LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Sicherheitslücke in Coldcard-Hardware-Wallets hat laut Analyse rund 1.367 Bitcoin im Zeitraum von nur 41 Minuten ermöglicht. Der Kern des Problems liegt in einer fehlerhaften Zufallszahlengenerierung der Firmware aus dem März 2021, wodurch Seed-Phrasen teilweise vorhersehbar wurden. Betroffen sind viele Modelle; der Hersteller hat Notfall-Updates für mehrere Gerätefamilien veröffentlicht. Parallel zeigen weitere Vorfälle, dass auch Wallet- und Lieferkettenangriffe 2026 deutlich zunehmen.

Hardware-Wallets gelten in vielen Organisationen und bei Privatanwendern als der letzte Schutzwall gegen Schlüsselabfluss. Genau daran kratzt jedoch die jetzt öffentlich diskutierte Schwachstelle in Coldcard-Geräten: Nach der durch eine Sicherheitsanalyse gestützten Darstellung nutzten Angreifer eine Lücke in der Firmware, um Seeds zu identifizieren, die nicht die notwendige kryptografische Zufälligkeit aufwiesen. Im Ergebnis sollen in Summe rund 1.367 Bitcoin abgezogen worden sein; in einem besonders frühen Fall bewegten die Angreifer dem Bericht zufolge innerhalb von 41 Minuten 1.082,65 BTC über 1.196 verschiedene Adressen. Für technische Verantwortliche ist damit klar: Offline bedeutet nicht automatisch „offline-sicher“, wenn die Entropie bei der Seed-Erzeugung kompromittiert wurde.
Im Zentrum der Coldcard-Problematik steht eine konkrete Fehlerklasse: Eine fehlerhafte Zufallszahlengenerierung (Entropie) bei der Erstellung der Seed-Phrasen. Die Analyse verweist auf einen Firmware-Fehler aus dem März 2021; betroffen seien demnach die Geräte, die ihre Seed-Phrasen mit unzureichender kryptografischer Zufälligkeit ausgaben. Statt robuster Zufallsquellen habe die Implementierung einen vorhersehbaren Software-Algorithmus genutzt, wodurch die Seeds unter Umständen mit selbst erzeugten Kandidaten gegen die Blockchain abgeglichen werden konnten. Genau diese Vorgehensweise beschreibt die Fallanalyse für den größten Einzelabfluss vom 30. Juli 2026: Angreifer generierten auf eigener Hardware potenzielle Seeds und prüften sie anschließend gegen die Kette, um verwundbare Wallets zu lokalisieren.
Für den Betriebsalltag ist weniger die Schlagzeile entscheidend als die Konsequenzkette rund um Updates und Neu-Generierung. Coinkite hat nach den vorliegenden Informationen Notfall-Updates für mehrere betroffene Produktlinien bereitgestellt, genannt werden MK2, MK3, MK4, MK5 sowie die Q-Serie. Zusätzlich wird eine öffentliche Entschuldigung durch den Hersteller erwähnt; sie ersetzt zwar keinen Security-Prozess, nimmt aber die kommunikative Hürde für Nutzer ernst, die zwischen „Gerät aus dem Schrank holen“ und „Migration planen“ abwägen. Sicherheitsexperten raten den Angaben zufolge, Gelder nur dann in Ruhe zu lassen, wenn die Seed-Phrasen frisch und unter zuverlässiger Entropie erzeugt wurden; im Zweifel heißt das praktisch: Firmware aktualisieren, neue Seed-Generation anstoßen und Funds auf die neue Basis übertragen.
Die Angriffsmethodik zeigt außerdem, wie stark sich die Bedrohungslandschaft 2026 in Richtung Multi-Vector verschoben hat. Ende Juli wird von einem Supply-Chain-Angriff gegen Adform berichtet, bei dem Schadcode in eine JavaScript-Datei („trackpoint-async.js“) injiziert worden sein soll. In der Folge konnten Angreifer in Browsern von Website-Besuchern Bitcoin-, Ethereum- und Tron-Adressen austauschen; auffällig ist dabei, dass die Aktivität laut Bericht bereits eine Woche vor der offiziellen Entdeckung bemerkt worden war. Auch das Arch Linux User Repository (AUR) reagierte: Am 1. August 2026 wurden Paket-Einreichungen ausgesetzt, nachdem im Paket „openconnect-sso“ Schadcode entdeckt wurde; zwischen dem 29. Juli und dem 1. August soll das kompromittierte Paket einen Infostealer und einen Linux-Loader enthalten haben. Zusammen betrachtet unterstreichen diese Beispiele, dass „Angriff über das Umfeld“ gerade bei Krypto-Workflows besonders effektiv sein kann, weil Nutzer häufig auf Browser- oder Paket-Integrität vertrauen.
