LONDON (IT BOLTWISE) – AVM erweitert auf der IFA 2026 sein FRITZ!-Ökosystem um neue Router, einen Wi‑Fi‑7-Repeater und Smart-Home-Zubehör. Im Fokus steht die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 mit Triband-WLAN bis zu 12,2 GBit/s sowie 2,5-Gigabit-Ports für schnelle Heimnetze. Daneben kommen neue Varianten für XGS-PON-Glasfaser und für 5G-Ausbau ohne Festnetzanschluss. Mit FRITZ!OS 8.50 sollen zudem Bedienkomfort und Sicherheitsfunktionen wachsen.

Auf der IFA 2026 zeigt AVM, wie stark das Heimnetz inzwischen als zentrale Betriebsfläche für Alltag, Unterhaltung und Smart-Home-Services verstanden wird. Statt einzelne Funktionen zu ergänzen, kombiniert der Berliner Hersteller mehrere Anschlusswelten in einer gemeinsamen FRITZ!-Logik: Router für DSL und Glasfaser, ein eigenes Modell für Kabelanschlüsse sowie eine 5G-Option, wenn im Haus kein klassisches Festnetz verfügbar ist. Neu ist dabei vor allem, dass AVM die Netzqualität nicht nur über die Funkstrecke definiert, sondern die Datenwege vom WAN bis zu den Endgeräten gleich mit Blick auf hohe Bandbreite und geringe Engpässe plant.
Das deutlichste Signal setzt die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 als universelle Netzwerkzentrale für unterschiedliche Zugangsarten. Sie bedient sowohl DSL- als auch Glasfaseranschlüsse und nutzt dafür GPON bis 2,5 GBit/s sowie AON bis 1 GBit/s. Für die konkrete Umsetzung nennt AVM außerdem die Einsetzbarkeit am Glasfasermodem (ONT) mit bis zu 2,5 GBit/s im WAN. Beim WLAN geht AVM auf Triband-Wi‑Fi‑7: Insgesamt sind bis zu 12,2 GBit/s möglich, wobei 5,760 MBit/s im 6‑GHz-Band über 2×2 mit 320 MHz Kanalbandbreite bereitstehen. Zusätzlich werden 5,760 MBit/s auf 5 GHz (4×4) und 688 MBit/s auf 2,4 GHz (2×2) adressiert. Damit rückt das Gerät auch für Szenarien in den Fokus, in denen mehrere datenintensive Clients parallel funken, etwa bei simultanem Streaming, Cloud-Backup und lokalen Mediendiensten.
Auch die kabelgebundene Seite ist bei der DSL/Fiber 7-90 nicht als Nebenkriegsschauplatz angelegt. AVM stellt einen 2,5‑Gigabit‑WAN/LAN-Anschluss bereit, dazu einen weiteren 2,5‑Gigabit‑LAN‑Port und zwei Gigabit‑LAN‑Buchsen. Für Unternehmen oder Technikfans ist genau diese Mischung relevant, weil sie die typische Grenze zwischen „schnell im Funk“ und „zu langsam am Switch“ adressiert. Abgerundet wird das Profil durch Smart-Home-Komponenten: Die Box unterstützt DECT ULE und Zigbee, bietet Telefonie über DECT, IP/SIP und zusätzlich einen analogen Anschluss. In der Praxis bedeutet das, dass sich zentrale Steuerungen für Heizung, Strom, Licht und weitere Aktoren direkt im gleichen System verankern lassen, ohne dass für jedes Protokoll ein separates Gateway nötig wird.
