Aussagen nicht nur die Frage „Wieviel?“, sondern auch die Frage „Wie wird Zukunft gemessen?“ berühren: Ob Zukunft über Plattformen, über Fähigkeitscluster oder über Software- und Datenkomponenten definiert wird. Je nachdem, wie ein Budgetposten in den Planungen verbucht wird, kann die gleiche Auszahlung in der öffentlichen Debatte sehr unterschiedlich erscheinen.

Pistorius verknüpft die Prioritäten zudem mit einem Autarkie-Anspruch: Deutschland brauche mehr Unabhängigkeit von Rivalen außerhalb Europas im digitalen Bereich, im IT-Bereich sowie im KI-Bereich und im Chemiebereich. Das ist weniger ein Schlagwort als ein Hinweis auf Abhängigkeiten entlang der Lieferkette und der Wertschöpfung. KI-Entwicklung und -Betrieb erfordern nicht nur Rechenleistung und Modellkompetenz, sondern auch Datenzugänge, passende Infrastruktur und eine sichere Systemintegration. Im IT-Umfeld entscheidet zusätzlich häufig die Frage, wie schnell man von Herstellerabhängigkeiten abstrahieren kann, etwa bei Updates, Sicherheitsfixes oder bei der Beschaffung von Komponenten für Lauffähigkeit und Wartung.

Für die Industrie ergibt sich aus dem politischen Disput ein klarer Umsetzungsdruck: Start-ups und Technologielieferanten müssen nachweisen, dass sie in der Praxis in bestehende Systeme integriert werden können, ohne dass die Organisation an Schnittstellen, Betriebsketten oder Wartbarkeit scheitert. Gleichzeitig müssen sie deutlich machen, welchen Beitrag ihre Lösungen zu den von Pistorius genannten „durch neue Technologien gestützten Systemen“ leisten, etwa bei autonomen Funktionen, beim Datenfusionseinsatz oder bei unterstützenden Entscheidungsprozessen. Ob die interne Gewichtung von etwa „Hälfte/Hälfte“ am Ende auch die übergeordneten Fähigkeitsziele erreicht, wird sich in den nächsten Beschaffungs- und Einführungszyklen zeigen – und genau dort entscheidet sich, ob die Modernisierung im Alltag schneller wird als die Kritik.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Pistorius: Bundeswehr modernisiert – Geld in neue KI- und Drohnentechnik - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Pistorius: Bundeswehr modernisiert – Geld in neue KI- und Drohnentechnik".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Aufzurüstung Bundeswehr Chemie Daten Drohnen IT KI Künstliche Intelligenz Modernisierung Pistorius Robotik Unabhängigkeit
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Bitcoin-ETF bei Morgan Stanley: 3,76 Mio. US-Dollar Zukäufe trotz schwankender Flows


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Pistorius: Bundeswehr modernisiert – Geld in neue KI- und Drohnentechnik" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Pistorius: Bundeswehr modernisiert – Geld in neue KI- und Drohnentechnik" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Pistorius: Bundeswehr modernisiert – Geld in neue KI- und Drohnentechnik« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    647 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs