FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die kommende Woche rückt durch die US-Zwischenwahlen in den Fokus und beeinflusst gleichzeitig die Bewertung von KI- und Tech-Aktien. Während der Nasdaq 100 nach enttäuschenden Zahlen kräftig nachgab, hielt sich der DAX vergleichsweise stabil und beendete die Vorwoche bei 25.782 Punkten. Für Europa ergibt sich damit zeitweise Rückenwind, auch weil der ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober zum sechsten Mal in Folge stieg. Unklar bleibt vor allem, wie stark ein mögliches „divided government“ die Risikobereitschaft und den Blick auf künftige Unternehmensgewinne prägt.

Die neue Börsenwoche wird an zwei Fronten bewertet: US-Politik und Unternehmensausblicke. Morgen stehen die Zwischenwahlen zum US-Kongress an, und schon der Vorlauf wirkt wie ein Taktgeber für Risikoanlagen. Auffällig ist dabei die regionale Verschiebung der Kursdynamik: Während US-Tech-Aktien im Wochenverlauf deutlich nachgaben, schlug sich der DAX im Vergleich gut und schloss mit 25.782 Zählern. Die vorher am Donnerstag erreichten Marken über 26.000 Punkte konnten die Käufer zwar nicht halten, aber der Index bleibt laut Bericht auf dem höchsten Stand seit Anfang September und startet am Montagmorgen „gut 25.850“ Punkte.
Technisch und psychologisch wirkt die Situation wie eine Rotation zwischen Bewertungslogik und makroökonomischer Lage. In den USA wird die Nachrichtenlage von der Berichtssaison dominiert, und gerade dort treffen Erwartungen auf Realität: Der Nasdaq 100 geriet am Freitag rasant unter Druck. Der konkrete Auslöser waren die Zahlen und Ausblicke von Amazon und Intel; im Bericht wird besonders herausgestellt, dass Intel nach enttäuschenden Quartalszahlen einen Rekordkurssturz um 28,6 % erlebte und dadurch weitere Halbleitertitel mit in die Tiefe zog. Diese Kaskade ist weniger „nur“ ein einzelner Kurstreiber, sondern verändert für viele Marktteilnehmer die kurzfristige Erwartungshaltung an das KI-nahe Ökosystem, weil Halbleiter und Cloud-Infrastruktur einen großen Teil der KI-Bewertungsstory tragen.
Dass Europa in dieser Phase nicht automatisch mitzieht, hat auch einen realwirtschaftlichen Unterton. Ulrich Kater von der DekaBank verweist im Bericht auf den ifo-Geschäftsklimaindex, der im Oktober zum sechsten Mal in Folge gestiegen ist und damit den höchsten Stand seit Mai 2023 erreicht. Solche Daten wirken an der Börse oft doppelt: einmal über die Erwartung künftiger Nachfrage und Investitionsbereitschaft, zum anderen über die Risikoprämie. Gleichzeitig bleibt der europäische Rückenwind aber kein Freibrief. Der Bericht ordnet die Kursbewegung auch damit ein, dass der europäische Aktienmarkt seit Beginn der Berichtssaison klar zugelegt habe, während der S&P 500 verloren habe. Dazu passt die Einschätzung, dass US-Unternehmen zwar im dritten Quartal beim Gewinnwachstum mit 32 % noch vor Europa lagen (über 25 %), einige US-Tech-Schwergewichte aber im Kerngeschäft und in den Ausblicken enttäuschten.
Parallel verschiebt sich die Wirkungskette über Energie- und Rohstoffpreise. Der hohe Ölpreis lastet auf der Stimmung; Brent wird wegen der Sorgen um eine mögliche weitere Eskalation im Nahen Osten mit aktuell 111 US-Dollar beziffert. In solchen Phasen reagieren mehrere Anlageklassen gleichzeitig: Laut Bericht verloren Gold und Bitcoin. Die Feinunze Gold wird demnach nur noch zu 3.900 US-Dollar gehandelt, während Bitcoin bei 78.000 US-Dollar liegt, nachdem zuvor ein milliardenschwerer Hackerangriff auf die Kryptobörse Binance die Risikowahrnehmung erhöht hat. Für klassische Aktienmärkte ist das relevant, weil höhere Energiepreise sowohl die Inflationspfade als auch die Margen von Unternehmen beeinflussen können – und damit indirekt auch die Bewertung von wachstumsgetriebenen Themen wie KI.
