LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-Behörde CISA hat zwei Schwachstellen in Microsoft SharePoint und MikroTik RouterOS in den KEV-Katalog aufgenommen, weil nachgewiesene Angriffe in der Praxis laufen. Im Fall von CVE-2026-65660 geht es um eine Code-Injection, die laut Microsoft inzwischen auch zum Remote Code Execution-Missbrauch führen kann. Bei CVE-2026-67279 soll eine Verkettung mit einer weiteren RouterOS-Lücke Angreifern ohne Authentifizierung vollen Zugriff auf die Admin-Konsole ermöglichen. Betroffene Behörden des US-Bundes bereiten jetzt kurzfristige Patches vor, bis Ende September 2026.

Die Aufnahme von zwei neuen Schwachstellen in das US-Katalogsystem Known Exploited Vulnerabilities (KEV) ist in der Praxis ein klares Signal: Die Angriffsmechanismen sind nicht nur theoretisch, sondern werden nach den Angaben der US-Behörde bereits aktiv ausgenutzt. CISA nennt dafür konkrete CVE-Nummern und ordnet beide Lücken dem KEV-Programm zu, nachdem „evidenzbasiert“ beobachtete Ausnutzung vorliegen soll. Konkret betrifft das zum einen Microsoft SharePoint, zum anderen den RouterOS-Betrieb von MikroTik – damit treffen die Risiken sowohl serverseitige Collaboration-Infrastruktur als auch netzwerknahe Fernzugriffswege, die häufig direkt aus dem Internet erreichbar sind.
Bei CVE-2026-65660 (CVSS 8.8) handelt es sich um eine Code-Injection-Lücke in Microsoft Office SharePoint, bei der ein authentifizierter Angreifer Code über das Netzwerk ausführen kann. Microsoft hatte die Schwachstelle laut Quelle zunächst als Spoofing-Problem für SharePoint Server beschrieben, aktualisierte die Bewertung jedoch: Nun geht es auch um Missbrauch, der aus der Schwachstelle heraus Remote Code Execution ermöglichen kann. In diesem Kontext ist die zeitliche Einordnung wichtig, weil Microsoft „bis zum 25. September 2026“ zuverlässige Hinweise auf beobachtete Angriffe im Zusammenhang mit der Ausnutzung der Lücke nennt. Was Microsoft offenlässt, ist für Sicherheits- und Incident-Response-Teams ebenfalls relevant: Welche Angreifergruppen dahinterstehen, wann die Ausnutzung gestartet hat, wie viele Organisationen betroffen waren und ob die erfolgreichen Angriffe etwa Spionage, Persistenz oder reine Manipulation zum Ziel hatten.
Die zweite KEV-Position betrifft CVE-2026-67279 (CVSS 6.9) in MikroTik RouterOS. CISA beschreibt darin eine fehlerhafte Durchsetzung eines „behavioral workflow“-Aspekts: Ein nicht authentifizierter Client könne eine Session-Kanal-Verbindung öffnen und anschließend eine Exec-Anfrage senden. Aus Sicherheitssicht liegt der kritische Punkt aber weniger in der einzelnen Schwachstelle als in der Kettenbildung. Laut Quelle wurde CVE-2026-67279 zusammen mit CVE-2026-86060 eingesetzt, wobei es sich bei letzterer um eine Argument-Injection im RouterOS-Login-Prozess handelt; das Gesamtvorhaben trägt den Namen MikroTrick. Die polnische Sicherheitsbehörde CERT Polska ordnet die Wirkung so ein, dass die Angreifer dadurch internet-exponierte Router mit entsprechender Verwundbarkeit vollständig administrativ übernehmen können – und zwar ohne Passwort. In derselben Darstellung heißt es auch, dass die Kombi aus beiden Lücken unauthentifizierten Zugriff auf die administrative Konsole ermöglicht: CVE-2026-67279 erlaubt dem Client, eine Session aufzubauen, während CVE-2026-86060 den Login so beeinflussen kann, dass ein Angreifer-unterworfener Policy-Mask-Mechanismus zur „eingeloggten“ Identität wird.
