LEIPZIG / LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Langzeitstudie der Universität Paderborn zeigt ein Burnout-Risiko mit zeitlichem Schwerpunkt: Ab dem dritten Jahr steigen Stress- und Überforderungsanzeichen deutlich an. Besonders relevant ist, wie gut angehende Lehrkräfte ihr Zeit- und Stressmanagement selbst steuern können. Ohne frühere Festigung der Kompetenzen nimmt nach den Ergebnissen auch die Neigung zu Prokrastination zu. Hochschulen reagieren bereits mit Programmen wie Mindful Teachers, StudiFIT und Trainings im Referendariat.

Im Lehramtsstudium wird häufig über Inhalte, Praktika und Prüfungsphasen gesprochen – die entscheidende Weichenstellung für psychische Gesundheit passiert laut einer Langzeitstudie der Universität Paderborn jedoch in einem späteren Abschnitt des Studiums. Die Untersuchung begleitet über zwei Jahre hinweg 144 angehende Lehrkräfte und ordnet den Verlauf der Belastung entlang des Studienfortschritts. In den frühen Semestern dominieren demnach eher Themen wie soziale Integration und fachliche Orientierung. Sobald der Übergang ins dritte Studienjahr erreicht ist, verlagert sich der Schwerpunkt spürbar auf Selbstregulation – und damit auf die Frage, wie zuverlässig Studierende ihren Alltag unter Druck strukturieren können.
Technisch betrachtet lässt sich dieser Zusammenhang als Wechsel von anfänglicher “Anpassungsphase” hin zu stärkerer Steuerungsanforderung beschreiben. Ab dem dritten Jahr korreliert die Fähigkeit zum effektiven Zeitmanagement direkt mit Studienzufriedenheit und psychischer Gesundheit. Das ist mehr als ein Bauchgefühl: Zeitmanagement wirkt hier wie eine Kontrollschicht über Routinen, Prioritäten und die Verteilung von Aufgaben über die Woche. Werden diese Fähigkeiten nicht früh genug gefestigt, steigt das Risiko für Prokrastination und daraus folgend für Überforderung – also genau jener Teufelskreis, der häufig erst in Krisensymptomen sichtbar wird. Gleichzeitig kritisieren die Forschenden, dass pauschale Unterstützungsangebote der Hochschulen diese Phasen-spezifischen Bedarfe nicht ausreichend abdecken.
Wenn man die Befunde in ein breiteres Bild der Studierendengesundheit einordnet, wird der Befund plausibel und zugleich dringlich. Laut TK-Dossier vom Juni fühlen sich 41 Prozent der Studierenden häufig gestresst; zwar liegt der Wert gegenüber 2023 etwas niedriger, aber er bleibt fast doppelt so hoch wie vor der Pandemie (damals 23 Prozent). Besonders auffällig sind zudem Symptome emotionaler Erschöpfung: Bei 35 Prozent wurden entsprechende Befunde festgestellt, die als Leitsymptome für ein Burnout-Risiko gelten. Als Hauptfaktoren werden Prüfungsdruck sowie die Kombination aus Studium, Erwerbsarbeit und finanziellen Sorgen genannt – ein Setup, in dem Zeitpuffer und Erholungsfenster schnell zusammenschrumpfen.
Für die Lehrkräfte von morgen wirkt dieser Belastungsdruck zusätzlich “von außen” verstärkt: Das Deutsche Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung weist darauf hin, dass jedes vierte Schulkind psychische Auffälligkeiten zeigt. Auch wenn sich daraus nicht automatisch eine individuelle Ursache-Lage für jede Lehramtskandidatin und jeden Lehramtskandidaten ableiten lässt, steigt der Erwartungs- und Vorbereitungsdruck auf künftige Lehrkräfte. Ein effektives Zeit- und Aufgabenmanagement wird damit nicht nur zu einer Karrierekompetenz, sondern zu einer Art beruflicher Grundhygiene. Interessant ist dabei, wie sehr Hochschulen das Thema inzwischen als Querschnittsaufgabe verstehen: Es geht nicht allein um einzelne Workshops, sondern um die Frage, wie Unterrichtsvorbereitung, Prüfungsvorbereitung, Selbststudium und Lebensorganisation in ein konsistentes System gebracht werden.
Genau in diese Lücke stoßen offenbar die neuen Programme, die zunehmend in konkreten Lehramtskontexten ansetzen. Leipzig setzt auf das “Mindful Teachers Program” mit achtsamkeitsbasierten Übungen; die Grundidee dabei ist, Aufmerksamkeit und Selbstwahrnehmung so zu trainieren, dass Stress nicht erst im Kollapsmodus sichtbar wird. Bamberg verknüpft im Projekt “StudiFIT” Gesundheitskonzepte mit praktischen Strategien für das Selbstmanagement – also mit Werkzeugen, die eher im Alltag funktionieren als in einer einmaligen Stresskampagne. In Münster trainieren angehende Lehrkräfte im Referendariat außerdem die Abgrenzung zwischen Arbeits- und Freizeit, was gerade im Übergang vom Studium in den anspruchsvolleren Berufsmodus ein entscheidender Schritt sein kann.
Für Universitäten und Bildungsinstitutionen liegt daraus eine klare Konsequenz nahe: Formate sollten nicht nur existieren, sondern zeitlich passend zu den Studienphasen implementiert werden. Die Paderborner Ergebnisse legen nahe, dass genau ab dem dritten Jahr ein Bedarf entsteht, der mit den vorhandenen pauschalen Angeboten vieler Hochschulen offenbar nicht zuverlässig gedeckt ist. Gleichzeitig zeigt die breite Stresslage unter Studierenden, dass es ohne strukturelle Unterstützung und ohne alltagstaugliche Methoden schwer bleibt, Prokrastination und Überforderung früh zu unterbrechen. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelner Ansatz – etwa Achtsamkeit oder ein Zeitplan – sondern die Kette aus Kompetenzaufbau, Anwendung in realen Aufgaben und kontinuierlicher Anpassung an neue Belastungsspitzen.
Auch für angehende Lehrkräfte lässt sich der Fokus des Artikels in eine praktische Lesart übersetzen: Wenn das Zeitmanagement in der Phase um das dritte Jahr herum so stark mit Zufriedenheit und psychischer Gesundheit zusammenhängt, sollte Training frühzeitig dort ansetzen, wo Routinen noch leicht veränderbar sind. Programme, die Selbstregulation stärken, können dabei helfen, den Übergang in prüfungsintensive Phasen kontrollierter zu gestalten. Parallel gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Bildungsinstitutionen solche Inhalte messbar in Curricula integrieren – denn wenn Unterstützung erst dann kommt, wenn Symptome bereits dominieren, läuft sie Gefahr, zu spät zu wirken. Genau deshalb wird die Kombination aus individueller Kompetenzentwicklung und passender struktureller Verankerung im Lehrplan so zentral für die Lehrergesundheit.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Burnout-Risiko im Lehramtsstudium: Warum ab dem 3. Jahr mehr zählt" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Burnout-Risiko im Lehramtsstudium: Warum ab dem 3. Jahr mehr zählt" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Burnout-Risiko im Lehramtsstudium: Warum ab dem 3. Jahr mehr zählt« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!