SINGAPUR / LONDON (IT BOLTWISE) – Nachdem Bitcoin am 5. Juni erstmals seit Oktober 2024 unter 60.000 US-Dollar rutschte, warnen führende Marktkommentatoren vor einem weiteren Abwärtsimpuls bis hin zu einer möglichen „Crypto Black Monday“-Welle. Der Rückgang wird mit dem ersten Verkauf von Strategy seit 2022, anhaltenden Abflüssen aus US-Spot-Bitcoin-ETFs und einem allgemeinen Risikoabbau im Krypto-Markt erklärt. Besonders viel Aufmerksamkeit erhält dabei die warnende Stimme von Peter Schiff, der weitere Tiefs mit erneuten Panikverkäufen verbindet. Gleichzeitig bleibt ein Teil der Wall-Street-Analysten konstruktiv und sieht den Einbruch als potenzielle „Buying Zone“.

Bitcoin ist wieder in den Fokus einer makrogetriebenen Risikoaversion gerückt: Am 5. Juni fiel die Kryptowährung erstmals seit Oktober 2024 unter 60.000 US-Dollar und setzte damit einen Sell-off fort, der die Gewinne seit der US-Wahl weitgehend aufzehrt. Auslöser sind mehrere Faktoren, die sich gegenseitig verstärken: ein Verkauf von Strategy zum ersten Mal seit 2022, anhaltende Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs sowie eine breitere Schwäche über mehrere Krypto-Asset-Klassen hinweg. In dieser Gemengelage wird aus einem Kursrutsch schnell ein Stimmungsereignis, weil Liquidität und Risikoappetit kurzfristig zugleich verschwinden.
Technisch und marktmechanisch lohnt sich dabei ein Blick auf die „Infrastruktur“, die den Kurs bei solchen Bewegungen besonders stark beschleunigt. Spot-Bitcoin-ETFs wirken zwar wie eine klassische Börsentransaktion, aber die Preisbildung des zugrunde liegenden Assets bleibt in hohem Maße von On-Chain-Flows, Verwahrketten und dem Timing institutioneller Zu- und Abflüsse abhängig. Wenn mehrere Produkte gleichzeitig Abflüsse verzeichnen, reduziert sich der unmittelbare Kaufdruck an den Märkten; parallel werden oft auch gehebelte Positionen abgebaut, weil Margin-Anforderungen steigen. Genau diese Kombination kann in kurzer Zeit „Flush“-Effekte erzeugen, bei denen zuvor gepufferte Risiken schlagartig realisiert werden.
Der konkrete Trigger für die Debatte um ein mögliches „Crypto Black Monday“-Szenario kommt aus dem Gold-Lager. Peter Schiff, einer der bekanntesten Gold-Befürworter und seit Jahren ein vehementer Kritiker von Bitcoin, erklärte nach dem Bruch der 60.000-US-Dollar-Marke, dass der Markt bei weiteren Tiefs in eine neue Panikverkaufswelle kippen könne. Schiff argumentiert, dass das zuvor wieder aufflammende Momentum nicht nachhaltig gewesen sei, sondern stark von opportunistischem Einstieg geprägt war. Damit verschiebt sich der Diskurs weg von der Frage „Was ist Bitcoin wert?“ hin zu „Wie schnell kann sich Risiko in Liquidität übersetzen – und in welchem Tempo drehen die Marktteilnehmer wieder ins Negative?“
Historisch ist das kein völlig neues Muster. In früheren Krypto-Zyklen sah man, dass Unterstützungszonen und psychologische Marken – etwa runde Kursniveaus – bei Erreichen häufig zu automatisierten Rebalancings, Stop-Orders und Margin Calls führen. Der Markt reagiert dann nicht nur auf Fundamentaldaten, sondern vor allem auf die Mechanik des Handels: Hebel verstärkt Abwärtsbewegungen, während Liquidität in Stressphasen häufig dünn wird. Der erneute Rekurs auf „Black Monday“-Rhetorik zeigt daher weniger eine neue Theorie als die alte, wiederkehrende Erkenntnis, dass Marktpsychologie und Handelsinfrastruktur an Schlüsselstellen eng gekoppelt sind.
Unterdessen wird die Lage nicht nur von Kritikern, sondern auch von Marktbeobachtern mit anderer Stoßrichtung bewertet. Standard Chartered etwa bezeichnete den aktuellen Rückgang zwar als schmerzvolle Phase, blieb jedoch langfristig bullisch. In einer Mitteilung an Kunden hob Geoffrey Kendrick hervor, dass Strategy später vermutlich wieder mit aggressiveren Käufen starten könnte – zumindest in einer Größenordnung, die an frühere Muster nach Verkäufen erinnere. Seine Kernaussage: Wenn Bitcoin mittelfristig wieder deutlich höher bewertet werde, dürfte diese Marktphase als „Buying Zone“ interpretiert werden. Für Unternehmen und institutionelle Portfolios ist das vor allem eine Frage der Timing-Strategie und des Risikobudgets.
