LONDON (IT BOLTWISE) – Binance sucht nach einer Lizenz in Malaysia und verhandelt dafür seit rund zehn Monaten mit der Securities Commission Malaysia (SC) sowie der Zentralbank Bank Negara Malaysia. Ziel ist ein formaler Weg zurück in einen Markt, aus dem die Plattform vor über fünf Jahren faktisch verdrängt wurde. Die SC hatte Binance 2021 untersagt, legalen Betrieb in Malaysia fortzuführen, einschließlich Einschränkungen bei Marketing und Investorenzugang. Parallel steht das Thema Cybersicherheit im Fokus, nachdem zuvor eine der größten bekannten Krypto-Pannen gemeldet wurde.

Binance versucht, nach mehr als fünf Jahren aus dem malaysischen Markt heraus eine legale Rückkehr zu ermöglichen. Laut Aussage eines Binance-Sprechers führt die Börse Gespräche mit der Securities Commission Malaysia (SC) und der Zentralbank Bank Negara Malaysia. Dabei geht es der Darstellung zufolge nicht um eine kurzfristige Einzelfreigabe, sondern um die „viability and structure of licensed business model in Malaysia“ – also darum, wie ein lizenzierter Geschäftsaufbau konkret aussehen kann und wie die angebotenen Produkte und Services in das jeweilige Regulierungsmodell passen.
Der zeitliche Kontext ist dabei entscheidend: Binance sagt, man sei seit etwa zehn Monaten gemeinsam mit SC und Bank Negara Malaysia in einer „licensed pathway“-Diskussion. Eine Genehmigung würde dem Unternehmen einen formalen Pfad eröffnen, um in einen Markt zurückzukehren, in dem die Behörden die Website und Apps zuvor blockiert hatten. Genau an dieser Stelle zeigt sich auch, warum die „Struktur“ betont wird: Eine Lizenz ist nicht nur ein Etikett, sondern bestimmt typischerweise, welche Geschäftsteile (Handel, Verwahrung, Zahlungsflüsse, Partnernetzwerke) unter welchen Auflagen laufen dürfen.
Malaysia hatte Binance bereits 2021 den Betrieb untersagt. Die SC ordnete damals an, dass Binance den Austausch digitaler Assets in Malaysia beenden muss, nachdem der Regulator festgestellt hatte, dass der Betrieb zu diesem Zeitpunkt illegal erfolgte. Die Anordnungen umfassten laut Quelle das Stoppen sämtlicher Medien- und Marketingaktivitäten sowie Einschränkungen für malaysische Anleger beim Zugang zu einem Binance-Telegramm-Kanal. Auch wenn die SC Binance 2024 zeitweise wieder von der Investor Alert List entfernt hatte, tauchte das Unternehmen nach Angaben aus dem Text im Oktober erneut auf dieser Liste auf – ohne dass eine Begründung genannt wurde.
Parallel zur Lizenzfrage wirkt die aktuelle Sicherheitslage wie ein zusätzlicher Druckfaktor auf den Regulierungsdialog. Binance hatte in der laufenden Woche einen Sicherheitsvorfall gemeldet, bei dem in der Größenordnung von bis zu 6,3 Milliarden US-Dollar (8,1 Milliarden US-Dollar) die Rede ist – damit wäre es der größte bekannte Krypto-Hack. Das Unternehmen habe daraufhin Auszahlungen ausgesetzt und zugesagt, alle Verluste zu übernehmen. Auch wenn die vollständigen Details laut Bericht noch ausstehen, steigt damit die Aufmerksamkeit für technische Kontrollmechanismen, etwa für Hot- und Cold-Wallet-Strategien, Rechte-Management, Anomalieerkennung und die Frage, wie schnell ein System im Ernstfall transaktionsseitig abschaltet.
