MADRID / LONDON (IT BOLTWISE) – Der spanische Telekommunikationsriese Telefonica hat angekündigt, seine Dividende für 2026 drastisch zu kürzen, was zu einem erheblichen Kursrückgang der Aktie führte. Diese Entscheidung ist Teil einer neuen strategischen Ausrichtung, die auf Investitionen in Verteidigung und Cybersicherheit abzielt. Die Aktionäre reagierten negativ auf die Nachricht, was den Aktienkurs um elf Prozent sinken ließ.

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica hat eine drastische Kürzung seiner Dividende angekündigt, was zu einem erheblichen Kursrückgang der Aktie führte. Diese Entscheidung ist Teil einer neuen strategischen Ausrichtung, die auf Investitionen in Verteidigung und Cybersicherheit abzielt. Die Aktionäre reagierten negativ auf die Nachricht, was den Aktienkurs um elf Prozent sinken ließ.
Telefonica plant, künftig nur noch zwischen 40 und 60 Prozent des freien Zahlungsmittelflusses als Dividende auszuschütten. Für das Jahr 2026 bedeutet dies eine Ausschüttung von lediglich 0,15 Euro je Aktie, was nur die Hälfte der für 2025 geplanten Summe darstellt. Diese neue Dividendenpolitik markiert eine Abkehr vom bisherigen Fokus auf Ausschüttungen an die Anteilseigner.
Marc Murtra Millar, der im Januar die Konzernspitze übernommen hat, verfolgt mit dieser Strategie das Ziel, mehr Mittel in das Geschäft und neue Initiativen zu investieren. Dazu zählen insbesondere Bereiche wie Verteidigung und Cybersicherheit, aber auch potenzielle Übernahmen. Ob dabei auch die United-Internet-Tochter 1&1 ins Visier genommen wird, bleibt unklar, obwohl das “Handelsblatt” im Oktober über eine mögliche Übernahme spekulierte.
Das Management von Telefonica strebt an, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bis 2028 jährlich um durchschnittlich 1,5 bis 2,5 Prozent zu steigern. Für die Zeit bis 2030 wird ein Wachstum von 2,5 bis 3,5 Prozent pro Jahr angestrebt. Auch der Umsatz soll in ähnlicher Größenordnung zulegen, während gleichzeitig die Schulden weiter abgebaut werden sollen.
Telefonica hat in den letzten zehn Jahren seine Schulden zwar deutlich reduziert, bleibt jedoch einer der am höchsten verschuldeten Telekom-Anbieter in Europa. Die jüngsten Geschäftszahlen für das dritte Quartal zeigen einen Umsatzrückgang um 1,6 Prozent auf 8,96 Milliarden Euro, was auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sank um 1,5 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro, was im Rahmen der Erwartungen von Analysten lag.
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