LONDON (IT BOLTWISE) – Donald Trump setzt vor den US-Midterms stark auf die Aussicht sinkender Benzinpreise, doch die Zahlen sprechen derzeit dagegen. Laut AAA liegt der Durchschnitt für normales Benzin bei 4,36 US-Dollar pro Gallone, nach 3,09 US-Dollar im Vorjahr. Gleichzeitig steigen auch Dieselpreise deutlich, während Konflikte im Nahen Osten und in Europa die Energiepreise zusätzlich treiben. Der Versuch, Märkte mit einer „ENERGY CEASEFIRE“-Erklärung zu beruhigen, kollidiert zudem mit neuen Angriffen und Störsignalen aus der Region.

Donald Trump fährt vor den US-Midterms politisch gegen die Realität an den Zapfsäulen. In Social-Media-Posts und bei Wahlkampfauftritten stellt er wiederholt die Erwartung in den Raum, dass die Spritpreise „bald“ deutlich fallen werden. Am Weißen Haus berief er sich dabei auf historische Referenzwerte, etwa auf Benzinpreise unter 2 US-Dollar pro Gallone, die er aus einer Zeit vor der aktuellen Preiswelle im Kopf hat. Die Marktmechanik wirkt allerdings langsamer als die Wahlkampfkommunikation: Konfliktlage, Transportwege und Angebotsrisiken schlagen in den Energiepreisen häufig verzögert durch, aber dann spürbar.
Konkrete Größen zeigen, wie hart der Gegenwind ist. Laut AAA lag der Durchschnittspreis für „regular gas“ in den USA am Wochenende bei 4,36 US-Dollar pro Gallone; im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 3,09 US-Dollar. Damit bleibt die versprochene schnelle Entlastung aus, obwohl Sprit in der Wahrnehmung vieler Haushalte zu den unmittelbar spürbaren Ausgabenblöcken gehört. Ähnlich belastend entwickeln sich die Dieselpreise: Sie wurden in der Meldung mit 6,28 US-Dollar pro Gallone beziffert, nachdem sie bereits zu Beginn des Monats stark nach oben gegangen waren. Für Unternehmen ist das nicht nur „Konsumpolitik“ am Rand, sondern eine Kostenschraube, die Transport, Bau und Logistik direkt betrifft.
Hinzu kommt, dass Trump gleichzeitig an mehreren Stellschrauben dreht, deren Effekt in der Zwischenzeit durch neue Ereignisse überlagert wird. In der Woche hatte er Treibstoff-Export-Sanktionen gegen Russland ausgesetzt, um mehr Diesel auf den Markt zu bringen und dadurch Preise zu dämpfen. Solche Schritte zielen in der Regel auf das Angebot bzw. auf die kurzfristige Verfügbarkeit bestimmter Produktströme ab. Doch Stunden später wurde in der Berichterstattung von einem Angriff auf einen russischen Öldepot berichtet. Das zeigt das Grundproblem bei geopolitisch getriebenen Energiemärkten: Selbst wenn eine Politikentscheidung kurzfristig die theoretische Lieferfähigkeit erhöht, können Schäden an Infrastruktur, Risiken in Lieferketten oder Unsicherheiten über weitere Eskalationsschritte die Erwartungshaltung der Händler dominieren.
Auch der Versuch, das Marktklima mit einer „ENERGY CEASEFIRE“-Idee zu beruhigen, trifft auf widersprüchliche Signale. Laut Darstellung kündigte Trump über Truth Social einen Energie-Stopp zwischen Russland und der Ukraine an. Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy signalisierte jedoch auf X, dass er eine solche Vereinbarung nicht gekannt habe, unterstützt sie aber grundsätzlich. Gleichzeitig wurde in der Meldung von einem Drohnenangriff auf ein Kraftwerk in Kyiv berichtet. Für Energiemärkte ist diese Kombination aus angekündigter Entspannung und zeitnahen Angriffsmeldungen häufig ein Rezept für erhöhte Risikoprämien: Händler preisen Unsicherheit ein, und diese schlägt sich dann in Spotpreisen ebenso nieder wie in länger laufenden Erwartungen.
Die Beschleunigung kommt nicht nur aus Europa, sondern auch aus dem Nahen Osten. In der Straße von Hormuz – einem zentralen Knoten für Öltransporte – wird die Lage als bereits angespannt beschrieben: Ölverschiffungen seien demnach nur noch in kleinem Umfang unterwegs, weil der Iran die Kontrolle über den Wasserweg stärker ausübt. Zusätzlich wird von einem Tanker berichtet, der eine Mine getroffen und anschließend Feuer gefangen hat. Solche Ereignisse sind in der Regel weniger „Anteil am Ölvolumen“, sondern vor allem ein Stressor für das Risikoprofil: Sie erhöhen kurzfristig die Kosten für Transport, Versicherungen und Routenplanung, und sie führen oft zu vorsorglichen Bestellungen an anderen Stellen der Lieferkette.
Währenddessen weitet sich der Konflikt in der Darstellung auch in regionale Stellvertreterdynamiken hinein: Iran-nahe Huthi-Kämpfer sollen in Teilen der Küste neben dem Roten Meer und dem Bab el-Mandeb-Seeweg Einfluss ausbauen, was den Fluss von Erdöl für Saudi-Arabien berühren kann. Außerdem wird von einer Attacke auf eine große Pipeline aus dem südöstlichen Irak heraus berichtet, die Saudi-Arabien zeitweise zum Abschalten gezwungen habe. Ergänzend heißt es, ein Angriff auf den King Khalid International Airport habe 12 Menschen getötet und über 300 verletzt; ein US-Amerikaner sei nach Angaben von US-Vertretern ebenfalls ums Leben gekommen. Für die Preisbildung ist dabei entscheidend, dass solche Meldungen nicht nur einzelne Lieferungen betreffen, sondern die Sicherheit von Infrastruktur und Lieferkorridoren als Ganzes in Frage stellen.
Für Trumps politische Strategie ergibt sich daraus ein Dilemma: Selbst wenn die US-Administration reale Marktmechanismen beeinflussen kann – etwa über Handels- oder Sanktionspolitik – bleibt die dominierende Variable häufig außerhalb der nationalen Kontrolle. Ölmärkte reagieren auf Erwartung, nicht auf Absicht. Wenn gleichzeitig Konflikte in mehreren Regionen eskalieren, verschiebt sich die Zeitskala: Preisrückgänge, falls sie kommen, dauern oft länger als Wahlzyklen. Damit wird die Frage, ob Sprit bis November merklich günstiger wird, nicht nur zu einer wirtschaftspolitischen, sondern zu einer geopolitischen Wette. Und genau diese Wette wirkt in den aktuellen Zahlen besonders riskant: Bei 4,36 US-Dollar pro Gallone ist der Abstand zum Vorjahr sichtbar, und die Dieselkomponente verschärft den Eindruck einer breiteren Kosteninflation.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Trump kassiert an den Spritpreisen: Gas wird nicht schnell genug billiger" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Trump kassiert an den Spritpreisen: Gas wird nicht schnell genug billiger" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Trump kassiert an den Spritpreisen: Gas wird nicht schnell genug billiger« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!