LONDON (IT BOLTWISE) – Ein Forscher aus dem Umfeld der Ethereum Foundation rät großen Bitcoin-Haltern, nicht in Panik zu verfallen, aber „bunker mode“ planbar zu machen. Der Auslöser ist laut Einordnung jedoch keine Quantenmaschine, sondern eine mögliche KI-gestützte Entdeckung, die mathematische Schlüsselableitungen beschleunigen könnte. Im Fokus steht dabei vor allem ECDSA, also die Signaturlogik, mit der Bitcoin Eigentum an Coins nachweist. Parallel laufen Diskussionen, wie sich über Protokoll-Updates langfristig neue, quantensichere Adresstypen einführen lassen.

„Bunker Mode“ bei Bitcoin: Warum KI statt Quantencomputer die Debatte antreibt
„Bunker Mode“ bei Bitcoin: Warum KI statt Quantencomputer die Debatte antreibt (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die Debatte klingt wie aus der klassischen „Quantum Threat“-Schublade, trifft die Community aber an einem anderen Punkt als viele zunächst vermuten: Justin Drake, Researcher im Umfeld der Ethereum Foundation, hat große Bitcoin-Halter öffentlich dazu aufgefordert, „bunker mode“ zu planen. Gemeint ist damit nicht der sofortige Umzug aller Coins, sondern die Vorbereitung auf ein Szenario, in dem öffentliche Schlüssel künftig nicht mehr sicher genug schützen. In der Diskussion taucht deshalb eine Frage immer lauter auf: Kann Künstliche Intelligenz bestimmte mathematische Schritte so stark beschleunigen, dass Angriffe gegen bestehende Kryptografiepraktiken plötzlich realistisch werden? Der entscheidende Unterschied, den Drake in der Berichterstattung betont, liegt in der Kausalität: Es geht primär um KI-beschleunigte Mathe statt um die aktuelle Leistungsfähigkeit von Quantencomputern.

Technisch betrachtet wird „bunker mode“ verständlich, wenn man sich die Kette von Privatem Schlüssel zu Adresse vor Augen führt. In Bitcoin existiert ein privater Schlüssel als Geheimnis; daraus wird ein öffentlicher Schlüssel abgeleitet. Anschließend bildet ein Hash-Mechanismus eine Adresse. Angreifer können die Adresse typischerweise aus dem öffentlichen Schlüssel berechnen, aber der Schutz besteht genau darin, die Umkehrung – also aus dem öffentlichen Schlüssel wieder den privaten Schlüssel – zu verhindern. Besonders relevant wird das für ältere Adressen: Dort ist der öffentliche Schlüssel bereits sichtbar, weil er mit den ursprünglichen Transaktionen verknüpft war. Neuere Adressformate können den öffentlichen Schlüssel bis zur tatsächlichen Nutzung verbergen, aber sobald eine Transaktion stattfindet, wird er in der Praxis wieder offengelegt. Genau in diesem Fenster setzen Überlegungen an, wenn die Frage lautet, wie lange ECDSA in der aktuellen Form verträgt, was sich rechnerisch an Angriffsleistung entwickeln kann.

Die Zahlen, die in der Diskussion zirkulieren, verdeutlichen die Größenordnung der „Angriffsfläche“. Laut dem in der Meldung genannten Tracker von Project Eleven sind über 14 Millionen Bitcoin-Adressen mit sichtbar gemachten öffentlichen Schlüsseln vorhanden, sobald sie in einer bestimmten Weise befüllt wurden. Der Sicherheitsmanager Michael Gutkin von der Krypto-Sicherheitsfirma Fireblocks schätzt, dass in diesem Adress-Cluster etwa 6,7 bis 7 Millionen BTC liegen – bewertet etwa mit 550 bis 580 Milliarden US-Dollar bei einem genannten Kurs von 82.462 US-Dollar pro Bitcoin. Das entspräche grob rund einem Drittel der gesamten Versorgung. Drake wiederum bringt zusätzlich ein fokussiertes Risiko in die Debatte: Er soll darauf hingewiesen haben, dass ein Angriff auf frühe, mit Satoshi Nakamoto assoziierte Adressen theoretisch besonders hohe Summen treffen könnte, wobei die Rechnung in der Berichterstattung über rund 20.000 frühe Adressen mit jeweils 50 BTC bis zu ungefähr 1 Million BTC reicht.

Damit stellt sich die nächste technische Leitfrage: Wenn Quantencomputer heute noch nicht in der Lage sind, Bitcoin kryptografisch „zu knacken“, warum wird dennoch von Monaten statt Jahren gesprochen? In der Darstellung wird Drake mit einer AI-getriebenen Mathe-Perspektive verknüpft: Er habe sich auf eine Reihe von mathematischen Arbeiten bezogen, die von einem internen KI-System erzeugt wurden, und dabei die Möglichkeit betont, dass solche Modelle neue Wege zur Schlüsselwiederherstellung finden könnten. Entscheidend ist hier die Abgrenzung: Gutkin ordnet diese Bedrohung als „classical break“ ein, also als Angriff mit klassischen Rechnern, bei dem die Mathematik durch KI-Fähigkeiten neu zugeschnitten werden könnte. Damit verschiebt sich die Risikobetrachtung von „Wann kommt der Quanten- Durchbruch?“ zu „Wie schnell können neue methodische Ansätze die theoretische Angreifbarkeit in die Praxis übersetzen?“ – und genau deshalb wird das Timing in der Community so sensibel diskutiert.

