LONDON (IT BOLTWISE) – Eine große Kohortenanalyse zeigt, dass der Bauchumfang Herzrisiken besser offenbaren kann als der BMI allein. In der Studie wurden Daten von fast 260.000 Erwachsenen über rund 20 Jahre ausgewertet. Selbst Menschen mit normalem oder leicht erhöhtem BMI hatten je nach Taillengröße ein deutlich höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse. Die Ergebnisse stützen die Idee, Fettverteilung statt nur Körpergewicht zu bewerten.

Bauchumfang als Herzrisiko-Indikator: BMI reicht nicht aus
Bauchumfang als Herzrisiko-Indikator: BMI reicht nicht aus (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Viele Präventionsstrategien orientieren sich im Alltag am BMI – also dem Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße. Genau hier setzt die aktuelle Studienauswertung an: Sie argumentiert, dass der BMI zwar eine grobe Einordnung liefert, aber nicht zeigt, wo Fett im Körper gespeichert wird. Wenn sich Fett vor allem im Bauchraum sammelt, kann das gesundheitlich anders wirken als Fett an anderen Stellen. Der Bauchumfang und das Verhältnis von Taille zu Hüfte dienen in der Studie deshalb als zusätzliche, offenbar aussagekräftigere Marker für kardiovaskuläre Risiken.

Im Kern untersuchten Forschende im Rahmen einer Cross-Cohort-Zusammenarbeit Daten von fast 260.000 Erwachsenen, die in 15 langfristigen Gesundheitsstudien erfasst waren. Die Beobachtungszeit lag bei etwa 20 Jahren – ausreichend, um über verschiedene Zeitpunkte hinweg Ereignisse zu dokumentieren, darunter Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzinsuffizienz und auch Todesfälle mit kardiovaskulärem Bezug. Die Veröffentlichung erschien im Journal of the American College of Cardiology und adressiert damit eine der zentralen Lücken der BMI-basierten Risikoabschätzung: BMI macht Körperfett nicht lokal sichtbar, sondern bleibt eine Kennzahl, die Gewicht und Größe in ein einziges Maß überführt.

Das Ergebnis fällt dabei vor allem in den Fällen ins Gewicht, in denen der BMI zunächst „Entwarnung“ signalisiert. Laut Studie trugen Personen innerhalb der Normal- und Übergewichtsbereiche, die größere Taillenmaße oder höhere Werte beim Verhältnis von Taille zu Hüfte hatten, im Studienverlauf im Mittel ein um 15 % bis 50 % erhöhtes Risiko für mehrere Herz-Kreislauf-Probleme und für den Tod gegenüber Teilnehmenden mit kleineren Taillen. Genau diese Spannbreite macht die Botschaft praktisch: Nicht jede Abweichung vom BMI-Raster entspricht automatisch einem niedrigen Risiko. Zudem erklärt die Studie den Unterschied plausibel über die Biologie: Viszerales Fett – also Fett, das die inneren Organe umgibt – gilt als metabolisch aktives Gewebe, das Entzündungsprozesse, Insulinresistenz und Schäden an Blutgefäßen begünstigen kann. „Where you carry fat matters more than how much you carry, because visceral fat, the fat wrapped around abdominal organs, is metabolically active tissue that drives inflammation, insulin resistance, and artery damage in a way that fat under the skin elsewhere on the body doesn’t, “ sagte Erin Palinski-Wade, eine in New Jersey ansässige registrierte Diätassistentin, zertifizierte Diabetes-Pädagogin und Autorin, in einem Interview; Palinski-Wade war laut Text nicht an der Studie beteiligt.

Auch aus Sicht der klinischen Anwendung verschiebt die Studie damit den Fokus: BMI bleibt nützlich als grobe Baseline, ersetzt aber offenbar nicht die Bewertung der Fettverteilung. Palinski-Wade brachte es in derselben Einschätzung so auf den Punkt: „BMI doesn’t tell the whole story, where you carry fat may matter more than the number on the scale.“ In der Konsequenz könnte eine Messstrategie entstehen, die in der Praxis weitgehend ohne zusätzliche Technik auskommt: Ein Maßband für die Taillenumfangserhebung und eine zweite Referenzgröße (Hüfte für das Verhältnis) liefern zusätzliche Informationen, die einseitige Gewicht-zentrierte Betrachtungen ergänzen.

