WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat acht neue Schwachstellen in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen aufgenommen. Darunter befinden sich kritische Sicherheitslücken in Cisco Catalyst SD-WAN Manager, die bereits aktiv ausgenutzt werden. Diese Entwicklungen unterstreichen die Dringlichkeit, dass Bundesbehörden bis April 2026 Maßnahmen ergreifen müssen.

Die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) der USA hat kürzlich acht neue Schwachstellen in ihren Katalog der bekannten ausgenutzten Schwachstellen (KEV) aufgenommen. Besonders besorgniserregend sind drei Schwachstellen, die Cisco Catalyst SD-WAN Manager betreffen, da es bereits Hinweise auf aktive Ausnutzung gibt. Diese Schwachstellen könnten es Angreifern ermöglichen, unbefugten Zugriff auf sensible Informationen zu erlangen oder Systeme zu kompromittieren.
Unter den neu hinzugefügten Schwachstellen befindet sich die CVE-2023-27351, eine Schwachstelle in PaperCut NG/MF, die es Angreifern ermöglicht, die Authentifizierung zu umgehen. Diese Schwachstelle wurde bereits im April 2023 mit Angriffen in Verbindung gebracht, die von der Gruppe Lace Tempest durchgeführt wurden, um Ransomware wie Cl0p und LockBit zu verbreiten.
Eine weitere kritische Schwachstelle ist die CVE-2025-32975 in der Quest KACE Systems Management Appliance (SMA), die es Angreifern erlaubt, sich ohne gültige Anmeldedaten als legitime Benutzer auszugeben. Diese Schwachstelle wurde kürzlich von Arctic Wolf beobachtet, als unbekannte Bedrohungsakteure versuchten, ungepatchte SMA-Systeme anzugreifen.
Besonders im Fokus stehen die Schwachstellen in Cisco Catalyst SD-WAN Manager, die es Angreifern ermöglichen könnten, Dateien hochzuladen und zu überschreiben oder sensible Informationen auszulesen. CISA hat Bundesbehörden aufgefordert, diese Schwachstellen bis April 2026 zu beheben, um die Sicherheit ihrer Systeme zu gewährleisten.
Die Dringlichkeit dieser Maßnahmen wird durch die Tatsache unterstrichen, dass Cisco bereits im März 2026 von der aktiven Ausnutzung dieser Schwachstellen erfahren hat. Die Sicherheitslücken könnten weitreichende Folgen für die betroffenen Systeme haben, insbesondere wenn sie von staatlichen oder kriminellen Akteuren ausgenutzt werden.
Insgesamt zeigt die Aufnahme dieser Schwachstellen in den KEV-Katalog, wie wichtig es ist, dass Unternehmen und Behörden proaktiv Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um ihre Systeme vor potenziellen Angriffen zu schützen. Die kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung von Sicherheitsprotokollen ist entscheidend, um den sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen im Bereich der Cybersicherheit zu begegnen.
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