Der Markt konfrontiert die Akteure dabei mit messbaren Belastungen. Berichten zufolge summieren sich die Nettoabflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs seit Mitte Mai auf über 4,3 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig kommt der Druck aus dem Leverage-Bereich: Bei starken Kursbewegungen werden riskante Positionen oft zuerst liquidiert, wodurch weitere Verkäufe ausgelöst werden. Ergänzend fällt ins Gewicht, dass Strategy im Umfeld dieser Turbulenzen 32 BTC verkauft hat – ein Schritt, der zwar zahlenmäßig nicht zwingend den gesamten Markt kippt, aber das Signal an andere Investoren verstärkt. Genau hier treffen sich „Markt“ und „Technik“: In solchen Phasen hängt die Kurve weniger von Modellannahmen ab als von der Kaskade aus Käufen, Abflüssen und Liquidationen.
Regulatorische Erwartungshaltungen sind dabei ein zweiter Verstärker. Nach der US-Wahl hatte sich die Hoffnung verdichtet, dass sich der regulatorische Rahmen für Krypto freundlicher entwickeln könnte. Diese Erwartung trieb in der Folge eine Rally an, die im Oktober mit einem Rekordniveau über 126.000 US-Dollar ihren Höhepunkt fand. Doch wenn die Nachfrage aus börsengehandelten Produkten wie ETFs nachlässt, wird die „Story“ allein weniger tragfähig. Unternehmen und Investoren müssen dann genauer prüfen, ob neue Nachfrage aus dem Retail- oder institutionellen Segment tatsächlich nachzieht – oder ob das System kurzfristig eher Kapital abzieht als zuführt.
Für die Wettbewerbs- und Branchenlandschaft bedeutet das: Der Markt testet gerade, wie robust verschiedene Krypto-Zugangswege sind. ETFs sind für viele Institutionelle der „Compliance-nahe“ Einstieg, während On-Chain-Handel und Derivate über Börsen eher von kurzfristiger Liquidität leben. Wenn beide Bereiche gleichzeitig unter Druck geraten, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine schnellere Trendbeschleunigung. Analysten und Marktteilnehmer vergleichen deshalb fortlaufend, ob der Abverkauf eher ein einmaliger Liquiditätsrückzug oder ein nachhaltiger Nachfragebruch ist. Ein zentrales Fragezeichen bleibt, wo der nächste reale Kaufimpuls entstehen könnte: bei großen Vehikeln wie börsennotierten Produkten oder bei selektiven Strategien, die bei niedrigeren Preisen aggressiver werden.
Regulatorik und Datenschutz spielen in diesem Zusammenhang indirekt eine Rolle, aber sie sind für Enterprise-Entscheider nicht zu vernachlässigen. Selbst wenn es im Kern um Kursbewegungen geht, entscheiden Compliance-Anforderungen darüber, welche Ausführungswege möglich sind, wie Daten verarbeitet werden und wie Risiken dokumentiert werden. Bei Krypto-Integration in Unternehmensprozesse – etwa über Custody, Reporting oder automatisierte Risiko- und Handelsüberwachung – entstehen Anforderungen an Audit-Trails und Zugriffsrechte. In Stressphasen werden solche Systeme besonders wichtig, weil Entscheidungen schneller und häufiger getriggert werden müssen. Das reduziert nicht die Marktvolatilität, aber es kann verhindern, dass organisatorische Unschärfen Liquidationsverluste zusätzlich erhöhen.
In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die aktuelle Bewegung eher ein „Wash-out“ ist oder ob sich ein breiteres Panikregime formiert. Schiffs Warnung zielt genau auf diesen Übergang: Unterhalb bestimmter Marken könne sich der Abwärtsdruck psychologisch und technisch weiter verstärken, bis neue Käufer bereit sind, das Momentum zu drehen. Gleichzeitig bleibt die Gegenposition plausibel, dass institutionelle Akteure in erwarteten späteren Kaufphasen Opportunitäten nutzen. Für Entwickler und Unternehmen im Krypto-Umfeld heißt das, Systeme auf Volatilität auszulegen: von Liquiditäts- und Margin-Simulationen bis zu robusten Monitoring-Mechanismen. Die Wahrscheinlichkeit für weitere „Black Monday“-ähnliche Momente steigt dort, wo Leverage und Nachfrage gleichzeitig zurückgehen.
Unterm Strich ist die Debatte um ein „Crypto Black Monday“-Szenario weniger eine reine Prognose, sondern ein Spiegel dafür, wie sensibel Bitcoin gegenüber Kapitalflüssen über ETFs und dem Abbau von gehebelten Positionen reagiert. Die Marktgeschichte zeigt, dass solche Phasen kurzfristig brutal sein können, aber langfristige Re-Entry-Punkte manchmal gerade dann entstehen, wenn der Optimismus zuvor gebrochen ist. Entscheidend ist nun, ob die Lücke in der Nachfrage kurzfristig geschlossen wird – oder ob weitere Abflüsse und Liquidationen den Abwärtsmodus verlängern. Bis dahin bleibt Bitcoin ein aktiver Stresstest für die Kombination aus Handelsmechanik, institutionellem Zugang und regulatorischer Erwartung.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin droht „Crypto Black Monday“: Gold-Bulle Peter Schiff warnt vor Panikverkauf" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin droht „Crypto Black Monday“: Gold-Bulle Peter Schiff warnt vor Panikverkauf" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin droht „Crypto Black Monday“: Gold-Bulle Peter Schiff warnt vor Panikverkauf« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!