AURANGABAD / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Archaeological Survey of India (ASI) hat am 1. Oktober 2026 den schrittweisen Austausch der alten Glasfaser-Beleuchtung durch LED-Technik beschlossen. Zunächst erhält die Höhle Nummer 2 ein Pilotprojekt im laufenden indischen Finanzjahr. Ein Fachteam soll danach die Wirkung auf die Sichtbarkeit der Wandmalereien prüfen, bevor weitere Grotten folgen. Einen festen Endtermin für den kompletten Umbau nennt die Mitteilung nicht.

Am 1. Oktober 2026 ist an den Ajanta-Höhlen (Ajanta Caves) ein Detailprojekt in den Fokus gerückt, das für Besucher im Alltag unsichtbar bleibt, aber technisch entscheidend ist: die Beleuchtung. Die Archaeological Survey of India will die bisherige Glasfasertechnik schrittweise durch LED-Leuchten in Museumsqualität ersetzen. Startpunkt ist zunächst Höhle Nummer 2; erst nach einem konkreten Wirkungstest soll entschieden werden, ob und wie weitere Felsgrotten einbezogen werden.
Für die Lichtplanung ist das mehr als ein Austausch von Hardware. Die Ajanta-Anlage liegt im Waghora-Tal in Maharashtra und umfasst insgesamt 30 buddhistische Felsgrotten. Sechs davon sind bemalt; außerdem finden sich Skulpturen, Säulen, reliefierte Fassaden sowie unterschiedlich gestaltete Innenräume, darunter Chaitya-Hallen als Gebetsräume und Viharas als kleinere Wohn- bzw. Rückzugsbereiche. Gerade bei historischen Wandmalereien entscheidet die Beleuchtung darüber, welche Pigmente und Reliefkanten sichtbar werden – und welche Oberflächen durch ungünstige Lichtbedingungen eher beansprucht werden.
Nach Angaben der ASI wurde der bislang verwendete Aufbau aus optischen Glasfasern als veraltet eingeordnet. Zusätzlich wird die Ersatzteilverfügbarkeit als schwieriger beschrieben, was in der Praxis häufig der Auslöser dafür ist, Infrastrukturkomponenten nicht nur zu warten, sondern zu modernisieren. Die neue Beleuchtung soll den Blick auf die Malereien verbessern, ohne die Anlage durch eine angekündigte Sperrung einzuschränken. Damit setzt die Behörde auf einen kontrollierten, teilweisen Eingriff: Erst wird in einem klar abgegrenzten Bereich gearbeitet, dann wird die Wirkung fachlich bewertet.
In Höhle Nummer 2 soll das Pilotprojekt noch im laufenden indischen Finanzjahr umgesetzt werden. Entscheidender Punkt für den Technik- und Betriebsalltag ist dabei die Abfolge: Das Fachteam will die Effekte nach der Umrüstung prüfen, bevor weitere Grotten folgen. Die Mitteilung nennt dabei keinen festen Endtermin für den Austausch der gesamten Beleuchtungsanlage. Für die Besucherplanung bedeutet das: Höhle Nummer 2 ist der konkret genannte erste Bereich, während der Rest des Komplexes vorerst im bestehenden Lichtkonzept bleibt.
Die Ajanta-Höhlen verbinden dabei kulturelle Motive mit einem anspruchsvollen räumlichen Kontext. Bekannte Bildmotive sind unter anderem Padmapani, eine in der buddhistischen Kunst häufig dargestellte Figur mit einer Lotosblüte. Auch geometrische und florale Muster an Decken sowie die geschwungene Felswand und die Innenraumgeometrie machen die Lichtgestaltung zu einem Teil der Besuchserfahrung. Schon weil unterschiedliche Bereiche – bemalte Flächen, Reliefkanten und dreidimensionale Skulpturen – unterschiedliche Anforderungen an Helligkeit, Gleichmäßigkeit und Blickführung haben, ist ein Pilot in einer einzelnen Höhle methodisch plausibel.
Aus historischer Perspektive sind die Ajanta-Höhlen längst nicht nur ein Ort für museale Fotostopps: Die Anlage wurde nach Angaben einer staatlichen Tourismusbeschreibung 1819 wiederentdeckt und gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Für Reisende aus Deutschland spielen außerdem praktische Aspekte eine Rolle, etwa die Anreise über den Chhatrapati Sambhaji Nagar Airport und die nahegelegene Aurangabad Railway Station, die in älteren Reiseangaben oft noch als Aurangabad bezeichnet wird. Die deutsche Einordnung der Einreisebestimmungen richtet sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Bürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de. Im Kern zeigt das Pilotprojekt aber: Technikentscheidungen wie LED gegen Glasfaser werden hier nicht als Selbstzweck behandelt, sondern als Mittel, um Details sichtbar zu machen, ohne die Substanz des historischen Ortes zusätzlich zu belasten.
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