Gleichzeitig benennt die Studie Grenzen, die für die Interpretation wichtig sind. Die Forschenden betrachteten mehrere Endpunkte über den Studienzeitraum, allerdings berichten sie auch Einschränkungen: Es gab keine verlässlichen Informationen zu körperlicher Aktivität, Ernährungsprofilen oder genetischen Risiken bezüglich Adipositas. Gerade diese Faktoren können sowohl das Risiko für Herzkrankheiten als auch die Entwicklung der Körperzusammensetzung beeinflussen. Zudem wurde der Bauchumfang und das Verhältnis von Taille zu Hüfte nur einmal gemessen. Das reduziert die Aussagekraft über Änderungen im Verlauf: Wenn sich der Bauchumfang über Jahre vergrößert oder verkleinert, könnten sich daraus unterschiedliche Risiko-Dynamiken ergeben – diese Verläufe ließen sich mit einer Einzelmessung nur begrenzt ableiten.

Für den Markt und die Umsetzung in Gesundheitssystemen heißt das: Die Diskussion um KI-gestützte oder datengetriebene Risikomodelle wird durch klassische Anthropometrie nicht verdrängt, sondern ergänzt. In vielen Projekten im Gesundheitswesen werden heute Risiken ohnehin aus mehreren Quellen berechnet – Laborwerte, Anamnese, Lifestyle-Parameter und Bildgebung. Die Studie zeigt, dass bereits sehr einfache Körpermaße die Erklärkraft erhöhen können, insbesondere wenn BMI allein eine Fehlklassifikation erzeugt. Für Entwickler und Betreiber digitaler Gesundheitsprodukte liegt darin eine konkrete Integrationsmöglichkeit: Taillenumfang und Taille-zu-Hüfte-Verhältnis können als zusätzliche Features in Risiko-Logiken einfließen, etwa in Entscheidungshilfen für Praxen oder in Selbst-Tracking-Setups, ohne dass sofort komplexe Diagnostik nötig ist.

Historisch betrachtet ist die Frage nach besseren Surrogaten für „Gesundheit“ nicht neu: Jahrzehntelang wurden verschiedene Maße genutzt, um Adipositas und Stoffwechselrisiken zu beschreiben, weil Körpergewicht allein zu grob ist. Die aktuelle Auswertung bringt diese Entwicklung auf einen weiteren Punkt, indem sie das Verteilungsprinzip – also die Lokalisierung von Fett – empirisch stützt. Interessant ist dabei auch die Zeitachse der Daten: Etwa 20 Jahre Beobachtung bedeuten, dass die Ergebnisse nicht nur kurzfristige Zusammenhänge abbilden, sondern über einen längeren Lebensabschnitt hinweg mit Ereignissen verknüpft wurden. Das erhöht die Relevanz für Präventionsarbeit, die typischerweise langfristig geplant wird.

Unterm Strich liefern die Ergebnisse eine klare Handlungsrichtung, ohne ein einzelnes Messinstrument zum alleinigen Maßstab zu erheben: BMI kann weiterhin als Startpunkt dienen, aber Taillenumfang und Taille-zu-Hüfte-Verhältnis liefern zusätzliche Informationen über das Herzrisiko. Gleichzeitig bleibt die wissenschaftliche Aussage durch die genannten Limitierungen – fehlende Daten zu Aktivität, Ernährung und genetischem Risiko sowie die Einzelmessung der anthropometrischen Parameter – in ihrer Reichweite begrenzt. Für Organisationen, die ihre Screening- und Risikoansätze modernisieren wollen, heißt das: Der nächste Schritt ist nicht nur „mehr Daten“, sondern gezielt bessere Datenpunkte. Und genau dafür bieten Bauchumfang und Fettverteilung eine pragmatische, leicht integrierbare Ergänzung.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Bauchumfang als Herzrisiko-Indikator: BMI reicht nicht aus - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Bauchumfang als Herzrisiko-Indikator: BMI reicht nicht aus".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Bauchumfang Bmi Herzinfarkt Insulinresistenz Kardiovaskulaeres Risiko KI Künstliche Intelligenz Risikostratifizierung Schlaganfall Taillen-huefte-verhaeltnis Taillenumfang Viszerales Fett
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bauchumfang als Herzrisiko-Indikator: BMI reicht nicht aus" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bauchumfang als Herzrisiko-Indikator: BMI reicht nicht aus" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bauchumfang als Herzrisiko-Indikator: BMI reicht nicht aus« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    521 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs