LONDON (IT BOLTWISE) – Apple bringt mit iOS 27 einen integrierten Equalizer für die AirPods 5 und hebt damit die Klangpersonalisierung spürbar an. Im Test zeigen die halboffenen In-Ears ein deutlich stärkeres ANC als die AirPods 4 und überzeugen besonders im Transparenz-Modus. Entscheidend bleibt dabei das kabellose Ladecase: Es liefert zusätzliche Touch-Optionen, die die Basisversion nicht mitbringt. Für Android-Nutzer ist der Funktionsumfang dagegen deutlich eingeschränkt, auch wenn Kopplung und ANC grundsätzlich funktionieren.

Mit den AirPods 5 richtet sich Apple klar an Nutzer, die halboffene In-Ears wollen, aber dennoch ein möglichst starkes aktives Noise Cancelling erwarten. Der entscheidende Unterschied liegt dabei weniger im Grundprinzip der Bauform, sondern im Zusammenspiel aus kabellosem Ladecase und Software: In den Einstellungen unter iOS lassen sich Funktionen steuern und erweitern, die beim Wechsel auf die Basis-Variante fehlen können. Wer also nur auf die Modellnummer schaut, verpasst womöglich die Hälfte dessen, was Apple hier als „Upgrade“ verkauft.
Klanglich startet der Test mit bekannten Pop-Referenzen und arbeitet anschließend gezielt gegen die Grenzen dichter Mischungen. Bei Caroline Polacheks „Bunny Is A Rider“ rückt die Stimme laut Testbeobachtung in eine zentrale Position auf einer breit wirkenden Klangbühne; der Bass bleibt dabei akzentuiert und wirkt gleichzeitig kontrolliert. Besonders bei anspruchsvolleren Rock-Produktionen wird der Unterschied zu den AirPods der vierten Generation greifbar: Während frühere Modelle in dichten Passagen schneller in eine „Wand“ aus Klang kippen, bahnen die AirPods 5 im ANC-Umfeld wieder einen nachvollziehbareren Weg durch die Frequenzdichte.
Technisch interessant ist außerdem, dass Apple die Personalisierung nicht nur über ein „Sound aus der Box“-Versprechen löst, sondern mit iOS 27 endlich einen manuellen Equalizer in das System integriert. Dabei handelt es sich nicht um ein vollständig ausgebautes Preset- und Profil-Super-Setup, aber immerhin steht ein Drei-Band-EQ bereit, der den Bassfokus bei Bedarf einhegt. Praktisch wirkt vor allem die Visualisierung der aktuellen Wiedergabe im Menü: Änderungen lassen sich auf einzelnen Frequenzen verfolgen, statt sich nur auf Gehör und subjektive Erinnerung verlassen zu müssen.
Auch bei der Bedienung setzt das Test-Setup eine klare Marke: Das kabellose Ladecase erweitert die Touch-Steuerung. Laut Quelle lernen die AirPods 5 mit Ladecase Gesten zur Lautstärkeregelung per Wischen – dieselben Touch-Befehle werden ohne kabelloses Case hingegen nicht unterstützt. Das ist ein Detail, das im Kaufprozess gerne untergeht, weil viele Nutzer Touch-Funktionen als „modellunabhängig“ betrachten. Dazu kommt, dass Intensität und Dauer der Touch-Befehle in iOS anpassbar sind, was die Interaktion zumindest an das eigene Bedienverhalten heranführt.
Beim Thema Noise Cancelling liefern die AirPods 5 laut Test eine der Kernwirkungen dieser Produktkategorie: Obwohl die In-Ears passiv nicht besonders stark isolieren, wird es bei aktivem ANC spürbar still. Gleichzeitig tritt – als Gegenpart zu der hohen Isolation – ein präsenteres Grundrauschen auf, das nach einiger Zeit anstrengend werden kann. Umgekehrt spielt der Transparenz-Modus in der Bewertung eine besonders starke Rolle: In Kombination mit der Konversationserkennung werden Umgebungsinhalte verstärkt, und das Gesprochene wird so weitergeleitet, dass man trotz Musik nicht „aus dem Gespräch“ fällt.
Für den Markt ist zudem relevant, welche Funktionen an die Plattform gekoppelt sind. Der Test beantwortet die Frage „Lohnt sich ein AirPods-Setup mit Android?“ mit einem klaren Nein für den vollen Funktionsumfang: Neben dem Equalizer betrifft das auch den Live-Dolmetscher, Teile der Touch-Personalisierung und das Head-Tracking für 3D-Audio. Trotzdem gilt: Die AirPods 5 lassen sich mit Android offenbar problemlos koppeln und ANC kann auch dort genutzt werden – nur eben nicht in derselben Tiefe. Wer in gemischten Ökosystemen arbeitet, muss damit die „Abkürzungen“ der iOS-Integration einkalkulieren.
Abseits der Software bleiben die Hardware-Parameter vergleichsweise konsistent, aber es gibt ein paar praxisrelevante Punkte: Bluetooth läuft über Version 5.3, die Codecs SBC und AAC werden unterstützt, und das Ladecase setzt auf USB-C sowie kabelloses Laden. In Sachen Laufzeit nennt der Test inklusive ANC knapp fünf Stunden pro Akkuladung; mit Case sind es bis zu 22 Stunden. Für die robuste Nutzung im Alltag nennt die Quelle zudem ein IP57-Rating, wobei das Laden mit USB-C erfolgt und Lightning nicht mehr zum Paket gehört. Preislich positioniert sich das kabellose Case laut Quelle bei 169 Euro und damit unter der UVP der AirPods 4 ANC zum Start, während der Aufpreis zur Basis-Variante mit 20 Euro relativ klein ausfällt. Das macht den kabellosen Case nicht nur für alle interessant, die tatsächlich kabellos laden, sondern auch für Nutzer, die die zusätzlichen Touch- und Ladecase-Funktionen bewusst mitnehmen wollen.
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