HANOI / LONDON (IT BOLTWISE) – Nach einem Beinahe-Unglück am Münchner Flughafen berichten Medien unter Berufung auf vietnamesische Luftfahrtangaben von einem Beschleunigungsproblem der Boeing 787-9 kurz nach dem Start auf dem Rollfeld. Im Verlauf des Startvorgangs soll die Maschine zeitweise rund zwei Sekunden nicht an Tempo zugelegt haben, bevor sie wieder beschleunigte. Laut den Berichten lösten Warnmeldungen aus, darunter ein sogenannter Tailstrike sowie Luftverlust an vier von acht Reifen. Die DFS spricht derweil von einer Rückkehr nach technischer Überprüfung und davon, dass vor der Landung Kerosin abgelassen wurde.

Der Zwischenfall mit der Boeing 787-9 zeigt, wie eng im Flugalltag die Grenze zwischen „normalem Startvorgang“ und „sofortiger Entscheidungsfindung“ liegt. Die Meldungen, die auf vietnamesische Luftfahrtangaben und Pilotendarstellungen verweisen, beschreiben, dass die Besatzung bereits beim Beschleunigen auf dem Rollfeld Auffälligkeiten festgestellt habe. Auffällig ist dabei weniger ein einzelnes Detail als das Timing: Medien berichten, dass die Maschine ungefähr auf halbem Weg auf der Startbahn für etwa zwei Sekunden nicht an Tempo zulegte. Genau solche Phasen sind sicherheitskritisch, weil in ihnen Entscheidungen oft unter hohem Zeitdruck und mit knapper Informationslage getroffen werden müssen.
Technisch lässt sich die geschilderte Abweichung auf mehrere Ebenen einordnen, ohne dass schon daraus eine konkrete Ursache ablesbar wäre. Auf der Rollfeld- und Startphase bestimmt die Triebwerksleistung zusammen mit der Aerodynamik und dem Reibwert der Reifen, wie schnell die Maschine die für die Abhebegeschwindigkeit nötige Kinetik erreicht. Wenn der Schub zwar auf dem Papier „hochgeht“, aber in der realen Beschleunigungsphase der Geschwindigkeitsaufbau stockt, kommen unter anderem Lastzustände, Antriebssteuerung (z. B. Regelung von Schub und Triebwerksantwort), Fahrwerks- bzw. Reifenverhalten oder auch Wechselwirkungen mit der Bodenhaftung infrage. Die Berichte nennen außerdem, dass der Pilot die Triebwerks-Schubhebel auf maximale Position gebracht und die Flugzeugnase angezogen habe – ein Schritt, der den Schwerpunkt der Abfolge klar vom reinen Beschleunigen hin zum Abheben lenkt.
Im weiteren Verlauf verdichten sich laut den Medienberichten die Sicherheitsinformationen: Zunächst sei das Abheben gerade noch erfolgreich gewesen, danach hätten Warnmeldungen ausgelöst, darunter ein Tailstrike, also das Auftreffen des Hecks auf das Rollfeld, sowie Luftverlust an vier der acht Reifen. Auch hier ist das Muster typisch für Ereignisse, bei denen mechanische Folgen unmittelbar in die Betriebsentscheidung hineinwirken: Ein Tailstrike deutet auf eine unzureichende Aufsetz- bzw. Nicklage oder auf Abweichungen im zeitlichen Verlauf hin, während der Reifen-Luftverlust zusätzlich auf einen Kontakt- oder Lastzustand schließen lässt, der über einen „kleinen“ Versatz hinausgeht. In der Folge habe die Besatzung die Flugsicherung informiert und sich für eine technische Überprüfung nach München entschieden.