Operativ wird die Diskussion zusätzlich durch regulatorische Zeitachsen untermauert. Als zentral gilt NIST, die US-Behörde, die Sicherheitsstandards für Bundesbehörden beeinflusst. In der Berichterstattung heißt es, NIST wolle nach 2030 bestimmte Signaturmethoden nicht mehr erlauben und nach 2035 sogar ein vollständiges Verbot anstoßen. Das ist für Blockchain-Systeme besonders relevant, weil Updates nicht wie ein App-Update „über Nacht“ ausgerollt werden können. Gutkin macht daher deutlich, dass es neben dem „kann es technisch passieren?“ auch um den „kann man rechtzeitig umstellen?“-Teil geht. Ethereum scheint hier laut Meldung bereits Schritte vorbereitet zu haben: Fireblocks habe die Verifizierung einer quantenresistenten Signatur auf Ethereum von 8,09 Millionen Gas auf 1,23 Millionen Gas reduziert, allerdings sei der Code noch nicht abschließend auditiert.

Für Bitcoin ist der Weg komplizierter, weil die Programmierschnittstellen und Upgrade-Mechanismen weniger „flexibel“ sind als bei vielen Smart-Contract-Umgebungen. Die Meldung betont, dass Bitcoin letztlich Protokollunterstützung braucht, wenn es neue Adresstypen einführen möchte, die öffentliche Schlüssel besser kapseln. Konkreter wird das über eine vorgeschlagene Änderung in Form von BIP-360: Eine neue Adressklasse soll eine Art Verschleierung ermöglichen und damit die langfristige Exposition reduzieren. Gleichzeitig warnt Gutkin, dass ein solches Update nicht als vollständige Lösung missverstanden werden darf. Daneben wird in der Diskussion erwähnt, dass andere Netzwerke wie XRP weniger anfällig positioniert werden, weil nur ein sehr kleiner Anteil der Versorgung betroffen sein soll – für Bitcoin bedeutet das aber nicht, dass dort „weniger Risiko“ existiert, sondern dass die Architektur und die Migrationspfade unterschiedlich verteilt sind.

Unterm Strich bleibt die Kernbotschaft für Haltende: Quantencomputer können Bitcoin zum genannten Stand im Oktober 2026 nicht erfolgreich angreifen, und die KI-getriebene „Mathe-Abkürzung“, auf die sich Drake bezog, ist laut Einordnung nicht belegt. Dennoch wirken die Zeitfenster, die sich aus NISTs Zeitplan ableiten, wie ein fixes Datum auf einem Kalender – unabhängig davon, ob das „Katastrophenszenario“ heute schon greifbar ist. Ein weiterer Punkt ist der praktische Migrationszwang: Etwa 1 Million BTC, die mit frühen Satoshi-era-Adressen verknüpft sein sollen, lassen sich nicht ohne Weiteres verlagern, weil die Coins nur durch Transaktionen bewegt werden können, die der jeweilige Besitzer autorisiert. Das führt zu einer unbequemen Konsequenz: Selbst wenn ein Angriff technisch möglich würde, könnte eine freiwillige Migration die Exposition nicht sofort für alle reduzieren. „Bunker mode“ wäre dann nicht mehr nur eine Vorsichtsmaßnahme, sondern würde zur akuten Notwendigkeit, falls wirklich jemand ECDSA-Private-Keys aus öffentlichen Schlüsseln mit bereits verfügbaren Mitteln erfolgreich ableiten sollte. Bis dahin liefern jedoch Bitcoin-Entwickleraktivitäten rund um BIP-360 oder vergleichbare Adresstypen die wahrscheinlichsten Ankerpunkte, um die tatsächliche Umstellungsfähigkeit langfristiger Halter zu bewerten.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - „Bunker Mode“ bei Bitcoin: Warum KI statt Quantencomputer die Debatte antreibt - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "„Bunker Mode“ bei Bitcoin: Warum KI statt Quantencomputer die Debatte antreibt".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Bip-360 Bitcoin Blockchain Bunker Mode Crypto Cryptocurrencies Ecdsa Ethereum Fireblocks KI Krypto Kryptografie Kryptowährung Künstliche Intelligenz NIST Protokollupgrade Quantencomputer Signaturen
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Bitcoin als Kredit-Sicherheit: Risiken, Margin Calls und Steuern im Blick


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "„Bunker Mode“ bei Bitcoin: Warum KI statt Quantencomputer die Debatte antreibt" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "„Bunker Mode“ bei Bitcoin: Warum KI statt Quantencomputer die Debatte antreibt" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »„Bunker Mode“ bei Bitcoin: Warum KI statt Quantencomputer die Debatte antreibt« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    6.419 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs