MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – R&S Immobilienmanagement hat den Vertrieb für den freistehenden Büro-Pavillon im neuen iCampus-Teil i10 gestartet. Während die Untergeschosse der beiden i10-Hotelgebäude weitgehend fertiggestellt sind, laufen Ende Oktober die Arbeiten am Untergeschoss des Pavillons an. Das Projekt positioniert den U-förmigen Baukörper als Boutique-Office in unmittelbarer Nachbarschaft zu Premier-Inn- und Numa-Hotels sowie dem Holz-Hybrid-Gebäude i8. Bis 2028 entstehen auf dem knapp 4.600-Quadratmeter-Baufeld unter dem i10-Ensemble insgesamt zwei Hotelbaukörper und rund 2.780 Quadratmeter Bürofläche.

Mit dem Start des Vertriebs für den Büro-Pavillon im Münchner iCampus i10 setzt R&S Immobilienmanagement ein sichtbares Signal in Richtung Flächenwachstum im Werksviertel: Das Quartier soll bis 2028 auf rund 122.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen anwachsen. Konkret betrifft die aktuelle Phase einen freistehenden Baukörper mit etwa 2.780 Quadratmetern Bürofläche, der als Boutique-Office in die unmittelbare Nachbarschaft zu den Hotels und zum Holz-Hybrid-Gebäude i8 rückt. Damit reagiert der Standort auf eine typische Nachfrage im innerstädtischen Büromarkt: Unternehmen wollen nicht nur „Metrierfläche“, sondern eine Adresse mit Nutzungsprofil, Laufkundschaft und klarer Architektur, die sich im Tagesgeschäft bewährt.
Planerisch und bautechnisch steht bei i10 zunächst der Unterbau im Fokus. Laut den Projektangaben sind die Arbeiten an den Untergeschossen der beiden künftigen Hotelgebäude bereits nahezu abgeschlossen. Dazu gehören die Erstellung von Gründung und Bodenplatten, das Betonieren tragender Wände und Stützen sowie das Schließen der Decken über den Untergeschossen. Für den nun beginnenden oberirdischen Rohbau bedeutet das: Die kritische Schnittstelle zwischen Erdarbeiten, Tragwerksaufbau und anschließendem Ausbau ist weitgehend entschärft, sodass der Zeitplan in der nächsten Phase weniger durch Fundament- und Tiefbauarbeiten blockiert wird.
Für den Büro-Pavillon verschiebt sich der Schwerpunkt zeitlich: Die Arbeiten am Untergeschoss sollen Ende Oktober starten. Nach dem Rückbau der Rampe beginnen die Gründungsarbeiten und die Herstellung der Bodenplatte; erst danach folgen Bewehrung und Schalung für Wände und Stützen des Untergeschosses. Anschließend werden die Bauteile in Stahlbeton gefertigt. Diese Reihenfolge ist technisch entscheidend, weil sie die Belastbarkeit des Tragwerks absichert und gleichzeitig den weiteren Ausbau vorbereitet: Stahlbetonbauteile müssen nicht nur korrekt positioniert, sondern auch in der Bewehrungsführung abgestimmt sein, bevor das System „auf Masse“ in Richtung oberirdischer Geschosse hochfährt. Für potenzielle Mieter ist das vor allem deshalb relevant, weil sich frühe Entscheidungen zu Grundrisslogik und Fassadenfensterung später kaum noch ohne Kosten- und Terminrisiken verschieben lassen.
