SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Idee von KI-Rechenzentren im Weltraum, die von Elon Musk und anderen als Zukunft der Technologie gepriesen wird, stößt auf Skepsis. Amazon AWS-CEO Matt Garman äußerte Bedenken hinsichtlich der hohen Kosten und logistischen Herausforderungen, die mit dem Transport von schwerer Hardware ins All verbunden sind.

Die Vision von KI-Rechenzentren im Weltraum, die von Elon Musk und anderen als revolutionärer Schritt für die Technologiebranche angesehen wird, stößt auf gemischte Reaktionen. Während die Vorteile, wie die direkte Nutzung von Sonnenenergie und die Kühlung der Geräte in der kalten Atmosphäre des Weltraums, offensichtlich sind, gibt es auch erhebliche Herausforderungen. Matt Garman, CEO von Amazon AWS, äußerte auf einer Technologiekonferenz in San Francisco Bedenken hinsichtlich der Kosten und der Logistik, die mit dem Transport von schwerer Hardware ins All verbunden sind.
Garman betonte, dass die Kosten für den Transport von Servern ins All derzeit ein großes Hindernis darstellen. “Ich weiß nicht, ob Sie kürzlich einen Server-Rack gesehen haben: Sie sind schwer”, sagte er. Die Menschheit habe bisher noch keine dauerhafte Struktur im Weltraum errichtet, was die Realisierbarkeit solcher Projekte in Frage stellt. Diese Aussagen kamen einen Tag nach der Ankündigung von Elon Musk, dass SpaceX mit seiner KI-Firma xAI fusioniert, um die Entwicklung von Weltraum-Rechenzentren voranzutreiben.
Elon Musk sieht in der Realisierung von Weltraum-Rechenzentren einen Schlüssel zur Finanzierung und Ermöglichung von selbstwachsenden Basen auf dem Mond und einer Zivilisation auf dem Mars. SpaceX hat bereits Erfahrung mit dem Start von Tausenden von Starlink-Satelliten, die das Internet aus dem Orbit bereitstellen. Musk plant, mit der Starship-Rakete bis zu eine Million Satelliten ins All zu bringen, was die Grundlage für Weltraum-Rechenzentren schaffen könnte. Ein Zeitrahmen für diese Vision wurde jedoch nicht genannt.
Amazon plant ebenfalls, mit seinem Projekt Leo eine Konstellation von Internet-Satelliten zu schaffen, um mit SpaceX’s Starlink zu konkurrieren. Das Unternehmen hat 10 Milliarden US-Dollar für das Projekt bereitgestellt, aber der Fortschritt ist langsam. Amazon hat kürzlich die US-amerikanische FCC um eine Verlängerung der Frist für den Start von 1.600 Leo-Satelliten gebeten. Garman räumte ein, dass Verbesserungen in der Treibstofftechnologie und anderen Bereichen die Kosten für den Weltraumtransport senken könnten, betonte jedoch, dass die Kosten derzeit ein erhebliches Hindernis darstellen.
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