LONDON (IT BOLTWISE) – AMD setzt auf lokale KI-Entwicklung mit seinen neuen Agenten-Computern. Durch die Einführung von RyzenClaw und RadeonClaw bietet AMD eine Lösung, die KI-Workloads vom Cloud-Computing auf lokale Systeme verlagert. Diese Entwicklung zielt darauf ab, Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben und gleichzeitig die Effizienz von KI-Anwendungen zu steigern.

AMD hat kürzlich eine neue Initiative vorgestellt, die darauf abzielt, die Verarbeitung von KI-Workloads von der Cloud auf lokale Systeme zu verlagern. Mit der Einführung von RyzenClaw und RadeonClaw bietet AMD zwei Hardware-Pfade, die speziell für die lokale Ausführung von KI-Agenten entwickelt wurden. Diese Entwicklung ist Teil von AMDs größerem Bestreben, sogenannte ‘Agenten-Computer’ zu etablieren, die es ermöglichen, KI-Modelle direkt auf dem Gerät auszuführen, ohne auf externe Cloud-Dienste angewiesen zu sein.
Die RyzenClaw-Konfiguration basiert auf einem Ryzen AI Max+ System mit 128 GB einheitlichem Speicher. AMD empfiehlt, 96 GB als variablen Grafikspeicher zu reservieren, um die Leistung zu optimieren. Diese Konfiguration kann das Qwen 3.5 35B A3B Modell mit einer Geschwindigkeit von etwa 45 Token pro Sekunde ausführen und bis zu 10.000 Eingabetoken in rund 19,5 Sekunden verarbeiten. Mit einem Kontextfenster von 260.000 Token und der Fähigkeit, bis zu sechs Agenten gleichzeitig zu betreiben, bietet RyzenClaw eine Plattform für Experimente mit sogenannten ‘Agenten-Schwärmen’ auf Verbraucherebene.
Im Gegensatz dazu setzt RadeonClaw auf die Radeon AI PRO R9700, eine Workstation-Grafikkarte mit 32 GB VRAM. Diese Konfiguration ist deutlich schneller und kann 120 Token pro Sekunde verarbeiten, wobei 10.000 Eingabetoken in etwa 4,4 Sekunden bearbeitet werden. Der Nachteil ist jedoch ein kleineres Kontextfenster von 190.000 Token und die Unterstützung von nur zwei gleichzeitigen Agenten im Vergleich zu sechs bei der RyzenClaw-Konfiguration.
Obwohl diese lokalen KI-Agenten eine interessante Möglichkeit darstellen, sind die Einstiegskosten derzeit noch hoch. Die RyzenClaw-Route, die auf einem Framework Desktop mit einem Ryzen AI Max+ 395 und 128 GB RAM basiert, beginnt bei etwa 2.700 US-Dollar. Die RadeonClaw-Option erfordert die Radeon AI PRO R9700, eine Workstation-GPU, die allein bei 1.299 US-Dollar beginnt. Diese Preisgestaltung macht die Technologie derzeit vor allem für frühe Anwender und Entwickler interessant, die mit persönlichen KI-Agenten experimentieren möchten.
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