Für die operative Einordnung ist die Darstellung aus dem Umfeld der Deutschen Flugsicherung (DFS) zentral. Nach Angaben einer Sprecherin der DFS ließ die Maschine vor dem Landen noch Kerosin ab, um ausreichend Reserve für eine sichere Landung zu haben. Zudem beschreibt der Bericht, dass der Pilot nach der Information an die Flugsicherung zwei Schleifen in niedriger Höhe über dem Flughafen geflogen sei, damit der Zustand des Fahrwerks beurteilt werden konnte. Dass danach keine Abnormitäten am Fahrwerk festgestellt worden seien, führte dazu, dass der Pilot das Flugzeug landete. Genau diese Abfolge zeigt, wie Flughäfen und Flugsicherung im Ernstfall mit begrenzten Zeitfenstern umgehen: Statt sofortiger „harter“ Entscheidungen wird häufig eine kontrollierte Phase für Sichtung und technische Bewertung genutzt.
Auch das Material der sozialen Medien – Aufnahmen, die ein Überschießen über die Bahn sowie eine Staubwolke beim Start zeigen – unterstreicht die Sichtbarkeit solcher Ereignisse. Solche Videos sind allerdings für die Ursachenklärung nur bedingt geeignet, weil sie Geschwindigkeit, Triebwerkszustand oder die exakte Fluglage während des Abhebevorgangs nicht vollständig wiedergeben. Dennoch geben sie einen Rahmen: Bei der Landung rund zwei Stunden später soll Qualm am Fahrwerk zu sehen gewesen sein, während die Berichte zugleich betonen, dass es im Flugzeug mit 271 Passagieren und 16 Crew-Mitgliedern nach den Angaben keinen Brand oder Rauch gegeben habe. Unabhängig von der Ursache bleibt entscheidend, dass keine Verletzten zu beklagen waren und das Ereignis als Beinahe-Unfall ablief.
Für Unternehmen und Technikverantwortliche ist die Meldung vor allem ein Hinweis auf die Breite der Schnittstellen im Flugzeugbetrieb: Zwischen Triebwerksregelung, Startperformance, Fahrwerksbelastung und der nachgelagerten Inspektions- und Entscheidungslogik müssen mehrere Subsysteme zuverlässig ineinandergreifen. In der Praxis werden solche Ereignisse in der Regel im Rahmen von Wartungs- und Sicherheitsprozessen detailliert aufgearbeitet, bei der die Daten aus Flug- und Systemaufzeichnungen mit den Befunden am Boden zusammengeführt werden. Der geschilderte Mix aus Beschleunigungsanomalie, Warnmeldungen und Fahrwerksfolgen macht zudem deutlich, warum digitale Diagnoseketten und klare Check-Workflows in der Luftfahrtbetriebspraxis so wichtig sind – nicht als „Zusatz“, sondern als Grundlage, um nach einem Ereignis die nächsten Schritte schnell und nachvollziehbar festzulegen.
Damit rückt auch das strategische Thema in den Fokus, das viele Fluggesellschaften und OEM-nahen Teams derzeit beschäftigt: Wie werden seltene, aber sicherheitsrelevante Muster im Zusammenspiel mehrerer Faktoren frühzeitig erkannt? Wenn ein Startvorgang zwischenzeitlich „nicht wie erwartet“ beschleunigt, kann die Reaktion der Crew zwar den Ausgang beeinflussen, doch die langfristige Verbesserung steckt in der Kombination aus Telemetrie-Analyse, Wartungsdaten und systematischer Auswertung. Für die Branche bedeutet das, dass bei solchen Vorfällen nicht nur mechanische Komponenten im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Interpretation von Flugparametern und die Auslegung von Entscheidungsgrenzen in operativen Verfahren. Genau deshalb bleibt der Fall technisch spannend, auch wenn die DFS-Angaben aktuell vor allem den sicheren Abschluss und die Fahrwerksüberprüfung in den Vordergrund stellen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Boeing 787-9: Startprobleme und Tailstrike in München – DFS bestätigt Zwischenstand" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Boeing 787-9: Startprobleme und Tailstrike in München – DFS bestätigt Zwischenstand" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Boeing 787-9: Startprobleme und Tailstrike in München – DFS bestätigt Zwischenstand« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!