MOSKAU / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der jüngste Bericht über gefälschte Android-Smartphones, die mit vorinstallierter Malware verkauft werden, sorgt für Aufsehen in der Tech-Welt. Diese Geräte, die zu reduzierten Preisen angeboten werden, sind mit dem Triada-Trojaner infiziert, der es Angreifern ermöglicht, nahezu uneingeschränkten Zugriff auf die Geräte zu erlangen.

Gefälschte Android-Smartphones, die mit vorinstallierter Malware verkauft werden, stellen eine erhebliche Bedrohung für Krypto-Nutzer dar. Diese Geräte, die zu reduzierten Preisen angeboten werden, sind mit dem Triada-Trojaner infiziert, der es Angreifern ermöglicht, nahezu uneingeschränkten Zugriff auf die Geräte zu erlangen. Laut dem Cybersecurity-Unternehmen Kaspersky wurden bereits tausende solcher infizierten Geräte entdeckt.
Der Triada-Trojaner ist besonders gefährlich, da er in der Lage ist, Krypto-Wallet-Adressen zu ersetzen und so Kryptowährungen zu stehlen. Dmitry Kalinin, ein Experte von Kaspersky, berichtet, dass die Angreifer bereits Kryptowährungen im Wert von etwa 270.000 US-Dollar auf ihre Wallets transferieren konnten. Die tatsächliche Schadenssumme könnte jedoch noch höher sein, da auch unauffindbare Kryptowährungen wie Monero betroffen sind.
Die Malware ist so tief in die Firmware der Smartphones integriert, dass sie bereits vor der Auslieferung an die Kunden aktiv ist. Dies bedeutet, dass selbst die Verkäufer der Geräte möglicherweise nichts von der Infektion wissen. Kaspersky vermutet, dass die Lieferkette an einem Punkt kompromittiert wurde, was zu dieser weitreichenden Verbreitung der Malware führte.
Der Triada-Trojaner ist seit 2016 bekannt und zielt vor allem auf Finanzanwendungen und Messaging-Apps wie WhatsApp und Facebook ab. Er wird häufig über bösartige Downloads und Phishing-Kampagnen verbreitet. Um sich zu schützen, rät Kaspersky, nur bei seriösen Händlern zu kaufen und sofort nach dem Kauf Sicherheitslösungen zu installieren.
Andere Sicherheitsunternehmen haben ebenfalls vor neuen Malware-Formen gewarnt, die Krypto-Nutzer ins Visier nehmen. So hat Threat Fabric kürzlich eine neue Malware-Familie entdeckt, die Android-Nutzer dazu verleitet, ihre Krypto-Seed-Phrasen preiszugeben. Auch Microsoft hat eine neue Remote-Access-Malware identifiziert, die auf Krypto-Wallet-Erweiterungen im Google Chrome-Browser abzielt.
Die Bedrohung durch solche Malware zeigt, wie wichtig es ist, beim Kauf von Smartphones und der Nutzung von Krypto-Diensten Vorsicht walten zu lassen. Die Sicherheitsmaßnahmen sollten stets auf dem neuesten Stand sein, um sich gegen die immer raffinierter werdenden Angriffe zu schützen.
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