Dass es nicht bei einer theoretischen Kette bleibt, wird zusätzlich durch eine Reproduktion untermauert. Laut Quelle hat Bishop Fox die vollständige administrative Übernahme auf verwundbaren RouterOS-7.x-Builds nachstellen können. Der Sicherheitsforscher Emilio Gallegos ordnet die Schwäche dabei als Zusammenspiel zweier Fehler an unterschiedlichen Vertrauensgrenzen ein: Einerseits könne eine unautorisierte Verbindung Funktionsbereiche erreichen, die RouterOS eigentlich erst nach dem Login bereitstellen sollte. Andererseits bewirke die zweite Schwachstelle, dass der Login-Prozess Daten aus dieser Verbindung als vertrauenswürdige administrative Identität behandelt. Diese Beschreibung greift einen grundlegenden Entwurfsfehler auf, der in vielen Privileged-Software-Systemen wiederkehrt: Eine Funktion, die nur für lokale, vertrauenswürdige Aufrufer gedacht ist, wird zur entfernten Angriffsoberfläche, sobald Authentifizierungszustände nicht mehr konsistent entlang der Verarbeitungspipeline verfolgt werden.
Für Unternehmen und Betreiber netzwerknaher Systeme ergibt sich daraus ein doppelter Handlungsdruck. Auf der einen Seite müssen SharePoint-Umgebungen so schnell wie möglich auf die passenden Fixes gebracht werden, weil die Schwachstelle bereits in der KEV-Logik als aktiv missbraucht eingestuft ist und Microsoft zusätzlich Remote-Code-Execution als mögliches Missbrauchsszenario betont. Auf der anderen Seite zeigt der RouterOS-Fall, wie schnell Perimeter- und Fernwartungszugänge zum „Single Point of Failure“ werden können: Wenn Router aus dem Internet erreichbar sind, können Angreifer mit einer Exploit-Kette administrative Kontrolle erlangen und damit Routing-Regeln, DNS-Auflösung oder Transparenzmechanismen beeinflussen. Gerade deshalb sollten Teams nicht nur die Identifikation der betroffenen Firmware-Builds priorisieren, sondern auch prüfen, welche Management-Services überhaupt öffentlich exponiert sind und ob temporäre Abschirmung (z. B. restriktive Firewall-Regeln oder das Abschalten externer Managementpfade) die Zeit bis zum Patchen überbrücken kann.
Auch organisatorisch ist die Zeitachse klar: CISA hat CVE-2026-86060 bereits am 11. September 2026 in den KEV-Katalog aufgenommen, jetzt folgen mit CVE-2026-65660 und CVE-2026-67279 zwei weitere Bausteine. Für Bundesbehörden der US-Regierung gibt es laut Quelle eine Frist bis zum 28. September 2026, um die notwendigen Korrekturen umzusetzen. Unabhängig davon, wie streng die regulatorische Umsetzung in einzelnen Organisationen greift, bleibt die technische Botschaft praktisch: Sobald eine Kette wie MikroTrick gezeigt hat, dass mehrere Trust-Boundary-Fehler zusammen vollwertigen Admin-Zugriff ermöglichen können, reichen isolierte Gegenmaßnahmen oft nicht aus. Entscheidend ist die Kombination aus Patchen, kontrollierter Exponierung der Angriffsfläche und einem überprüfbaren Incident-Readiness-Plan – insbesondere, weil bei SharePoint laut Microsoft bereits zuverlässige Hinweise auf beobachtete Ausnutzung vorliegen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "CISA nimmt SharePoint- und RouterOS-Lücken in KEV-Katalog auf" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "CISA nimmt SharePoint- und RouterOS-Lücken in KEV-Katalog auf" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »CISA nimmt SharePoint- und RouterOS-Lücken in KEV-Katalog auf« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!