ROSTOCK / LONDON (IT BOLTWISE) – Am 18. November 2026 bringt der Startup-Verband die Startup-Szene nach Mecklenburg-Vorpommern und startet ein offenes Netzwerktreffen in Rostock. Von 18:00 bis 21:00 Uhr treffen sich Founder, Startups und Teams an Thementischen statt in einem klassischen Frontalprogramm. Das neue Landessprecher*innen-Duo Mark Bosold und Sophia Hammer sammelt direkt die drängendsten Themen aus dem Alltag und nimmt sie für die Arbeit in Berlin mit. Auf der Agenda stehen unter anderem Funding, Talente, Startup meets Mittelstand, Bürokratie & Vergabe, KI sowie Spin-offs und Standortfragen.

Ein Startup-Ökosystem lebt nicht nur von Förderprogrammen, sondern vor allem von der Frage, wie schnell Gründerinnen und Gründer konkrete Antworten finden. Genau dafür setzt der Startup-Verband mit „Real Talk & Pizza“ an: Am 18. November 2026 kommen Founder, Startups und Teams aus Mecklenburg-Vorpommern in Rostock zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam eine stärkere Stimme für das Bundesland aufzubauen. Zeitlich ist das Format klar getaktet: Von 18:00 bis 21:00 Uhr geht es an Thementischen um echte Hürden aus dem Arbeitsalltag, statt um ein vorproduziertes Vortragsprogramm.
Organisatorisch wird der Termin als Launch im neuen Landesauftritt verstanden. Eingeladen wird vom neuen Landessprecher*innen-Duo Mark Bosold (CEO pxtra) und Sophia Hammer (CEO NOVA Recruiting); beide bündeln den Austausch und tragen die Ergebnisse im Anschluss in die überregionale Arbeit weiter. An Bord ist zudem die Gründerwerft, was das Event auch als Schnittstelle zwischen bestehenden Unterstützungsstrukturen und frischen Gründungsgruppen positioniert. Die Location macht deutlich, dass es um persönliche Gespräche geht: Kröp eliner Straße 76, 18055 Rostock.
Was das Treffen technisch-organisatorisch besonders macht, ist die Art der Themensteuerung. Es gibt kein starres Programm, sondern eine Agenda, die die Teilnehmenden selbst mitbestimmen: Bei der Anmeldung wird für die „Top-Themen“ gevotet. Die meistgewählten Punkte werden am Abend in vier bis fünf Thementische übersetzt, an denen die Diskussionen fokussiert bleiben. Das sorgt dafür, dass nicht nur „interessante“ Schlagworte zur Sprache kommen, sondern das, was in Mecklenburg-Vorpommern gerade im Alltag bremst oder fehlt. Die Geschäftsstelle ist laut Ankündigung ebenfalls vor Ort, sodass Fragen nicht erst später in Formularen verschwinden.
Inhaltlich decken die vorgesehenen Thementische ein breites Spektrum ab, das von frühen Wachstumsphasen bis zu Strukturfragen des Standorts reicht. Beim Tisch „Funding“ steht im Kern die Frage im Raum, worauf es im Seed ankommt und wie sich aus dem regionalen Netzwerk größere Folgerunden ableiten lassen. „Talente“ adressiert hingegen das Matching-Problem: Wie gelingt es, starke Menschen auch international nach MV zu holen, ohne dass der Aufwand im Recruiting die Unternehmenszeit aufzehrt. „Startup meets Mittelstand“ zielt auf die Übersetzung zwischen Kulturen: Vom Interesse an Zusammenarbeit bis zu echten Deals ist es für viele Teams noch ein weiter Weg, weil Prozesse, Einkauflogik und Risikowahrnehmung häufig auseinanderlaufen.
Daneben gehört auch der praktische Reibungsverlust in der Verwaltung dazu. Bei „Bürokratie & Vergabe“ geht es darum, was im Alltag konkret nervt und wie Teams öffentliche Aufträge gewinnen können, ohne sich in Antragszyklen zu verlieren. Der Tisch „KI“ bringt Künstliche Intelligenz in einen anwendungsorientierten Rahmen: Statt nur Potenziale zu diskutieren, soll es darum gehen, was für den produktiven Einsatz zählt und wo KI zum Gamechanger wird. Damit adressiert das Format eine typische Lücke vieler Startups: Die Technik ist schnell verfügbar, aber die nächste Frage ist fast immer dieselbe – wie man aus einem funktionierenden Prototyp ein belastbares Produkt macht, das Prozesse verbessert und messbar Wirkung erzeugt.
Weitere Thementische betreffen die Lebensphasen zwischen Hochschule und Unternehmen („Spin-offs“) sowie die Standortstrategie („Standort MV“). „Spin-offs“ fragt, was auf dem Weg vom Uni-Umfeld zum eigenen Startup fehlt – häufig sind es nicht nur Business-Modelle, sondern auch Timing, Rechtssicherheit in der Frühphase und der Zugang zu passenden Mentorinnen und Mentoren. „Standort MV“ wiederum richtet den Blick auf Voraussetzungen, damit Teams hier skalieren können, statt wegzuziehen. Genau in dieser Kombination liegt der Mehrwert des Formats: Es verbindet Unternehmertum als persönliches Projekt mit den Rahmenbedingungen als kollektiver Aufgabe.
Für die Region ist „Real Talk & Pizza“ auch deshalb interessant, weil es explizit kostenlos und offen für alle angekündigt ist – ohne Mitgliedschaftshürde. In einer frühen Entwicklungsphase eines Landes-Standorts kann ein solches niedrigschwelliges Format schneller Vertrauen aufbauen als jedes noch so gut kuratierte Webinar. Dass Pizza und Drinks auf uns gehen, ist dabei nicht nur Komfort, sondern signalisiert: Hier zählt der informelle Austausch, in dem sich häufig die besten Hinweise ergeben – etwa zu konkreten Gesprächspartnern, zu Stolperstellen in Projekten oder zu passenden Next Steps. Wer teilnehmen möchte, meldet sich über Luma an; bis zum Abend sind es noch knapp bis zur Startzeit.
Aus Sicht von Startup-Teams lohnt sich der Abend vor allem, wenn man mit einer klaren Frage ankommt: Welche eine Hürde blockiert gerade den nächsten Schritt? Der Mechanismus mit dem Votum sorgt dafür, dass sich die Diskussionen daran ausrichten. Gleichzeitig bekommen Mark Bosold und Sophia Hammer die aggregierten Themen direkt mit nach Berlin, was die lokale Abstimmung in eine größere Strategie überführen soll. Für viele Gründerinnen und Gründer ist das entscheidend, weil die beste Netzwerkarbeit nur dann Wirkung entfaltet, wenn sie in konkrete Programme, Kontakte und Prioritäten übersetzt wird – und genau diese Brücke wird hier im Veranstaltungskern gebaut.
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