Neben der Lieferkettenebene rückt auch das Zusammenspiel aus Malware, Social Engineering und Session-Abfluss in den Fokus. Eine Warnung im Umfeld von „CryptoBandits.A“ beschreibt eine USB-basiert arbeitende Clipper-Malware, die die Zwischenablage überwacht und Kryptoadressen durch solche der Angreifer ersetzt; dazu kommen regelmäßige Screenshots sowie die Installation von Tor für die Hintergrundkommunikation. Dass diese Bedrohungen nicht in einer Ecke verharren, zeigen weitere Meldungen: Gaming-Malware, die sich in Steam-Spielen einnistet und private Schlüssel extrahieren soll, macOS-Exploits in einer „ClickFix“-Kampagne, die Nutzer zu schädlichen Terminal-Befehlen verleitet, sowie Messaging-Scams, die auf WhatsApp schädliche Dokumente als Finanzdateien tarnen. Für Unternehmen bedeutet das: Schutz darf nicht nur „die Wallet“ adressieren, sondern muss Endpunkte, Nutzerpfade und Copy-&-Paste-Verhalten als eigene Angriffsflächen behandeln.
Auch im klassischen Enterprise-Umfeld gehen die Angriffe nicht aus der Mode. N-able veröffentlichte am 2. August 2026 einen Notfall-Hotfix für Schwachstellen in der N-central-Plattform, genannt werden CVE-2026-18556 und CVE-2026-18577; die Fehler erlauben nach den vorliegenden Angaben nicht authentifizierten Angreifern den Zugriff mit Administratorrechten. Zusätzlich wird berichtet, dass bis zum 3. August mehr als 55 Prozent der überwachten Server ungepatcht geblieben seien, während Angreifer die Lücke bereits ausgenutzt haben sollen, um Cloudflare-Tunnel zu deployen und durch Unternehmensnetzwerke zu navigieren. In Summe passt das in einen größeren Trend: Phishing- und Wallet-Draining-Exploits hätten in der ersten Jahreshälfte 2026 laut den Angaben mehr als 1,1 Milliarden Dollar von Nutzern erbeutet; ergänzend wird auf Address-Poisoning hingewiesen, bei dem Betrüger kleine Kryptobeträge von einer ähnlich aussehenden Vanity-Adresse senden, um spätere Überweisungen zu sabotieren.
Für deutsche Anleger und IT-Verantwortliche folgt daraus ein pragmatisches Sicherheitsbild, das mehr Stufen als nur „Hardware kaufen“ umfasst. Wer Hardware-Wallets nutzt, sollte Firmware-Updates zeitnah einspielen und im Verdachtsfall sofort handeln, etwa indem er Funds auf Seeds mit aktualisierter Entropie migriert und den Copy-&-Paste-Kanal aktiv absichert. Ebenso lohnt es sich, Paketquellen und Build-Pipelines als Teil der Threat-Modeling-Arbeit zu behandeln, weil der Supply-Chain-Ansatz nicht an technische Zielgruppen gebunden ist, sondern an Vertrauen in Softwarelieferung. Gerade in der Kombination aus Seed-Vorhersagbarkeit, Clipper-Angriffen und kompromittierten Komponenten wird deutlich: Sicherheitsmaßnahmen greifen nur dann zuverlässig, wenn sie nicht isoliert umgesetzt werden, sondern Endpunkt, Tooling und Wallet-Operational gemeinsam betrachtet werden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Coldcard-Firmware-Lücke: 1.367 Bitcoin in 41 Minuten abgezapft – neue KI- und Wallet-Schutzroutinen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Coldcard-Firmware-Lücke: 1.367 Bitcoin in 41 Minuten abgezapft – neue KI- und Wallet-Schutzroutinen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Coldcard-Firmware-Lücke: 1.367 Bitcoin in 41 Minuten abgezapft – neue KI- und Wallet-Schutzroutinen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!