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LONDON (IT BOLTWISE) – XRP ist laut Chartlage wieder auf rund 1,29 US-Dollar zurückgefallen und damit etwa 65 % unter dem Allzeithoch. Entscheidend ist nun, ob die Zone zwischen 1,10 und 1,29 US-Dollar als Support stabil bleibt. Auffällig ist dabei, dass zwei Rückprallversuche von derselben Region zuletzt schwächer ausfielen. Zudem wirkt der Zeitverlauf der aktuellen Phase ähnlich wie frühere Zyklen, eine Bodenbildung ist daraus aber noch nicht ableitbar.

XRP-Preisprognose: Warum ein erstes Tief nicht das letzte sein muss
XRP-Preisprognose: Warum ein erstes Tief nicht das letzte sein muss (Foto: IT BOLTWISE)
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XRP taucht in eine Phase zurück, in der Trader vor allem auf das Zusammenspiel aus Preisniveaus und Marktstruktur schauen. Aktuell notiert der Token laut dem vorliegenden Chart-Update bei etwa 1,29 US-Dollar und liegt damit rund 65 % unter seinem Allzeithoch. Dass es bereits zum dritten Mal seit September in etwa diesen Bereich zieht, erhöht zwar die Relevanz der Zone, aber die entscheidende Frage bleibt offen: Gibt es diesmal bereits eine bestätigte Bodenbildung – oder handelt es sich weiter um einen übergeordneten Rücklauf, bei dem sich erst später ein tragfähiges Tief ausbildet?

Technisch betrachtet verdichtet sich das Signal aus der Art, wie XRP von einem Support-Bereich zurückkam. Der Bericht verweist auf zwei Rückpralle von nahezu derselben Region: Im September stieg XRP von ungefähr 1,25 US-Dollar bis auf etwa 1,66 US-Dollar. Mitte Oktober folgte dann ein zweiter Rebound, der zwar ebenfalls von einem ähnlichen Ausgangspunkt kam, aber nur bis rund 1,40 US-Dollar lief. Diese geringere Reichweite ist für viele Marktteilnehmer ein Hinweis darauf, dass die Kaufkraft nachlässt und Gegenbewegungen früher „ausdämpfen“, sobald der Markt in den nächsten Sell-Impulse läuft. Besonders kritisch: Als XRP unter das Low vom 8. Oktober fiel, wurde die Kursbewegung deutlich unruhiger, was häufig auf eine fragilere Bodenbildung hindeutet.

Auch der zeitliche Verlauf spielt in der Argumentation eine Rolle. Der aktuelle Zyklus sei zeitlich ähnlich zu einem früheren Muster: Damals erreichte XRP im April 2021 ein Hoch und fand rund 14 Monate später, im Juni 2022, sein Tief. Für die laufende Phase wird beschrieben, dass XRP im Juli 2025 seinen Peak markierte und dann etwa 13 Monate später im August 2026 bei einem Tief nahe 1 US-Dollar landete. Das konkrete Tief wird mit 0,985 US-Dollar angegeben und als 50% Retracement der vorherigen Rally eingeordnet. Wichtig ist jedoch der nächste Schritt der Schlussfolgerung: Selbst wenn Timing und Retracement „passen“, ersetzt das keine Bestätigung durch eine geordnete Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs oder durch ein Muster, das ein nachhaltigeres Fundament nahelegt.

In der Rückschau wird außerdem betont, dass XRP nach früheren Tiefpunkten oft lange für die Erholung brauchte. Nach dem Bottom im Juni 2022 habe der Kurs laut Bericht über fast zweieinhalb Jahre seitwärts gehandelt – dabei überwiegend unter 0,80 US-Dollar. Erst als im November 2024 ein Ausbruch aus diesem Bereich gelang, setzte eine deutlich dynamischere Phase ein: Der Kurs soll von etwa 0,50 US-Dollar in kurzer Zeit wieder über 2 US-Dollar gestiegen sein. Genau diese Historie wird als Warnsignal gelesen, weil sie zeigt, dass ein erstes spürbares Tief im Chart zwar Orientierung gibt, aber nicht automatisch das finale Ende einer Abwärtsstrecke markiert. Der Bericht zieht das zusätzlich über frühere Zyklen: Nach dem Peak Anfang 2018 gab es demnach nach etwa acht Monaten ein erstes Tief, doch die eigentliche Bodenbildung dauerte später noch deutlich länger.

Für die nächste Entscheidungsphase werden mehrere Kursniveaus genannt, an denen sich das weitere Setup ausrichten soll. Als Support-Zone stehen 1,29 US-Dollar, 1,21 US-Dollar und 1,10 US-Dollar im Fokus; dabei wird 1,21 als 61,8%-Retracement (Golden-Ratio) hervorgehoben. Für frühe Signale gilt: Erst ein starker Bruch über das jüngste Hoch nahe 1,40 US-Dollar – oder alternativ über eine kurzfristige Trendlinie – könnte die Sicht auf eine Trendwende stützen. Als größere Widerstandsmarke wird um 1,67 US-Dollar herum genannt. Auf der Oberseite wird ein Zielkorridor von 2,14 bis 2,99 US-Dollar skizziert, „falls“ ein Tief bestätigt ist; darüber läge dann die nächste Hürde im Bereich des Allzeithochs von 3,40 bis 3,70 US-Dollar.

Was ein Bodenbild nach dieser Methodik wirklich bestätigt, ist im Text ebenfalls konkret gefasst: Eine sinnvolle Bestätigung soll sich erst aus einem kräftigen Fünf-Wellen-Anstieg ab Support ergeben, gefolgt von einem anschließenden Drei-Wellen-Rücksetzer, der oberhalb des vorherigen Tiefs bleibt. Dieses Muster sei bislang nicht aufgetreten. Bis dahin bleibt die Deutung demnach konservativ: Der Chart spreche eher für einen korrigierenden Rücklauf, in dem höhere Kurse möglich bleiben, solange der Bereich zwischen 1,10 und 1,29 US-Dollar hält. Als klares Invalidation-Szenario wird ein entschiedener Bruch unter 1,10 US-Dollar beschrieben, weil damit die Wahrscheinlichkeit neuer Tiefs unter dem August-Bottom steigen könnte.

Für Anleger und Unternehmen, die Krypto-Assets im Rahmen von Treasury-Strategien, Fintech-Produkten oder als Bestandteil von Investment-Research beobachten, liegt der Nutzen weniger in einer einzelnen Kurszahl als in der Struktur der Entscheidungslogik. Die genannten Retracements und die Definition einer Bestätigung helfen, aus Chartbeobachtung handlungsrelevante Schwellen abzuleiten: Wo entsteht ein Setup, wo wird es widerlegt, und ab wann verschiebt sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung? Genau dieser Abgleich zwischen Support-Zone, Widerständen und dem „Boden-Bestätigungs“-Muster macht den Unterschied zwischen kurzfristigem Raten und einem wiederholbaren Analyseprozess. Ob XRP diesen Schalter diesmal umlegt, hängt daher vor allem daran, ob Käufer den Bereich nicht nur kurz berühren, sondern die Folgebewegung so aufbauen, dass ein echtes Bodenmuster entstehen kann.

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