Der wahrscheinlich wichtigste politische Punkt für die nächsten Tage ist die Frage nach der Regierungsform. Aus der Perspektive der Kapitalmärkte wird im Bericht argumentiert, dass eine „geteilte“ Regierung historisch eher unterstützt haben könnte: Bernd Weidensteiner (Commerzbank) rechnet damit, dass die Demokraten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Repräsentantenhaus gewinnen und wohl auch im Senat eine Mehrheit erlangen. Er verweist auf eine „Divided Government“-Logik: In den vergangenen 50 Jahren sei eine geteilte Regierung eher die Regel als die Ausnahme gewesen; zudem habe der S&P 500 seit 1969 im Durchschnitt bei „Divided Government“ mit 9 % pro Jahr stärker zugelegt als bei „Unified Government“ mit 5 %. Diese Historie ist allerdings kein Automatismus, denn sie adressiert eher die durchschnittliche Risikobereitschaft als konkrete kurzfristige Schockmomente.
Genau an dieser Stelle wird die zweite, mögliche Marktstrecke betont: Yannik Mosbach von Metzler Research macht deutlich, dass es bei einem Wahlsieg der Demokraten zu einer Eskalation kommen könnte, wenn die Wahlergebnisse nicht akzeptiert würden. Für die Märkte wäre das besonders dann ungemütlich, wenn es nicht bei verbalen Attacken bleibt, sondern die Ergebnisse einzelner Staaten faktisch nicht anerkannt werden. Währenddessen läuft die Berichtssaison weiter und gibt dem Handel eine zweite Agenda neben den Wahl-News: In den USA stehen laut Bericht die Zahlen von Apple im Mittelpunkt, außerdem legen Palantir und AMD ihre Bücher offen. In Deutschland berichten unter anderem Bayer, Lufthansa, BMW, Deutsche Telekom, Commerzbank und DHL, während zusätzlich die US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag die letzte große Datenprüfung für die Zins- und Erwartungskurve liefern.
Konkrete Datenpunkte unterstreichen, wie schnell sich die Erwartungslage drehen kann. Dienstag sind die Zwischenwahlen in den USA, am Mittwochmorgen dürften die Wahlergebnisse für den Wochenend-„Silent Risk“ die Bühne öffnen. Auch die Inflationsdaten werden ein Preiskatalysator: Für die Eurozone rechnet die Commerzbank mit 3,8 % bei den Verbraucherpreisen im Oktober, die Kernrate soll bei 2,5 % liegen. Am Donnerstag folgt Deutschland mit Auftragseingängen, die DekaBank und Commerzbank verbinden dies mit Hoffnung auf eine kräftige Erholung und erwarten ein Plus von 3 % gegenüber dem Vormonat. Dazu kommt die Bank of England mit einem möglichen Zinsanstieg auf 4 %, während am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten den Ton für die nächste geldpolitische Interpretation setzen können. Für Anleger und Unternehmen bedeutet das: Selbst wenn Europa in der laufenden Phase „Vorsprung“ hat, wird die Marktbreite kurzfristig stärker von US-Events und KI-bezogenen Erwartungsanpassungen geprägt als von einzelnen Unternehmensstories.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "DAX im Rücken: US-Zwischenwahlen und KI-Bewertungen drücken Nasdaq" für unsere Leser?

#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "DAX im Rücken: US-Zwischenwahlen und KI-Bewertungen drücken Nasdaq" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »DAX im Rücken: US-Zwischenwahlen und KI-Bewertungen drücken Nasdaq« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!