Architektonisch wird der Pavillon als U-förmiger Baukörper beschrieben, der im Kontext der Hotel- und Hospitality-Nutzung ein internationales Ambiente schaffen soll. Die Positionierung ist dabei nicht zufällig: Der Solitär bildet laut R&S zusammen mit den Hotel- bzw. Serviced-Apartments-Baukörpern des i10 den „letzten Baustein“ des iCampus, außerdem handelt es sich um die letzte noch verfügbare Adresse innerhalb des Quartiersentwicklungsprojekts im Werksviertel. Der Vertrieb knüpft damit an ein klassisches Entscheidungsmuster von Unternehmensimmobilien an: Wer einen Standort im etablierten Umfeld sucht, bevorzugt oft eine „letzte“ Lücke, weil Risiko und Planbarkeit gegenüber späteren Grundstücks- oder Projektentwicklungen abnehmen. Nicht zuletzt wird der Pavillon als Option für ein exklusiv nutzbares Bürohaus angelegt, was sich insbesondere für Teams eignet, die eigene Etagenlogiken, interne Prozesse und eine konsistente Corporate-Identität im Gebäude realisieren möchten.
Auf dem rund 4.600 Quadratmeter großen Baufeld entstehen bis 2028 insgesamt zwei Baukörper: die Hotels, die bereits an Premier Inn und Numa vermietet sind, sowie der Büro-Pavillon mit den genannten rund 2.780 Quadratmetern Bürofläche. In der Praxis bedeutet das für den Mietermix, dass Büro- und Hospitality-Zonen eng verzahnt sind – mit Konsequenzen für Frequenz, Wegeführungen und auch für das Service-Umfeld rund um das Gebäude. Für die Angebotslogik ist außerdem die Gebäudetechnik im Detail interessant: Der Neubau setzt auf großformatige Fenster und eine Pfosten-Riegel-Fassade aus recyceltem Aluminium; dazu kommen großzügige Dachterrassen. Gerade die Kombination aus einer klaren Fassadenrasterung und einer recycelten Materialkomponente zielt darauf, Ausstattung und Nachhaltigkeitsanspruch miteinander zu verbinden, ohne dabei den funktionalen Kern – flexible Nutzflächen – aus dem Blick zu verlieren.
Ein weiterer Baustein des Projekts ist die Gesamterzählung des iCampus: Mit dem i10-Ensemble führt R&S das Namens- und Brandingkonzept von i1 bis i10 fort. Moritz Eulberg, Leitung Projektentwicklung, Property- und Asset Management bei R&S Immobilienmanagement, ordnet die Nummerierung als bewusstes Auffindbarkeits- und Integrationsinstrument ein. Für das Quartier bedeutet das: Der Pavillon soll nicht als Fremdkörper wirken, sondern als Teil einer durchlaufenden Gebäudelandschaft, in der historische Bausubstanz wie die Rhenania Villa (i1) neben Neubauten wie dem House of Communication (i5–i7) steht. Hinzu kommt der Holz-Hybrid-Bürokomplex i8 mit dem Restaurant NICE sowie weitere Büro- und Gewerbeflächen. Die technische und gestalterische Konsequenz daraus ist, dass der i10-Büro-Pavillon als solitäres Projekt innerhalb des Ensembles gedacht wird und dennoch in die übergeordnete Quartierslogik eingebunden bleibt.
Für den Markt im Werksviertel ist das Timing eine wichtige Variable. Während die Hotelbaukörper in der Vermietungsphase bereits fest eingeplant sind, rückt nun der Büro-Pavillon als zuletzt verfügbare Adresse in den Mittelpunkt des Interesses. Das ist für Unternehmen attraktiv, die den Vorteil eines „fertigen Ökosystems“ nutzen wollen: Gastronomie, Hospitality und Arbeitsumfeld greifen dann stärker ineinander, als es bei isolierten Einzelprojekten der Fall wäre. Gleichzeitig bleiben natürlich die üblichen Entwicklungsunsicherheiten – etwa witterungs- oder lieferbedingte Anpassungen bei Rohbauphasen – Teil des Baugeschehens. Unterm Strich dürfte der Vertrieb jedoch davon profitieren, dass die Unterbauarbeiten bei den Hotels bereits sehr weit sind und der Pavillon mit klar definiertem Startfenster für das Untergeschoss Ende Oktober in die nächste Phase wechselt.
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