SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – OpenAI steht in der Kritik, rechtliche Mittel einzusetzen, um Nonprofit-Organisationen zum Schweigen zu bringen. Diese Organisationen hatten sich gegen die Umstrukturierung von OpenAI zu einem gewinnorientierten Unternehmen ausgesprochen.

OpenAI, einst mit der Mission gegründet, der Menschheit zu dienen, sieht sich nun Vorwürfen ausgesetzt, seine Kritiker durch rechtliche Mittel einzuschüchtern. Mehrere Nonprofit-Organisationen, die OpenAI für seine Umstrukturierungspläne kritisiert haben, berichten von weitreichenden Vorladungen, die sie als Einschüchterungstaktik empfinden. Diese Vorladungen sind Teil eines Rechtsstreits zwischen OpenAI und Elon Musk, wobei OpenAI andeutet, dass die betroffenen Organisationen mit Musk in Verbindung stehen könnten.
Die betroffenen Organisationen hatten offene Briefe und Petitionen gegen OpenAIs Umwandlung in ein gewinnorientiertes Unternehmen unterzeichnet oder organisiert. Eine der Organisationen hatte auch ein kalifornisches Gesetz unterstützt, das umfassende Regulierungen für führende KI-Unternehmen wie OpenAI einführte. Die Vorladungen scheinen darauf abzuzielen, private Informationen über OpenAIs Kritiker zu extrahieren, obwohl die meisten Organisationen keine Verbindung zu Musk oder dem laufenden Rechtsstreit haben.
Robert Weissman von Public Citizen, einer Verbraucherschutzorganisation, die OpenAIs Pläne kritisiert hat, aber nicht in den Rechtsstreit involviert ist, bezeichnet das Vorgehen von OpenAI als klaren Einschüchterungsversuch. Er vergleicht die Taktik mit der eines skrupellosen gewinnorientierten Unternehmens, das versucht, Kritiker mundtot zu machen und freie Meinungsäußerung zu unterdrücken.
Die Vorladungen fordern eine Vielzahl von Dokumenten und Materialien an, darunter Informationen über die Geldgeber der Organisationen und alle Kommunikationen in Bezug auf Musk, Meta und dessen Gründer Mark Zuckerberg. OpenAI hatte zuvor Verdacht geäußert, dass Meta und Zuckerberg in Musks Versuch, OpenAI zu kaufen, involviert sein könnten. Kritiker argumentieren, dass die Umstrukturierung OpenAI, das derzeit als das weltweit höchstbewertete Startup gilt, dazu verleiten könnte, Profit über seine gemeinnützige Mission zu stellen.
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