LONDON (IT BOLTWISE) – Bitcoin wird in einem Marktkommentar als „relative dud“ gegenüber Gold und langlaufenden US-Treasuries eingeordnet. Der Stratege Mike McGlone setzt dabei auf das Verhältnis IBIT-to-TLT und auf die beobachtete Schwankungsdynamik. Entscheidend bleibt laut Bericht vor allem die anhaltende Schwäche unter 80.000 US-Dollar, weil sie auf Druck bei Risikoassets hindeuten könnte.

Der aktuelle Bitcoin-Vergleich wirkt auf den ersten Blick ungewohnt: Statt Charts und kurzfristiger Momentum-Indikatoren rücken Daten in den Mittelpunkt, die eher aus dem „Makro-Asset“-Blickwinkel stammen. Laut Mike McGlone, Strategist bei Bloomberg Intelligence, kauft ein Bitcoin derzeit ungefähr 20 Unzen Gold – und damit liegt das Verhältnis nach seiner Einschätzung weiter im Abwärtsrisiko. Parallel dazu schneidet Bitcoin gegenüber langfristigen US-Treasuries schwächer ab, womit der Krypto-Teil des Portfolios in seiner Rolle als Risiko- oder Inflationshebel erneut infrage gestellt wird. Für Anleger ist genau diese Umsortierung der Bedeutung entscheidend: Wenn ein Asset nicht mehr im Takt „klassischer“ Mittelwerte läuft, verschiebt sich die Erwartung, wie es in Stressphasen reagiert.
McGlones Argumentation hängt an einem konkreten Kennzahlenset, das sich auch technisch nachvollziehen lässt. Er nennt das Verhältnis aus iShares Bitcoin Trust (IBIT) und iShares 20+ Year Treasury Bond ETF (TLT), das für den Marktvergleich die Kursbewegungen beider Instrumente zusammenführt. Am Freitag lag dieses IBIT-to-TLT-Verhältnis bei 81; früher, als der Stratege am Ende des Jahres 2024 beide Werte auf 100 gesetzt hatte, sollte damit vor allem die Ausgangslage sichtbar werden. Der Punkt ist nicht nur das Niveau, sondern die Dynamik: Laut Bericht ist IBIT im Schnitt etwa viermal so volatil wie TLT, dennoch gelang es nicht, das Verhältnis seit dem vierten Quartal 2025 dauerhaft über 100 zu halten. Genau daraus leitet McGlone ab, dass Bitcoin zwar Bewegung zeigt, aber die Stärke gegenüber den „sicheren“ Treasuries bislang nicht in eine nachhaltige Outperformance übersetzen kann.
Interessant wird es bei der Schwelle und bei der Frage, ob der Markt Bitcoin als Risiko-Asset weiterhin unterschiedlich behandelt als zuletzt. Der Bericht verweist darauf, dass McGlone bei anhaltender Schwäche unter 80.000 US-Dollar eine Signalwirkung für breitere Risikoassets erwartet. Seine Begründung knüpft dabei an den Zusammenhang der Ratio mit dem Nasdaq-100 Index: Wenn das Verhältnis eng mit dem Tech-Performance-Umfeld mitläuft, kann eine negative Bewegung dort in die Bewertung von wachstumsgetriebenen Titeln hineinwirken. Konkret nennt der Bericht für Samstag einen Bitcoin-Preis von rund 77.300 US-Dollar, also 3,4% unter dem von McGlone hervorgehobenen Niveau. Diese Art von „Cross-Asset-Signal“ ist für Unternehmen besonders relevant, weil Finanzierungs- und Treasury-Entscheidungen in der Praxis häufig an Liquiditätsbedingungen und Risikoaufschlägen hängen – und nicht nur an der lokalen Krypto-Entwicklung.
Auch historisch versucht der Stratege, den Vergleich nicht nur als Momentaufnahme zu lesen. Er verweist darauf, dass das Verhältnis Gold/BTC schon früh 2021 – im Umfeld umfangreicher Pandemie-Stimuli – erstmals die 20er-Marke erreichte. Seitdem sei Bitcoin dem Bericht zufolge grob dreimal so stark wie Gold geschwankt, habe aber zugleich ein klares Aufwärtsniveau nicht dauerhaft gehalten. Diese Beobachtung ordnet Bitcoin damit eher in die Kategorie „stark beweglich, aber nicht konsequent stärker“ ein. Dazu kommt ein zeitlicher Kontext: Der Bericht nennt, dass McGlone das schwächere Abschneiden mit dem Jahr 2024 verknüpft, in dem US-Spot-Bitcoin-Fonds eröffnet wurden, sowie mit einem Politikwechsel im selben Zeitraum. Ob Anleger diese Verknüpfung teilen, ist offen – für die Interpretation bleibt aber wichtig, dass sich Kapitalzuflüsse, Marktstruktur und Erwartungshaltung häufig gleichzeitig verschieben.
Für die Markttechnik dahinter lässt sich der Kern auf eine einfache Regel herunterbrechen: Verglichen werden nicht „Bitcoin vs. Gefühl“, sondern Instrumente, die sich an Liquidität und Volatilitätsprofilen abgleichen lassen. IBIT steht dabei für einen kapitalmarktseitigen Zugang zu Bitcoin, TLT bündelt hingegen den Effekt langlaufender US-Treasuries. Wenn ein Asset mit höherer Volatilität (hier: IBIT) langfristig nicht die gleiche relative Position erreicht wie das weniger volatile Gegenstück (TLT), entsteht ein Bewertungsfenster, das Anleger als Warnsignal lesen können. McGlone geht in der Tendenz noch einen Schritt weiter, indem er über die Gefahr spricht, dass Bitcoins „Glanzzeiten“ hinter ihm liegen könnten. Sein Blick ist dabei nicht deterministisch: Er fragt im Kern, ob Bitcoin seine Rolle als noch nicht abgeschlossene Story zurückgewinnen kann, und nennt als praxisnahen Indikator einen „Hold“ oberhalb von 20 im von ihm beschriebenen Verhältnis-Kontext, bevor ein Markt-Revival wahrscheinlicher wird.
Unterm Strich ist die Botschaft für den deutschen Tech- und Enterprise-Kontext zweigeteilt. Erstens liefern die Vergleiche mit Gold und Treasuries einen nützlichen Rahmen, um Bitcoin nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil der globalen Risikoallokation. Zweitens zeigt die enge Verknüpfung der Kennzahl mit dem Nasdaq-100, wie stark Krypto in der Bewertungskette mit wachstumsorientierten Märkten gekoppelt sein kann – und wie sensibel Portfolios auf Zins- und Liquiditätssignale reagieren. Für Unternehmen, die Krypto-Infrastruktur beobachten, bedeutet das: Nicht nur „Preislevel“ sind relevant, sondern auch die Richtung, in der sich Relative-Value-Setups zwischen volatilen und defensiveren Assets verschieben. Wenn diese Relation weiter nach unten zeigt, könnte sich die Gewichtung von Risikoassets insgesamt weiter verengen; falls die Kurse hingegen die Schwellen verteidigen, würde das zumindest die These eines anhaltenden Abwärtsdrucks relativieren.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin verliert den Vergleich zu Gold und US-Treasuries – Warnung zum Risiko-Asset-Effekt" für unsere Leser?

#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin verliert den Vergleich zu Gold und US-Treasuries – Warnung zum Risiko-Asset-Effekt" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin verliert den Vergleich zu Gold und US-Treasuries – Warnung zum Risiko-Asset-Effekt« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!