LONDON (IT BOLTWISE) – Apple hat den chinesischen Speicherhersteller CXMT als alternativen Lieferanten für DRAM getestet, um bei Samsung und SK Hynix bessere Konditionen zu bekommen. Die erwartete Preissenkung blieb laut Berichten aus Fachkreisen jedoch aus, weil CXMT Preisniveaus nennt, die mit den etablierten Wettbewerbern vergleichbar sind. Zusätzlich erschweren US-Exportbeschränkungen die technische Umsetzung, denn CXMT kann keine EUV-Lithografie einsetzen. Im Hintergrund verschärft die DRAM-Knappheit durch KI-Rechenzentren den Einkaufskampf für den klassischen Gerätemarkt.

Apple nutzt CXMT derzeit nicht nur als Backup, sondern setzt auf eine echte Verhandlungsrolle im Markt: Der Konzern testet seit diesem Jahr DRAM-Chips des chinesischen Herstellers sowie des weiteren Anbieters YMTC, um die Lieferkette für künftige Produkte robuster zu machen. Der Ansatz ist klar. Wenn Apple mit einem zweiten Lieferanten argumentieren kann, wird es für Samsung und SK Hynix schwieriger, Preise einseitig durchzusetzen. Genau an dieser Stelle sollte CXMT als glaubwürdige Alternative wirken – doch die bisherigen Gespräche haben die Rechnung nicht aufgegangen.
Technisch und wirtschaftlich ist die Lage für CXMT allerdings erklärungsbedürftig. Hintergrund sind die US-Exportbeschränkungen, die dem Hersteller den Einsatz von EUV-Lithografiesystemen untersagen. Stattdessen muss CXMT auf ältere DUV-Anlagen zurückgreifen. Das erhöht die Herstellkosten strukturell, weil nach einer Kostenanalyse dafür rund 30 Prozent mehr Wafer-Starts nötig sind, um dieselbe Chipmenge zu produzieren. Damit entsteht eine natürliche Preisuntergrenze, die sich nicht einfach durch Verhandlungen wegdiskutieren lässt.
In den Verhandlungen ging es konkret um vergünstigte LPDDR5X-Preise. Apple wollte offenbar die Konditionen im Einkauf senken, indem es CXMT als Druckmittel gegen die koreanische Konkurrenz positioniert. Laut Berichten aus dem Markt lehnte CXMT jedoch eine gewünschte Preissenkung ab und orientierte sich preislich an Samsung und SK Hynix. Auffällig ist dabei die Logik: Wenn ein potenzieller Lieferant keinen Preisvorteil bietet, fehlt das zentrale Argument, um die etablierten Anbieter zu nachgebenden Angeboten zu bewegen. Zusätzlich verlangt Apple nicht nur niedrigere Preise, sondern auch aufwendige Qualitätsprüfungen, was die Einstiegshürde für einen schnellen Lieferwechsel erhöht.
Für Apple kommt hinzu, dass CXMT wirtschaftlich nicht zwingend auf Apple angewiesen ist. Der Hersteller beliefert bereits große chinesische Smartphone-Anbieter wie Huawei und Xiaomi in großen Stückzahlen. Solche langfristigen Lieferverträge sind in der Regel auf Planbarkeit ausgerichtet und können Preisspannen stützen, selbst wenn einzelne Kunden einen Rabatt fordern. Dadurch wirkt CXMT im aktuellen Szenario weniger wie ein Einstiegskandidat, der aus Preisdruck neue Volumen erkauft, sondern eher wie ein Anbieter, der sein Preisniveau an den Wettbewerb koppelt.
Die DRAM-Knappheit verschärft die Diskussion zusätzlich. Der Engpass wird durch die stark gestiegene Nachfrage von KI-Unternehmen weiter angezogen, während Samsung und SK Hynix ihre Kapazitäten zunehmend Richtung Hochleistungs-Speicher für Rechenzentren verschieben. Für den Gerätemarkt bedeutet diese Schwerpunktverlagerung: Das dort verfügbare Angebot an klassischem DRAM wird noch knapper, obwohl der Bedarf in Endgeräten weiter stabil bis hoch ist. Zwar fließen große mehrjährige Bestellungen in den Aufbau von KI-Datenzentren – gleichzeitig weisen Brancheneinschätzungen darauf hin, dass manche der Projekte möglicherweise nie umgesetzt werden. Doch selbst wenn einzelne KI-Standorte nicht realisiert werden, bleibt der Effekt bestehen, weil die produzierte Speichertechnik nicht ohne Weiteres in herkömmlichen DRAM umgewandelt und ebenso wenig in iPhones einsetzbar ist.
Für Apple resultiert daraus kurzfristig ein begrenzter Handlungsspielraum. Selbst wenn es für den Einkauf bei CXMT zu einer Ausnahmegenehmigung kommen sollte, bleibt der erwartete Preiseffekt zunächst aus, weil CXMT aufgrund der Produktionsrestriktionen und der DUV-basierten Fertigung strukturell teurer herstellt. Gleichzeitig ist die politische und geschäftliche Ausgangslage nicht trivial: Apple hatte in den USA um eine Ausnahmeregelung gebeten, um CXMT-Speicher trotz der Schwarze-Liste weltweit einsetzen zu dürfen. Parallel stand das Vorhaben Berichten zufolge unter Druck, unter anderem wegen Kritik aus dem US-Senat sowie aus dem Umfeld der Speicherindustrie. Damit verschiebt sich der Fokus bei Apple zwangsläufig von „Preis als Hebel“ hin zu „Lieferfähigkeit als Risikoabsicherung“.
Strategisch heißt das: Apple dürfte weiterhin daran arbeiten, alternative Lieferanten wie CXMT und YMTC in eine belastbare Qualifizierung zu überführen – aber ohne den erhofften Preisdruck wird CXMT nicht automatisch zur kostengünstigen Lösung. Der Markt zeigt zudem, dass sich der DRAM-Zyklus aus Sicht vieler Hersteller vor etwa 2030 voraussichtlich nicht grundlegend entspannen wird. Unternehmen im Ökosystem – von OEMs bis zu Komponenten-Validierungsteams – müssen sich deshalb auf eine längere Phase einstellen, in der Verfügbarkeit, Qualitätskriterien und Prozessfähigkeit oft wichtiger werden als einzelne Preiszugeständnisse. Für Apple bleibt dann vor allem entscheidend, wie schnell der Konzern die technischen Qualifikationen durchzieht und welche Kostenkomponenten im Einkauf trotz Knappheit optimiert werden können.
Damit wird aus der CXMT-Geschichte weniger ein „Shortcut“ zur Preisbildung und eher ein Testfall dafür, wie stark Verhandlungspositionen an Produktionsrealitäten gekoppelt sind. Sobald ein Lieferant sein Preisniveau an den Markt zurückbindet, verliert der zweite Name im Lieferantenportfolio seine Funktion als Rabatt-Hebel. Gleichzeitig bleibt die DRAM-Landschaft durch KI getrieben, und genau dort entstehen auch die Kapazitätsverschiebungen, die den Engpass im Endgerätemarkt verlängern. In dieser Gemengelage entscheidet bei Apple nicht nur, wen man einkauft, sondern auch, welche technischen Restriktionen und welche Marktmechanik die Kosten wirklich formen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Apple versucht CXMT als DRAM-Alternative – Preisdruck bleibt aus" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Apple versucht CXMT als DRAM-Alternative – Preisdruck bleibt aus" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Apple versucht CXMT als DRAM-Alternative – Preisdruck bleibt aus« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!