NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – BlackRock, einer der größten Vermögensverwalter der Welt, sieht sich mit einem massiven Betrugsvorwurf konfrontiert. Der CEO eines US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmens mit indischen Wurzeln soll durch gefälschte Forderungen Kredite in Höhe von über 500 Millionen US-Dollar erschlichen haben. Die betroffenen Unternehmen stehen nun vor der Insolvenz.

BlackRock, einer der weltweit führenden Vermögensverwalter, steht im Zentrum eines mutmaßlichen Betrugsfalls, der die Finanzwelt erschüttert. Der indischstämmige CEO Bankim Brahmbhatt, der die US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmen Broadband Telecom und Bridgevoice leitet, wird beschuldigt, durch gefälschte Forderungen Kredite in Höhe von über 500 Millionen US-Dollar erschlichen zu haben. Diese Forderungen sollten ursprünglich als Sicherheiten für die gewährten Kredite dienen.
Die Vorwürfe gegen Brahmbhatt sind schwerwiegend. Laut Berichten sollen die von seinen Unternehmen vorgelegten Rechnungen und Kunden-E-Mails gefälscht gewesen sein. Diese Dokumente dienten als Grundlage für die Kreditvergabe durch BlackRocks Private-Credit-Investment-Arm HPS, der im Jahr 2020 mit der Finanzierung begann und die Kreditsumme bis 2024 auf 430 Millionen US-Dollar erhöhte.
Im Juli bemerkte ein Mitarbeiter von HPS Unregelmäßigkeiten bei den E-Mail-Adressen, die von Brahmbhatts Unternehmen verwendet wurden. Diese schienen von gefälschten Domains zu stammen, die echte Telekommunikationsunternehmen imitierten. Trotz der Bedenken versicherte Brahmbhatt, dass alles in Ordnung sei, und stellte dann den Kontakt ein. Kurz darauf wurden die Büros seiner Unternehmen in New York geschlossen, und im August meldeten sie Insolvenz an.
Die Ermittlungen ergaben, dass Brahmbhatt Vermögenswerte, die als Sicherheiten hätten dienen sollen, auf Offshore-Konten in Indien und Mauritius transferiert haben soll. Der Aufenthaltsort von Brahmbhatt ist derzeit unbekannt, jedoch wird vermutet, dass er sich in Indien aufhält. Die betroffenen Kreditgeber haben bereits Klage eingereicht, um die verlorenen Gelder zurückzufordern.
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