WALLDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – SAP meldet im dritten Quartal stärkere Cloud-Abschlüsse als erwartet und zieht damit auch den Jahresausblick für den Cloudumsatz leicht an. Die aus bestehenden Abonnements erwarteten Erlöse aus Cloudsoftware steigen im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Zusätzlich beschleunigt das Unternehmen beim Umsatzwachstum und erreicht erstmals in einem Quartal mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz sowie über 3 Milliarden Euro bereinigtes Betriebsergebnis. Damit versucht SAP, die Marktfrage nach der Konkurrenzfähigkeit durch KI und die Stabilität des Softwaregeschäfts gleichzeitig zu beantworten.

Im dritten Quartal hat sich bei SAP ein Muster gezeigt, das in den letzten Monaten an der Börse immer wieder diskutiert wurde: Nicht die Frage, ob das Unternehmen auf Cloud umstellt, sondern wie schnell sich diese Umstellung in wiederkehrenden Erlösen und skalierbaren Kennzahlen niederschlägt. Laut den vorgelegten Quartalszahlen konnte SAP in widriger Wirtschaftslage mehr Cloudverträge abschließen als von Experten erwartet. Entsprechend reagierten die Anleger auf der New-York-Ebene mit einem Anstieg des ADR um mehr als 4 Prozent nach Börsenschluss, und damit nähert sich die Notierung wieder dem Tempo der Erholung, das zuvor seit Ende Juli eingesetzt hatte.
Technisch und kaufmännisch ist bei SAP vor allem eine Kennziffer entscheidend, die über das Quartal hinausweist: die Erlöse, die aus bestehenden Abos für Cloudsoftware über die kommenden zwölf Monate zu erwarten sind. Diese Größe stieg im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Währungsbereinigt entspricht das laut Unternehmensangaben einem Plus von 26 Prozent. Kapitalmarktbeobachter schauen auf genau solche Vorlaufindikatoren, weil sie den künftigen Umsatzpfad oft zuverlässiger abbilden als Momentaufnahmen aus einzelnen Buchungsperioden.
Der operative Hebel dahinter liegt in der Mischung aus organischem Wachstum und Portfolio-Effekten. In den Angaben heißt es, SAP habe vor allem davon profitiert, dass einige Kunden finanzielle Schwierigkeiten überwunden und dadurch Umsätze nachgeholt hätten, die zuvor aus mehreren Vorquartalen verzögert waren. Daneben wirkten auch zugekaufte Firmen in den Zahlen hinein: Reltio, Dremio und Prior Labs. Bei der Umsatzentwicklung wird der Trend ebenfalls sichtbar: SAP wuchs im Quartal insgesamt um 13 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, während die Erlöse aus Cloudsoftware allein um 26 Prozent zulegten.
Auch die Ergebnisgrößen stützen die These, dass die Cloud-Transformation nicht nur den Umsatz, sondern gleichzeitig die Profitabilität stabilisiert. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 18 Prozent auf 3,03 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls über den Erwartungen. Unter dem Strich wuchs der Gewinn um 11 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. Für die Bewertung spielt dabei eine Rolle, dass das Unternehmen nach eigenen Angaben im Berichtsquartal erstmals mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 3 Milliarden Euro bereinigtes Betriebsergebnis überschritten hat – ein Signal dafür, dass sich das Modell inzwischen in höheren Umsatzklassen mit entsprechender Kostenstruktur bewegt.
Bemerkenswert ist zudem die Anpassung des Ausblicks. Finanzchef Dominik Asam verwies in der Mitteilung darauf, das sei ein Beleg für die Stärke und Skalierbarkeit des Geschäftsmodells, während Christian Klein das Quartal als ausgezeichnet bezeichnete. Konkret erwartet SAP bei den Clouderlösen nun ein etwas besseres Abschneiden als zuvor. Für das obere Ende der Prognosespanne werden 23 bis 25 Prozent Wachstum (währungsbereinigt) genannt. Damit würde sich auch die Summe der Umsätze aus Cloudprodukten und herkömmlichen Softwarelizenzen günstiger entwickeln als bisher gedacht – für Anleger ist das relevant, weil genau diese Kopplung häufig den Bewertungsaufschlag oder -abschlag in der Softwarebranche bestimmt.
Für den Technologiemarkt ist die Gemengelage klar: Während klassische Softwareanbieter zunehmend unter Druck geraten, weil Unternehmen KI-Funktionen erwarten und bestehende Plattformen um neue Automatisierungs- und Analysefähigkeiten ergänzen müssen, zeigt SAP mit den Cloud-Zahlen, dass sich der Wandel in ein belastbares Umsatzprofil übertragen lässt. Gerade die wiederkehrenden Cloud-Erlöse bieten eine Basis, um zukünftige KI-Features wirtschaftlich in Produktzyklen zu integrieren, ohne dass jedes Upgrade allein projekt- oder kampagnengetrieben bleibt. Trotzdem bleibt die Frage, wie schnell neue KI-gestützte Workflows in konkrete Kaufentscheidungen münden und ob sich dadurch zusätzliches Wachstum erzeugen lässt oder eher bestehende Umsätze umverteilt werden.
Für Unternehmen, die ihre ERP- und Datenlandschaften modernisieren, lassen sich aus den Zahlen mehrere praktische Schlüsse ziehen. Erstens erhöht ein beschleunigtes Cloud-Wachstum die Wahrscheinlichkeit, dass Anbieter bei Integration, Release-Tempo und Support schneller nachziehen können, weil mehr wiederkehrender Umsatz Refinanzierung ermöglicht. Zweitens wird die Bedeutung von Metriken wie den erwarteten zwölfmonatigen Cloud-Erlösen noch größer, weil sie helfen, Roadmaps nicht nur qualitativ, sondern mit quantifizierbaren Entwicklungspfaden zu steuern. SAP liefert dafür gerade eine Momentaufnahme, die zwar quartalsbezogen ist, aber über den Ausblick und die Kennziffern deutlich stärker in die Planungslogik hineinreicht als reine Ergebnisberichte.
In den kommenden Quartalen wird der Markt vor allem prüfen, ob die Wirkung aus Nachholeffekten und aus übernommenen Aktivitäten nachhaltig bleibt oder ob die Wachstumsraten stärker vom allgemeinen Kundenengagement abhängen. Gleichzeitig entscheidet sich, ob die Prognose für den Cloudumsatz tatsächlich am oberen Rand gehalten werden kann. Der aktuelle Datenpunkt macht jedenfalls deutlich: SAP nimmt nicht nur die Cloud-Erzählung in Angriff, sondern untermauert sie mit Kennziffern, die sich unmittelbar auf die künftige Erlösentwicklung beziehen. Genau das entscheidet in Softwarewerten zunehmend darüber, wie robust das Vertrauen gegenüber neuen Wettbewerbsimpulsen aus KI bleibt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "SAP legt im Cloudgeschäft zu: Umsätze steigen zweistellig und Ausblick wird optimistischer" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "SAP legt im Cloudgeschäft zu: Umsätze steigen zweistellig und Ausblick wird optimistischer" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »SAP legt im Cloudgeschäft zu: Umsätze steigen zweistellig und Ausblick wird optimistischer« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!