Unabhängig von dem Hack drehen sich die regulatorischen Diskussionen in Malaysia zusätzlich um die Ausgestaltung des Peer-to-Peer-(P2P)-Angebots. In dem Text wird beschrieben, dass ein malaysischer Abgeordneter Lim Guan Eng im September an die SC geschrieben hat, um prüfen zu lassen, ob die P2P-Plattform möglicherweise Ringgit-Transaktionen über Anzeigen ermöglicht, die unter einer anderen Währungsbezeichnung gelistet sind. In Reaktion darauf erklärte Binance, man habe freiwillig einen bestimmten P2P-Marktplatz (in dem Zusammenhang Papua-Neuguinea-Kina) deaktiviert, der offenbar inoffiziell an den Ringgit gekoppelt gewesen sei. Die neueste Beschwerde betreffe demnach eine isolierte Anzeige eines nicht-malaysischen Nutzers auf einem Marktplatz für rumänischen Leu; Binance betonte, dass keine weiteren Produkte auf der Plattform an den Ringgit gekoppelt seien oder ihn als Ersatzwährung substituieren würden.
Für die technische Einordnung lohnt sich der Blick auf das, was Regulierung in der Praxis bedeutet: Eine „lizenzierte“ Krypto-Plattform muss typischerweise ihre Prozesse so dokumentieren und absichern, dass Risikoquellen messbar werden – vom Umgang mit Nutzeridentitäten über die Überwachung von Handels- und Abflussströmen bis hin zu den internen Freigabewegen für technische Änderungen. Gerade bei P2P-Systemen mit Währungsbezug liegt der Schwerpunkt oft weniger auf dem eigentlichen Order-Matching als auf der Plattformlogik rund um Werbeanzeigen, Marktplatz-Kategorisierung, Preisbindung und die Trennung von offizieller und inoffizieller Kopplung. Das erklärt, warum im Verhandlungsrahmen sowohl die „viability“ als auch die „structure“ eines lizenzierten Modells angesprochen werden.
Marktseitig sendet die Meldung ein deutliches Signal: Binance bleibt trotz früherer Restriktionen aktiv im Regulierungsdialog und versucht, seine Geschäftstätigkeit so in den lokalen Rahmen zu bringen, dass die SC-Auflagen künftig erfüllt werden können. Gleichwohl bleibt das Risiko, dass Sicherheitsvorfälle und P2P-Währungsfragen den Dialog beschleunigen oder verkomplizieren – je nachdem, wie die Behörden die technische und organisatorische Nachweisführung bewerten. Für Unternehmen und Entwickler, die mit Krypto-Infrastruktur arbeiten, ist das zugleich ein Lehrstück: Lizenzfähigkeit entsteht nicht im Rechtsdokument allein, sondern hängt auch daran, wie robust das System gegenüber Ausnutzungsszenarien bleibt und wie präzise es die eigenen Geschäfts- und Datenflüsse steuert. Im Umfeld wachsender KI-gestützter Angriffswege dürfte genau dieser Zusammenhang in den kommenden Monaten noch stärker in den Fokus rücken.
Offen bleibt bis zur Entscheidung, welche konkrete Lizenzform Binance in Malaysia anstrebt und welche Produktbereiche dabei zuerst unter eine genehmigte Betriebsführung fallen. Der Text nennt keine Details zur Art der Lizenz; er beschreibt lediglich den Rahmen der Gespräche und die politischen wie technischen Themen, die dabei aufeinanderprallen. Für die nächsten Schritte dürfte vor allem relevant sein, wie SC und Bank Negara Malaysia den Nachweis über Sicherheits- und Kontrollmechanismen bewerten und ob die P2P-Umsetzung so ausgebaut wird, dass problematische Werbe- oder Währungsindikationen dauerhaft unterbunden werden. Solange das Verfahren nicht abgeschlossen ist, bleibt es vor allem bei einem Vorstoß zurück in die Legalität – und damit bei einer Frage, die für den malaysischen Kryptomarkt kurzfristig sehr hohe Relevanz hat.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Binance verhandelt mit Malaysia über Lizenz – Rückkehr nach fünf Jahren Blockade" für unsere Leser?

#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Binance verhandelt mit Malaysia über Lizenz – Rückkehr nach fünf Jahren Blockade" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Binance verhandelt mit Malaysia über Lizenz – Rückkehr nach fünf Jahren Blockade« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!