Parallel dazu baut AVM die Glasfaser- und Mobilfunkabdeckung weiter aus, damit ein einheitliches Funktionsbild nicht an der jeweiligen Hausverkabelung scheitert. Für besonders schnelle Glasfaseranschlüsse kommt die FRITZ!Box 5630 XGS: Sie unterstützt den XGS‑PON‑Standard mit Tarifen bis zu 10 GBit/s und bringt einen passenden 10‑Gigabit‑LAN‑Anschluss mit, während WLAN als Wi‑Fi‑7 im Dualband mit bis zu 2.880 MBit/s auf 5 GHz ausgelegt ist. Wo kein Festnetzanschluss verfügbar ist, übernimmt die FRITZ!Box 6835 5G diese Rolle. Der kompakte Mobilfunk-Router funkt gemäß 3GPP Release 16, setzt auf 5G Carrier Aggregation und unterstützt sowohl Standalone als auch Non‑Standalone. Bei den Datenraten nennt AVM bis zu 2 GBit/s im Download und bis zu 900 MBit/s im Upload; praktisch ist zudem die Unterstützung für Nano‑SIM und eSIM sowie die USB‑C‑Stromversorgung, wodurch sich das Gerät laut Beschreibung sogar mit einer Powerbank betreiben lässt. Für Haushalte, die bereits per FRITZ!Box mit Festnetz arbeiten, kann die 6835 5G außerdem als Ausfallschutz dienen.
Wenn es im Haus nicht reicht, dass der Router „irgendwie überall hinkommt“, setzt AVM zusätzlich auf Reichweiten- und Durchsatz-Optimierung mit dem FRITZ!Repeater 6700 Pro. Der Repeater arbeitet mit Quadband inklusive 6‑GHz und unterstützt Wi‑Fi 7. Besonders für größere Wohnungen und Häuser fällt der integrierte 10‑GBit‑s‑LAN‑Anschluss ins Gewicht: Dadurch lässt sich der Repeater auch kabelgebunden ins Heimnetz einbinden, statt ausschließlich über Funkbrücken zu arbeiten. Genau diese Architektur ist oft der Unterschied zwischen „Mesh ist da“ und „Mesh fühlt sich wie ein durchgehendes Netz an“, weil die Funkstrecke dann weniger Last tragen muss und die Latenzen stabiler bleiben können. Damit adressiert AVM zwei typische Engstellen gleichzeitig: Funkabdeckung und die Bandbreite zwischen Funkbereichen.
Im Smart-Home-Teil erweitert AVM das Portfolio um die FRITZ!Smart Energy 201 für Energiemanagement sowie die FRITZ!Smart Thermo 303 als Heizungssteuerung. Auf der Plattformseite geht es mit FRITZ!OS 8.50 weiter, das neben vereinfachter Bedienung auch zusätzliche Sicherheitsfunktionen mitbringen soll; außerdem wird die MyFRITZ!-App laut Beschreibung um neue Service- und Sicherheitsfeatures ergänzt. Ein eigenes Kapitel bildet schließlich die FRITZ!Box 6690 Pro für Kabelanschlüsse, die nach einer Ankündigung nun „endlich“ im Handel verfügbar ist. Sie integriert ein Kabelmodem mit Triband‑Wi‑Fi‑7 und erreicht ebenfalls bis zu 12,2 GBit/s über drei Frequenzbänder. Besonders ist hier die Fähigkeit, das TV-Signal des Kabelanschlusses in IP‑Pakete umzuwandeln und im Heimnetz per IPTV oder SAT‑IP zu verteilen. Damit verschiebt AVM den Router noch stärker in Richtung Streaming-Zentrale, bei der das Fernsehsignal nicht an den klassischen Kabelanschluss am jeweiligen Fernseher gebunden bleibt.
Für die Praxis in IT- und Netzwerkumgebungen ist die Linie von AVM klar: AVM versucht, Anschlussvielfalt (DSL, Glasfaser, Kabel, 5G) und moderne Funkstandards (Wi‑Fi 7 inklusive 6‑GHz) über ein konsistentes System aus Ports, Protokollen und Software zu bündeln. Die FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 liefert dafür den technologischen Unterbau, während 5630 XGS und 6835 5G die Zugangsseiten sauber abdecken. Mit dem 6700 Pro adressiert AVM außerdem die typische Skalierungsfrage in großen Grundrissen, und FRITZ!OS 8.50 ergänzt das Ganze um Funktionen, die aus Sicht vieler Betreiber den Alltag vereinfachen und die Absicherung stärken sollen. Damit positioniert sich das FRITZ!-Ökosystem nicht nur als Heimanwendungsserie, sondern als durchgängige Netzinfrastruktur, in der Smart-Home- und Multimedia-Bedürfnisse ohne Systembruch zusammenlaufen.
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